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 Vielseitigkeitsstrecke

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BeitragThema: Vielseitigkeitsstrecke   Sa Okt 10, 2015 2:52 pm

Die Vielseitigkeitsstrecke ist vom Weg, der zum neuen Ausreitgelände führt, aus zu erreichen.
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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Sa Nov 28, 2015 7:52 am

» Plot 9: fast wie fliegen
Frühlingsgefühle inklusive


Es ist ruhig auf der Ranch - der Sommer steht schon in den Startlöchern, und alle genießen das gute Wetter, das endlich mal Einzug hält. Alles keimt und gedeiht - und nicht nur in der Natur. Mit riesigen Schritten eilt das Ende des ersten Schuljahres auf die Schüler zu, es muss gelernt und Klausuren geschrieben werden. Die Auszubildenden müssen sich auf die Jahresabschlussprüfung vorbereiten, die Lehrer und Ausbilder auf die Stellung der Abschlussklausuren. Es dauert keine zwei Monate mehr, da dürfen sich alle für zwei Monate von der Ranch verabschieden - aber deswegen friert das rege Leben noch lange nicht ein.

Es ist ein ruhiger Maisamstag - die Sonne scheint, es sind angenehme Temperaturen um die zwanzig Grad. Die meisten Schüler, Azubis und Lehrer gönnen sich mal eine Pause vom Alltag: genug gebüffelt, man reitet lieber mal aus oder geht mit seinen Freunden in die Stadt. Oder man bereitet sich auf das in zwei Wochen anstehende Sommerturnier vor - ganz, wie es einem beliebt.

## 10. Mai 2014 ;; 14:00, nach dem Mittagessen
## sonnig, ein paar kleine Wölkchen, 20°C
## keine Begrenzung der bespielbaren Orte
## Idee für Ideenlose: Training und Planung fürs Sommerturnier am 23.-25. Mai!
## Bitte bedenkt, dass die Erfüllung der Quests Pflicht ist!



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Logan Cunningham

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Sa Jul 09, 2016 10:27 pm

Logan war zufrieden mit dem heutigen Tag. Die Abschlussprüfungen des ersten Schuljahres standen bald ins Haus und bisher war er gut in der Zeit. Sein Lernplan funktionierte einwandfrei und die Hoffnungen des Musterschülers auf gute Noten dürfte durchaus berechtigt sein, wenngleich er sich vermutlich kurz vor den Prüfungen nicht an diesem Punkt sehen würde. Doch für den Nachmittag hatte er sich eine Zwangspause verschrieben und nach den anderen beiden Musketieren gesucht, allerdings vorläufig nur Colin gefunden. Erstaunlicherweise zeigten zumindest die Bemühungen des Sechzehnjährigen Erfolg, seinen Freund bezüglich seiner Lernerfolge zumindest ein wenig zu disziplinieren. Die Noten Colins mochten eventuell noch nicht Oberklasse sein, aber immerhin hatte er sich verbessert und die Gefahr eines erneuten Sitzen Bleibens war vorerst eliminiert.
Dementsprechend gut gelaunt hatte Logan seinen Freund und Weidehelfer gesucht, ihn kurzerhand mit sich geschleppt und an Heartbreakers Box stehen gelassen. Mit einem ungewöhnlich verschmitzten Lächeln verkündete er, dass der Hengst Bewegung nötig hätte - ebenso wie Colin selbst. Kurz darauf verschwand er in der Box seines eigenen Hengstes, der kurz den Kopf hob, dann jedoch weiter das Heu fraß. Lächelnd trat der Sechzehnjährige auf den Fuchs zu, halfterte ihn mit flinken Händen auf und führte ihn auf die Boxengasse. Innerhalb weniger Handgriffe richtete Logan seinen Gidranfuchs für den bevorstehenden Ausritt an, ging gedanklich allerdings erneut all die vielen Formeln und Gleichungen durch, die er für die Naturwissenschaften lernen musste. Unterdessen zeigte sich der Fuchs ungewöhnlich interessiert an seiner Umgebung, sodass Logan später als sein bester Freund mit dem Satteln und Trensen durch war und ein wenig durcheinander aufsaß. Sie schlugen den Weg zum neuen Ausreitgelände ein, nahmen dann allerdings die Abzweigung für die Vielseitigkeitsstrecke. Augenblicklich schien die Aufmerksamkeit des Fuchses fokussierter zu sein, die Ohren spielten energisch und Logan musste den Gidran ein wenig ausbremsen, damit dieser nicht sogleich losjagte. Offenbar benötigte er auch ein wenig Zeit abseits von Training und Lerndruck, hatte sich der Schwarzhaarige doch ausnehmend viel Zeit für die Lektionen der zuvor absolvierten Kurse genommen. Somit konnten sie durchaus Erfolge verbuchen, wenngleich Logan anfangs noch recht häufig mit dem hübschen Fuchs diskutieren musste. Auch heute schien es, als wolle er sich den Wünschen seines Reiters nicht gänzlich beugen, schüttelte schnaubend den Kopf und versuchte sich den Hilfen Logans zu entziehen. Dieser blinzelte kurz zu Colin und dessen Braunen, ehe er ein Seufzen ausstieß und gequält lächelte.

»Wie es aussieht, werde ich heute um einen ausgiebigen Galopp nicht drum herum kommen.« Allerdings hatte er ohnehin mit dem Gedanken gespielt, den Vollblüter einmal auf die Rennstrecke zu lassen und sich dort austoben zu lassen. Womöglich eröffneten sich ja vollkommen neue Wege für das Reiterpaar?
Jetzt allerdings warf er einen weiteren Seitenblick auf seinen Freund, lächelte kurz aufmunternd und versuchte die Gedanken an den umfangreichen Lernstoff zu verdrängen. Jetzt war Pause. Und als habe sich Vexillatio Phalanx in den Kopf gesetzt, dies seinem Reiter zu verdeutlichen, nahm er unzufrieden den Kopf runter, schritt energischer aus und versuchte, anzugaloppieren. Der Jugendliche maßregelte seinen Hengst, als dieser eigenmächtig antrabte und parierte wieder durch. Kurz ließ er seine blauen Augen schweifen, erkannte in einiger Entfernung ein natürliches Hindernis - ein schmaler Baum, der umgestürzt war - und wies mit dem Kinn darauf.
»Was sagst du, ab da ein Stück traben? Vex scheint heute besonders lauffreudig.« Logan verzog das Gesicht zu einer Grimasse, ehe er hinzu setzte: »Vermutlich würde er den 'Riders Cup' gewinnen. Zumindest in der 'Alt-Herren-Klasse'.« Mitnichten würde der Gidranhengst in einem hoch dotierten Galopprennen mitwirken können, immerhin war er mit seinen dreizehn Jahren im Grunde schon in Rente innerhalb des Rennsports. Allerdings zeigte er heute sehr gerne, dass auch der Fuchs ein Vollblüter war - und diese gerne ausleben würde. Ungeduldig warf Vex seinen Kopf herum, kam dabei dem Braunen ziemlich nahe und legte, als er dies bemerkte, die Ohren an. Vermutlich sollte Logan den Gidran mehr auslausten, was die körperliche Seite seines Trainings anbelangte. Wachsam hielt er ein Auge auf Vex, das andere auf Heartbreaker, denn wenngleich beide Hengste gut miteinander auskamen, heute war der Fuchs unerträglich unruhig. Der Sechzehnjährige seufzte stumm, setzte sich tiefer in den Sattel und versammelte den Hengst energisch wieder unter sich.

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Colin Dearing

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Do Jul 14, 2016 11:02 am

[OOC: Logan müsste laut Inplayzeit und seinem Geburtstag schon 17 sein Wink]

Nie im Leben hätte Colin gedacht, dass er seine Schulzeit besser als mehr schlecht als recht überleben würde. Dennoch saß er jetzt hier, und fing an, jeden Tag zwischen Schule und Reitunterricht eine Stunde freiwillig am Schreibtisch zu verbringen, um zu lernen. Das hatte er noch nie getan: er war immer derjenige gewesen, dessen "Hausaufgaben vom Hund gefressen" worden waren, weil er direkt in den Stall oder auf den Fußballplatz gerannt war. Es gab einen Grund, warum Colin inzwischen mit Logan in einer Stufe war, und nicht mehr mit Joey - er war nämlich der faulste von den dreien, und das hatte sich immer wieder ziemlich deutlich gezeigt. Und jetzt lernte er - denn auf einmal hatte er eine Motivation gefunden, weiterzumachen, dafür zu kämpfen, sich tatsächlich eine gute Zukunft leisten zu können.
Und diese Motivation war jetzt auch derjenige, der ihn nicht nur zum Lernen zu überredete, sondern auch dazu brachte, Lernpausen zu machen, wenn Colin mal wieder in einer binge learning-Phase war, und darin unterzugehen drohte. So etwas war auch heute geschehen. Er hatte Mathe gemacht - ausgerechnet Mathe, sein absolutes Hassfach! Und er hatte gerade mal wieder ein Thema verstanden und hatte das mit ein paar Küssen seines Freundes feiern wollte, als Logan auf einmal entschied, dass er jetzt Sonne sehen musste. Colin war ein bisschen überrascht davon - denn normalerweise war Logan derjenige, der von frischer Luft erstmal überzeugt werden musste. Aber beschweren würde sich der Achtzehnjährige bestimmt nicht. Stattdessen ließ er sich in den Stall und zu seinem Pferd zerren. Heartbreaker freute sich fast wie ein Hund, als er seinen Reiter im Stall sah und hörte - der arme Hengst war in letzter Zeit ein bisschen unterfordert, weil Colin so viel über seinen Büchern brütete. Umso begeisterter ließ er sich fertig machen und vom Hof reiten.
Trotz der Freude über den Ausritt - und dann auch noch in Richtung der Vielseitigkeitsstrecke! - blieb Heartbreaker überraschend ruhig. Das war ein Ding, das Colin bei seiner Ausbildung stets wichtig gewesen war: der Hengst hatte immer händelbar zu sein. Er war nunmal ein paar Mal übel gefallen, und irgendwann hatte er da einfach keine Lust mehr drauf gehabt. Also hatten sie gemeinsam so lange gearbeitet, bis Heartbreaker ruhig blieb. Heute war das natürlich schwierig - vor allem, wenn sein Weidekumpel neben ihm die ganze Zeit hin und hertänzelte wie ein junges Rennpferd kurz vor dem Start. Da ließ sich der kanadische Warmblüter auch gern mal anstecken - verständlicherweise. Colin hielt ihn einfach ruhig in der Hand, gab immer mal wieder Paraden - und hatte im Großen und Ganzen deutlich weniger Probleme als Logan. Was ziemlich gut war, denn so hatte er mehr Zeit, seinen Freund zu beobachten; auf dem Pferd hatte er immer besonders viel Ästhetik, wenn man Colin fragte.
Als Logan seinen Kommentar machte, lachte Colin auf. "Meinetwegen - wenn du Vex gehalten kriegst, wir sind direkt neben dir!", stimmte er dem Vorschlag zu. Und dann: "Bist du sicher? Ich glaube, der hat vorher keinen Bock mehr und weigert sich lieber, auch nur einen Schritt mehr zu tun!" Damit fand sich Colin natürlich unglaublich witzig - er fand es lustig, dass Logan immer noch sehr viel mit seinem Pferd zu kämpfen hatte, obwohl die Beiden schon ziemlich lange ein Team waren. Aber er verstand es auch einfach nicht so - sein erstes Pferd war ein braves, älteres Schulpferd gewesen, und dann war Heartbreaker gekommen, mit dem er inzwischen blind umgehen konnte - und das schon seit einigen Jahren. Die Geschichte von Vex und Logan war da nunmal etwas anders.


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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   So Jul 31, 2016 2:36 pm

[OOC: Oh, auch nicht schlecht ^^' Alles klar, danke, werd ich mal ändern.]

Vexillatio machte heute seinem Namen alle Ehre. Sofern es denn als eine solche bezeichnet werden konnte. In gewisser Weise erinnerte der schöne Gidranfuchs ihn an ein unausgelastetes Kind, welches den gesamten Tag über hin- und herrannte, am Abend dann allerdings erschöpf, dafür glücklich ins Bett fiel und durchschlief. Oder eben in die Box. Der Schüler würde sich selbst belügen, würde er behaupten, den Hengst nicht auch wegen seiner Marotten zu lieben. Eine davon war die Angst vor nassen Hufen, eine andere die, dass er sehr deutlich anzeigte, wenn er nicht ausgelastet war. Immer wieder nahm Logan den Fuchs zurück, musste ihn ausbremsen, doch im Grunde war ihm ein lauffreudiges Pferd mit Spaß an der Bewegung lieber als ein Pferd, welches scheintot dahin schlurfte. Mit einem gutmütigen Lächeln tätschelte er dem Fuchs die Schulter, was dieser mit einem kräftigen Schnauben quittierte.
»Ist ein Deal, du Rhinozeros. Demnächst wieder mehr Abwechslung und Bewegung.« Der Siebzehnjährige grinste ein wenig verblödet zu seinem besten Freund, was Vex sogleich auszunutzen versuchte und voran preschte. Logan seufzte, zügelte seinen Hengst und konzentrierte sich wieder auf den aufgedrehten Gidran unter sich. Kurzweilig überraschte es ihn selbst, dass er inzwischen weniger versnobt war, ein bisschen weniger der Ultranerd, nur noch der Nerd ohne Brille. Wobei seine Augen beim Lesen auch nicht mehr die Besten waren ... Einen der Gründe, wieso Logan sich ein wenig verändert und entwickelt hatte, sah der Schwarzhaarige durchaus in seinem Freund. Colin. Dessen Art hatte ein wenig auf ihn abgefärbt, anfangs hatte er sich dagegen zu wehren versucht, aber nachdem das mit ihnen ernster geworden war, hatte sich einfach alles verändert.

Logan nickte, die blauen Augen blitzen auf in Vorfreude auf etwas, was er lange schon nicht mehr wirklich hatte genießen können: Einen unbeschwerten Ausritt mit seinem besten, festen Freund. er lachte herzhaft und versuchte sich Colins Worte bildlich vorzustellen. Zahlreiche schlanke Vollblüter, darunter der eher kräftig gebaute Gidran, der sich hinsetzte wie ein Hund und keinen Schritt mehr ging. Als schrillbunter Comic entlockte es Logan dann doch nur ein kurzes, distinguiertes Schnauben. »Vermutlich. Man könnte es mit Möhren versuchen, aber da sind die jungen Hüpfer schneller als er dran.« Er grinste ein weiteres Mal, schüttelte den Kopf und nahm die Zügel ein wenig mehr auf. Augenblicklich kehrte die Spannung in Vex zurück, doch allmählich schien er sich ein wenig beruhigt zu haben. Nun spielten seine Ohren interessiert nach vorn, der Kopf war kühn gehoben und Logan lächelte zufrieden. Ein leichter Impuls genügte bereits und Vex sprang an, fand rasch seinen Takt und trabte raumgreifend voraus. Der Siebzehnjährige liebte die Gänge seines Hengstes, waren die doch zumeist angenehm zu sitzen und darüber hinaus ausgesprochen weich. Behutsam zügelte er den Fuchshengst, welcher seine Schritte ein wenig verlangsamte und Logan beschloss, ihn dieses Tempo zu lassen. Ein kurzer Seitenblick galt Heartbreaker und Colin, die, wie versprochen, sich neben ihnen hielten. Unterdessen versuchte sich Logan an den Plan der Vielseitigkeitsstrecke zu erinnern, runzelte die Stirn und wandte sich letztlich an Colin, der womöglich mehr Zeit auf dieser Strecke verbracht hatte als Logan.
»Sag mal, kennst du die Hindernisse auf der Strecke gut?« Eigentlich mochte der Dunkelhaarige es nicht, unvorbereitet in etwas hinein zu gehen, allerdings waren die natürlichen Hindernisse zumeist recht einfach und die erbauten Hindernisse gut zu umreiten, sofern kein Wert darauf gelegt wurde, diese zu überspringen. Und für heute wollte Logan es ruhig angehen lassen, auch, wenn Vexillatio diesbezüglich eine andere Meinung vertrat. Bereits jetzt spürte Logan die vibrierende Freude des Hengstes, seine Anspannung, schneller zu machen. Doch auch diese würde sich abbauen, dessen war er sich sicher. Vorläufig würde er seinem Hengst nicht die Zügel überlassen.

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Mi Aug 17, 2016 5:49 pm

Heartbreaker war ein aufmerksamer Hengst, der generell gruselige Sachen lieber intensiv untersuchte als vor ihnen wegzuschrecken. Es war eine Sache, die Colin an ihm liebte - die Tatsache, dass er nie durchging, wenn er sich erschreckte. Klar, gab es mal einen Sprung zur Seite hier und da - aber das war okay, denn der rote Hengst ließ sich schnell wieder einfangen und versammeln, und Colin konnte trotz der langen Zeit zusammen an beiden Händen abzählen, wie oft er runtergerasselt war. Er war gemacht für den großen Wettbewerb; ausgeglichen und trotzdem stets leistungsbereit, schnell und voller Sprungkraft, dabei überhaupt nicht sckreckhaft. Colin war sich sicher, dass er später, wenn er es denn irgendwann schaffte, in den großen Sport einzutreten, immer noch Heartbreaker reiten würde - und zwar so lange, bis es dem Hengst zur Qual wurde, und erst dann würde er sich ein anderes Pferd suchen.
Jetzt gerade zahlte sich Heartbreakers Gemüt auch aus - denn obwohl die beiden Hengste sich oft benahmen wie Jährlinge, wenn sie zusammen unterwegs waren, ließ sich Heartbreaker von Vexilatios Spinnereien nicht aus der Ruhe bringen. Der Rotbraune beobachtete seinen blutroten Freund, und sein Gesichtsausdruck schien geradezu zu schreien, dass der Gidran sich jetzt ruhig mal wieder beruhigen konnte. Und natürlich war Heartbreaker auch nicht so ausgelastet, wie er es sein könnte, aber dadurch Colin mit einer Platzierung aus dem anstehenden Turnier kommen wollte, hatte er sich in den letzten Wochen jeden Tag zumindest für eine Stunde in den Sattel gesetzt und trainiert - nicht immer hier draußen im Gelände, sondern manchmal auch einfach nur auf dem Springplatz, zwei Mal die Woche sogar im Dressurviereck zum Stärken der Muskeln und des Takts. Und er wusste sicher, dass Logan das an manchen Tagen deutlich weniger gemacht hatte als er.

Colin hatte so genugend Zeit, neben dem üblichen Handling seines Pferdes, das er inzwischen blind konnte, seinen besten, festen Freund zu beobachten. Als er lachte, breitete sich in Colin eine Wärme aus, die er so noch nie gefühlt hatte - nie bevor er sich offiziell in Logan verliebt hatte. Wie oft hatte Colin darum gekämpft, den ruhigen Jungen aus sich heraus zu bringen, ihn zum Lachen zu bringen, oder zu irgendwelchen mutigen Aktionen; früher, wenn er es geschafft hatte, hatte es nie so eine hohe Wertstellung gehabt wie jetzt. Im Moment hatten sie beide viel um die Ohren, viel Stress mit den Abschlussprüfungen und den Turniervorbereitungen. Und doch gab es diese Momente wie hier, mitten im Wald, wo es nur sie beide gab, und Colin Herzklopfen bekam, wenn er nur seinen Logan beim Lachen beobachtete.
"Du darfst nicht vergessen, dass die Möhre im Galopp genauso hüpft und schaukelt wie er, die würde er bestimmt bekommen."
Ein leichtes Nachgeben in den Zügeln und ein leichter Wadenimpuls reichten, um Heartbreaker mit Vex gleichzeitig anzutraben. Die beiden Hengste hatten einen ungleichen Trab - der Gidran war schwungvoller, hatte raumgreifendere Bewegungen, doch Heartbreaker war flink unterwegs, und was er an Raum nicht hatte, konnte er an Geschwindigkeit wieder gutmachen. So schafften sie es, auf gleicher Höhe zu traben, und Colin hielt den Rhythmus wie selbstverständlich. Es war einfach, mit seinem Warmblüter im Takt zu bleiben, er dachte schon gar nicht mehr darüber nach. Stattdessen rief er sich den Aufbau der Strecke wieder ins Gedächtnis. "Es geht. Als erstes kommt eine niedrige Hecke, dann ein relativ flacher, dafür aber tiefer Stapel Baumstämme. Danach noch ein Gatter, das ist auch noch relativ nah an den anderen dran, aber du hast immer mindestens zehn, fünfzehn Galoppsprünge dazwischen. Und nach dem Gatter gibt es eine lange Galoppstrecke vor so einer umfunktionierten Hundehütte, die ist schmal genug, dass du sie einfach umreiten kannst. Ich glaube, bis dahin solltest du ihn genug ausgepowert haben, dass ihr euch die Sprünge zuerst angucken könnt."
Wenn man einen Parcours mindestens einmal die Woche ging, gingen die Bewegungen irgendwann in Herz und Blut über. Deswegen machte er sich gar keine Gedanken darüber, ob Heartbreaker und er es schaffen konnten. Sie waren ein Team, das alles schaffen konnte, auch unbekannte Strecken. "Also, was meinst du? Ich kann vorreiten, und du mir hinterher?"


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Logan Cunningham

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Mi Aug 17, 2016 8:58 pm

    Es wurde mal wieder Zeit, das Training für die Distanzritte wieder aufzunehmen. Logan spürte, dass seinem Hengst die anstrengenden Distanzen fehlten, hatten sie ihm durchaus gelegen. Auch dem Schwarzhaarigen hatten diese anstrengenden Ritte gefallen, wenngleich er den Tag danach kaum noch zu etwas zu gebrauchen war. Doch die schulische Bildung und seine spätere Weiterbildung waren dem Siebzehnjährigen wichtig gewesen, hatten ihn seine Prioritäten anders legen lassen. Das Training für die langen Distanzen hatten sie allmählich abgebaut und kontinuierlich in ein neues Rahmenprogramm eingeführt, in welchem immerhin das Springtalent des Fuchses gefordert wurde. Doch das neue Training erfüllte weder Reiter, noch Pferd zu einhundert Prozent, Logan hatte es nur nicht sehen wollen. Nun galt es zu entscheiden: Sein weiterer Werdegang oder die physische und psychische Auslastung seines Pferdes an erster Stelle?
    Sein Blick glitt zu Colin. Dann gab es natürlich noch das neue, prickelnde 'Wir', das Logan ebenso liebte wie auch fürchtete. Es gab Tage, an denen der Siebzehnjährige beinahe zu wissen glaubte, dass ihre Beziehung ihn in den Ruin treiben würde - doch dann gab es wiederum die Tage, an denen er nicht glaubten konnte, dass soetwas ... Gutes tatsächlich etwas Schlechtes nach sich ziehen würde. Er straffte die Schultern, hörte das leise Rascheln, noch ehe Vexillatio den Satz seitwärts tat und saß etwas tiefer ein, fasste die Zügel nach und saß den nervösen Seitensprung des Hengstes gekonnt aus. Mit spielenden Ohren sah der Gidran einem auffliegenden Vogel nach, schnaubte hart und strebte wieder vorwärts. Colins Antwort ließ ihn sich wieder ein wenig entspannen und lächeln - ganz gleich, wie sehr ihn die derzeitige Situation an seine geistigen Grenzen brachte, der Achtzehnjährige vermochte ihm beinahe immer ein Lächeln aufs Antlitz zu zeichnen. Als habe er die einsetzende Entspannung seines Reiters nun auch endlich erspürt, schnaubte Vexillatio kräftig, schüttelte den Kopf, sodass die Trense klirrte und begann sich selbst ein wenig zu entspannen. Zufrieden kaute er auf dem Gebiss, genoss die Trabeinheit, die sie vor Ewigkeiten nahezu täglich trainiert hatten, um für den nächsten Distanzritt in Form zu sein. Die blauen Augen des Jungen blitzten erfreut auf, während er über den warmen Hals seines Pferdes strich und das Gefühl des weichen Fells unter seinen Fingern genoss. Ihm wäre es nie begreiflich, wie sich ein Mensch diesem Sport entziehen konnte - Reiten bedeutete Freiheit, Vertrauen und nicht selten auch einmal Grenzen. »Das wäre doch mal etwas - ein alter Klepper, der mit Hilfe einer Möhre vor allem Anderen ins Ziel geht.« Liebevoll strich er dem Hengst über die Mähne, ehe er der Ausführung Colins genau lauschte. Wie erwartet kannte sein Freund die Streckte tatsächlich besser als er, dass er sie allerdings so gut im Kopf hatte, ließ Logan dann doch argwöhnisch zur Seite sehen, geradewegs in das markante Gesicht des Älteren. Logan verlor sich in dessen Gesichtszügen, in der Erinnerung daran, wie viele Nuancen die Augen des Anderen annehmen konnten, wie zärtlich sie ihn ansehen konnten und im nächsten Augenblick wieder erfüllt von Schalk waren.

    Kopfschüttelnd versuchte er sich wieder zu konzentrieren. Beinahe war es ihm, als wolle Vex belustigt zu ihm hinauf sehen, als wüsste er, dass Logan dieses Mal nur die Hälfte des Gesagten tatsächlich aufgenommen hatte. Die andere Hälfte ... nun, die hatte er den eingehenden Studien eines außergewöhnlichen Exemplares an Mensch gewidmet. Oder so ähnlich ...
    »Also, niedrige Hecke, Baumstammstapel, Gatter ... Hundehütte?« Moment, es gab eine Hundehütte auf der Strecke? Bei Gott, Logan konnte förmlich spüren wie ihm die Hitze vom Hals ins Gesicht kroch. Er hatte nicht aufgepasst und nun hatte er es unbewusst auch noch laut zugegeben. Immerhin, die letzte Frage Colins hing ihm noch ein wenig im Kopf, sodass er mechanisch nickte und die Beine etwas mehr zusammen nahm. Unwillig nahm sein Hengst den Kopf empor, drängte vermehrt vorwärts und Logan verringerte den Druck. Augenblicklich beruhigte sich der Gidranhengst, passte sich kurzweilig den Takt von Heartbreaker an und der Siebzehnjährige sah wieder einmal zu Colin. Mit einem kurzen Kopfnicken signalisierte er ihm, dass sie ihnen folgen würden. »Na, dann mal los. Lasten wir das alte Rennschwein ein bisschen aus.« Besagtes Rennschwein schnaubte empört.

    [Colin mit Heartbreaker # Gedanken # Unterhaltung # Vex]



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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Di Okt 18, 2016 9:53 am

Colin brauchte Logan inzwischen nichtmal mehr die gesamte Zeit zu beobachten, um zu wissen, was Logan tat und dachte. Genau in diesem Moment wusste der Ältere, dass seine bessere Hälfte sich zu viele Sorgen machte, obwohl das eigentlich eine Möglichkeit gewesen wäre, abzuschalten und mal über was anderes nachzudenken. Oder auch über gar nichts. Aber das war natürlich wieder typisch Logan - der hatte immer irgendwas, über das er nachdenken musste; er war nicht gedankenlos und impulsiv wie Colin. Das war was Gutes. Eigentlich. Nur jetzt in diesem Moment nicht so perfekt. Colin wusste auch, dass Logan ihm, nachdem er aufgeblickt hatte, nicht mehr folgte - was Colin seinem heute mal fantastischen Aussehen zuschrieb, und so sein Grinsen noch etwas schiefer legte, um Logan noch mehr aus dem Gleichgewicht zu bringen. Es war ein Spiel, das er immer noch genoss, obwohl der Jüngere schon lange nicht mehr so einfach aus dem Gleichgewicht zu bringen war wie am Anfang.
Logans verdutzte Frage über die Hundehütte brachte Colin zum Lachen, was Heartbreaker mit einem kleinen Tempoanzug quitterte - wahrscheinlich hatte er sich ein bisschen erschrocken. Doch Colin hatte ihn sofort wieder, und konnte es kaum erwarten, ihn nicht mehr haben zu müssen, weil sie endlich laufen konnten. Er vermisste den Wind in seinem Gesicht und die Mähne an seinen Händen, den rhythmischen Tanz aus Galopp und Sprung. Er hatte wirklich die letzte Zeit zu viel in der Bude gehockt, Logan hatte recht. "Ja, eine Hundehütte, mein Süßer", sagte er vergnügt, ohne den Kosenamen überhaupt zu bemerken. "Aber wie gesagt, die kannst du umreiten - Pferde erkennen sie nicht als Sprung, bis sie nicht ein paar Mal drüber gegangen sind." Das war manchmal auch eine wichtige Voraussetzung für Colin - wenn Heartbreaker ihm zu sehr davon schoss, konnte er seinen Hengst einfach laufen lassen, drum herum lenken, und erst bei Runde zwei die Hütte mitnehmen.

"Okay, dann wollen wir mal!"

Colin gab in den Zügeln leicht nach, erhöhte den Druck seiner Beine nur ganz eben, und schon sprang sein Warmblüter mit einem kräftigen Satz an. Er stand heute gut am Zügel, leicht am Bein. Obwohl Colin seinen Hengst sofort fleißig laufen ließ, war der relativ ruhig unterwegs - er schnaubte brav ab, blieb in der Anlehnung. Er machte eine richtig gute Figur, die ihm sicherlich in zwei Wochen auf dem Turnier zugute kommen würde. So machten sie sich auf zum ersten Sprung; der lag hinter einer leichten Linkskurve, die Colin eng nahm, um Logan hinter sich Platz zu lassen, der vermutlich noch schneller unterwegs war - die Kurve würde Colin weniger Zeit kosten, und so den Abstand nicht verkleinern, als wenn Logan die gleiche Spur ritt wie er.
Die Hecke zog sich - wie auf der Rennbahn - über die gesamte Breite des Reitweges, wenn sie auch an den Seiten so flach war, dass ein Pferd in normalem Tempo ohne groß mit der Wimper zu zucken durch oder drüber treten konnte. Colin dagegen zielte genau auf die Mitte der Hecke, und Heartbreaker machte einen freudigen Satz darüber, der hoch genug war, um es in einem S-Springen über den Steilsprung zu schaffen. Gefühlt jedenfalls. Colin war nur ein kleines bisschen überrascht und aus der Balance geworfen, doch er quittierte es mit einem freudigen Lachen und ließ seinen Hengst auch ein bisschen schneller werden, als es in die Rechtskurve zum Baumstapel ging.
{ Parcours mit LOGAN }

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   So Okt 23, 2016 3:19 pm

Logan spürte das Pulsieren des lebendigen Pferdekörpers unter sich. Vexillatio genoss den frischen Wind um die Nüstern sichtlich, reckte immer wieder den Kopf empor, als wolle er mehr von den verschiedenen Gerüchen haschen. Der Siebzehnjährige blinzelte irritiert, als Colin - offenbar amüsiert über den Dunkelhaarigen - laut auflachte und kurz danach seinen Hengst wieder einfing. Sie waren ein eingespieltes Team, welches auch im Parcours eine gute Figur abgab und sich darin bestätigten, wie sie miteinander arbeiteten. Logan indess spürte die drängende, explosive Unruhe seines Vollblüters deutlich unter sich, konnte sich allerdings nur halb auf ihn konzentrieren. Der Siebzehnjährige konzentrierte sich nun vermehrt auf die Ausführungen seines Freundes, welcher ihm das Prinzip der Hundehütte erklärte. Nun, sei's drum. Den wichtigsten Punkt hatte der Jugendliche vorläufig abgespeichert, ahnte er doch, dass die Galoppstrecke kurz nach dem Gatter (und vor der Hundehütte .. wer stellte eine Hundehütte dort hin? Logan verstand es einfach nicht) noch notwendig werden würde.

Colin gab das Zeichen zum Start und galoppierte problemlos an. Vex, der seinen Kumpel bereits voranpreschen und verschwinden sah, legte gereizt die Ohren an und nickte heftig mit dem Kopf, als Logan ihn wieder einzufangen versuchte. Sein Freund nahm die Linkskurve recht eng und diesen Moment der Unaufmerksamkeit nutzte der Fuchshengst. Logan spürte noch, wie sich die Muskeln unter ihm sammelten und spannten, dann machte der Gidran einen kräftigen Satz nach vorn und preschte los. Der Wind peitschte ihm ins Gesicht und schnitt ihm in die Hände und den Hals, peitschte ihn einzelne Blätter ins Gesicht. Angespannt und mit wild klopfendem Herzen passierten sie das andere Reiter-Pferde-Paar und jagten an diesen vorbei. Als Vexillatio die Hecke entdeckte, zögerte er lediglich kurz, danach machte der Hengst einen kräftigen Satz und Logan hatte alle Mühe, seinem wild gewordenem Pferd nicht wild in den Rücken zu fallen. Die letzten Springstunden lagen ein wenig zurück und Logan fühlte sich nicht sicher genug, um nicht eventuell doch einen Sprung unfreiwillig auszulassen und den Boden zu küssen. Mit angespannter Miene verkürzte er die Zügel, blickte unter seinem Arm hindurch zurück zu Colin und Heartbreaker und fühlte die Scham sein Gesicht röten. Kurz blickte er wieder nach vorn, entdeckte das nächste Hindernis - den Stapel Baumstämme, an welchem Vexillatio kurzerhand vorbei schoss und mit angelegten Ohren auskeilte. Seine eigene Unruhe übertrug sich auf den Fuchshengst und Logan entschloss sich dazu, den Hengst bestmöglich auszupowern - in der Hoffnung, Colin würde nicht schlechter von ihm danach denken, drehte er sich nur halb herum und rief ihm entgegen, die Hände fest im Mähnenkamm des Gidrans: »Bis zur Hundehütte! Wer schneller ist!« Danach nahmen sie noch ein wenig strauchelnd das Gatter, welches Vexillatio mit den Hufen berührte, bevor Logan ihm die Zügel hingab. Er kannte den dreizehnjährigen Hengst gut genug, um zu wissen, dass dieser eine kräftezehrende Galoppstrecke benötigte, um nach all den langweiligen Trainingstagen ein wenig Dampf abzulassen. Logan bemühte sich also schlicht im Sattel zu bleiben, hielt eisern Zügel und Mähne fest, während sich der geschmeidige Körper des Pferdes weiter nach vorn streckte und davon jagte. Das stete Trommeln der Hufe auf dem weichen Boden ließ Logan ein wenig klarer denken, die Situation ein wenig besser einschätzen können. Sein Hengst lief nicht unsauber oder begann zu lahmen, eine der größten Sorgen des Siebzehnjährigen bei seinem lauffreudigen Rassepferd. 'Verzeih mir, Phalanx. Ich hab über das ganze Lernen vergessen, dass du Rennenmanchmal brauchst wie der Mensch den Sauerstoff.'
Das Gatter war nun schon etliche energiegetriebene Galoppsprünge weit hinter ihnen, Logan wusste nicht einmal, wie es um Colin und Heartbreaker stand, doch die besseren Zeiten des Gidrans waren schon etwas her und Vexillatios Sprünge verringerten sich ein wenig. Logan spürte sein eigenes, wild klopfendes Herz und das des Hengstes zwischen seinen Knien, welches beinahe ebenso schnell schlug. Die erste Energie schien verbraucht, der Fuchs ließ sich ein wenig besser regulieren und statt dem Jagdgalopp ließ sich der Gidran in einen etwas ruhigeren Galopp bringen. Der Dunkelhaarige lockerte ein wenig seine verkrampften Finger aus dem Mähnenhaar, spürte die aufsteigende Hitze vom Pferdehals in seine vor Kälte starren, klammen Finger kriechen und atmete einmal tief ein und wieder aus. Allmählich spürte er die Nachwirkungen des Adrenalins. Und er begann sich furchtbar für sein Versagen zu schämen.

[Mit COLIN auf der Strecke # Vex geht durch {Quest #1} # Jagdgalopp # beschämt]

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Fr Nov 04, 2016 8:07 am

» Plot 10: das Sommerturnier
+ Tag der offenen Tür


Wie im Nu vergeht die Zeit. Der Sommer klopft schon an der Tür, und für die Auszubildenden stehen die Jahresabschlussprüfungen vor der Tür, so wie für die Schüler die letzten Klausuren des Schuljahres. Bald ist es an der Zeit, die fast drei Monate langen Sommerferien einzuläuten, und den Hof zu verlassen - doch davor gibt es noch ein weiteres Highlight: ein Sommerturnier auf dem Hof, wo Schüler, Auszubildende, Mitarbeiter und Lehrer zeigen können, was sie drauf haben! Es gibt Reitprüfungen in allen Disziplinen, es sind zahllose Reiter aus der Umgebung eingeladen worden - denn das Turnier dient auch gleichzeitig dem Werbezweck fürs kommende Schuljahr, und ein Tag der offenen Tür findet gleichzeitig statt.

Wir spielen den Samstag des dreitagigen "Wochenendes der offenen Tür" - Freitag hatte es eine Grillparty gegeben, und für den Sonntag haben die Hofbewohner mit ihren vierbeinigen Freunden einige Vorstellungen und kleine Shows vorbereitet, um zu zeigen, was sie am Workshopwochenende oder generell in ihrem Jahr auf der Ranch gelernt haben. Samstags finden die Turniere an sich statt, auf die sich alle freuen. Das Wetter spielt super mit, es ist kaum eine Wolke am Himmel zu sehen, und der späte Mai zeigt sich von seiner besten Seite. Um die Reitplätze und die Angebotsstände ist es voll, und es gibt unzählige interessante und vor allem kauffreudige Besucher! Wer wird das Turnier wie abschneiden, wer nimmt eine Schleife mit nach Hause? Wer bekommt es mit nervigen Touristen zu tun, wer mit einem ambitionierten Möchtegernreiter? Was passiert? Funktioniert alles? Oder geht es total in die Hose? Seid gespannt!


## 24. Mai 2014 ;; 10:00, Turnierbeginn
## sonnig, 24°C
## keine Begrenzung der bespielbaren Orte – allerdings wird in den einzelnen Plotposts angegeben, was wo stattfindet (z.B. beim Springplatz stehen nur die Springstarter, usw.)
## jede Turnierteilnahme wird in einem Post bespielt! Bitte schmückt auch die Vor- und Nachbereitung der Pferde nicht zu weit aus, sonst eskaliert es nur.
## jeder, der sich für einen Stand eingetragen hat, sollte auch seine Zeit daran "absitzen": dadurch sind die Postgruppen abgedeckt!
## wer sich noch für irgendeine Disziplin nachtragen möchte, meldet sich bitte kurz bei Katha oder Moon!
## Wer einen Besucher oder eine Besuchergruppe spielen möchte - für seine eigene Postinggruppe oder um eine andere zu ärgern -, meldet sich bitte bei den Admins für das NPC-Account-Passwort!
## Bitte bedenkt, dass die Erfüllung der Quests Pflicht ist!



» Vielseitigkeitsprüfungen


12:30 || M-Vielseitigkeit:
Colin Dearing (Corado's Heartbreaker)
Levana Renouard (Ashanty petite fleur rêve)
Kyle Davison (Cornet Iblis)
Lena Laress (Raven Eclipse)
Damien Lewis (Lorenzo Charming Dancer)




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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Sa Apr 08, 2017 8:53 am

» Plot 10: das Sommerturnier
+ Tag der offenen Tür


## ZEITSPRUNG: es ist jetzt 11:30
## alle Charaktere haben sich bei den Ständen eingefunden, wofür sie eingetragen sind. Ausnahmen bilden die 11:30/12:00/12:30 Starter, die dürfen auch die Vorbereitung ihrer Pferde beschreiben.
## es wird jetzt mit dem M-Springen weitergehen und danach nur eine kurze Zeit für andere Posts geben, bevor es mit den Western-Disziplinen und dann mit der Vielseitigkeit weitergeht
## jede Turnierteilnahme wird in einem Post bespielt! Bitte schmückt auch die Vor- und Nachbereitung der Pferde nicht zu weit aus, sonst eskaliert es nur.
## ihr dürft jetzt gern neue Postinggruppen bilden, immerhin überspringen wir eine Stunde Zeit
## wer sich noch für irgendeine Disziplin nachtragen möchte, meldet sich bitte kurz beim Spielleitungsaccount!
## Wer einen Besucher oder eine Besuchergruppe spielen möchte - für seine eigene Postinggruppe oder um eine andere zu ärgern -, meldet sich bitte bei den Admins für das NPC-Account-Passwort!
## Bitte bedenkt, dass die Erfüllung der Quests Pflicht ist!



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Colin Dearing

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Klasse : Durch zweimaliges Sitzenbleiben steckt er immer noch in der MITTELSTUFE fest. Das findet er überraschenderweise weniger schlimm als andere.
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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Do Okt 19, 2017 12:24 pm

Heartbreaker war ein intelligentes Pferd. Der dunkelrote Hengst merkte natürlich, dass er eingeflochten war, und die anderen Pferde auch, und dass ganz viele Leute da waren, die er gar nicht kannte. Dadurch konnte er auch leicht erkennen, dass heute offensichtlich ein Turnier stattfand. Die Sache war, Heartbreaker war eine größere Rampensau als sein Besitzer. Kaum war Colin im Sattel gelandet, plusterte der Warmblüter sich auf und begann, herumzutänzeln. Auf dem Abreiteplatz hatte Colin seinen Spaß mit dem Hengst, bekam ihn aber nach einiger Arbeit dazu überredet, sich wieder zu konzentrieren. Colin ritt den Hengst schon lange, hatte ihn schon oft vorgestellt - er kannte die Macken seines Partners nur allzu gut, und wusste damit umzugehen. Es war auch okay, dass Heartbreaker es eilig hatte, zum Startpunkt der Strecke zu kommen; Colin erlaubte ihm einen Galopp, sodass sie beide wieder in den Rhythmus kamen. Im Startbereich hatten sich einige Menschen gesammelt, um die Starts zu beobachten, und einige davon schienen Helfer zu sein, die die Pferde im Notfall festhalten sollten. Colin wollte das nicht. Sollte Heartbreaker doch tänzeln, sollte er doch Mucken machen - es würde ihn umso motivierter im Parcours machen.
Als das Startsignal ertönte, verblasste die Welt um Colin. Die Hinterhand des muskulösen Hengstes katapultierte das Paar mit der Startnummer 1 nach vorn, und jeder Gedanke, der nicht mit dem Reiten zu tun hatte, verschwand aus dem Kopf des jungen Mannes. Stattdessen hatte er die Strecke, die er noch vor kurzer Zeit abgelaufen war, im Kopf - und ritt sie strategisch ab. Bei dem ersten Sprung, der breiten Hecke, hatte er Breaker etwas zu sehr laufen lassen, und sie streiften die Hecke; nichts, was ihnen Punktabzug bringen würde. Auch die Heuballenpyramide und den Baumstamm schaffte er ohne Probleme. Vorm ersten Wasser wollte sich der Hengst erst nicht wirklich einfangen lassen, aber dann merkte er doch, dass es sonst etwas gefährlich werden würde. So konnten sie das Tempo für den tiefen Einsprung genug reduzieren, hatten aber noch genug Sprung, um danach die Treppe hinaufzukommen mit ihren zwei Ebenen aus dem Wasser heraus. Nach der ersten Kurve folgte eine längere Galoppstrecke, auf der er Heartbreaker laufen ließ - der Hengst war gerade warm geworden, und hatte genug Ausdauer, um das rasante Tempo, dass sie anschlugen, ohne Weiteres durchzuhalten.
So ging es dann auch weiter. Colin und Heartbreaker fegten durch den Parcours, und auch, wenn sie bei der einen Wahlstelle die etwas längere Strecke nehmen mussten, weil Colin wusste, dass Heartbreaker sonst mit seinen langen Galoppsprüngen nicht über die Hütte am Ende kommen würde, verloren sie kaum Zeit. Das zweite Wasser spritzte auf, als sie hindurchpanzerten, und als die beiden Jungs am Ende im Ziel ankamen, schäumte Heartbreaker, und Colin strahlte. Es war womöglich die beste Runde, die er und sein Partner jemals gelaufen waren.
Stellte sich also heraus, dass Logans Küsse doch Glück brachten.


{ cf.: Stall | Geländeritt | tbc.: Stall }

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Levana Renouard

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Do Okt 26, 2017 8:37 pm

Levana war etwas nervös vor ihrem zweiten Ritt. Aber das war sie meistens, das legte sich bei ihr meist beim Reiten. Immer noch trug sie ihre Turnierkleidung und Shan war noch eingeflochten. Die Stute hob den Kopf als das Mädchen die Stallgasse betrat. Sie bürstete die Stute nur nochmals schnell über, ehe sie Sattel und Trense anlegte. Auch Bandaschen wickelte sie um die schlanken Beine ihrer Stute. Shan schnaubte leicht und schlug mit dem schweif. Ehe Lev die Zügel nahm und mit der braunen Stute hinüber zur Vielseitigkeitsstrecke lief. Sie sah schon Colin stand schon am Stark und auch Kyle schien schon ganz heiß auf den Ritt zu sein. Immer noch schlug der 13 jährigen das Herz bis zum Hals. Sie schluckte den Klos in ihrem Hals hinunter und schwang sich auf ihre Stute und ritt sie das letzte Stück zum Warmreiteplatz.

Nach nur mal gefühlten zwei Runden auf dem Platz wurde die Nummer 2 aufgerufen. Lev wandte ihre KWPN Stute ab und ritt sie zum Start. Shan schnaubte und tänzelte leicht an der Startlinie und Lev hatte Schwierigkeiten die Stute überhaupt ruhig zu bekommen und hätte fast einen Frühstart hin gelegt. Als dann das Starksignal ertönte Flog sie gleich einem Pfeil los und die ersten Meter flogen nur so dahin. Doch Lev musste die Stute etwas zügeln sonst wäre sie über das erste Hindernis nicht hinüber gesprungen sondern geflogen und das nicht im positiven Sinne. Sie zügelte ihre übermütige Stute, doch sie musste ein paar Mal nachfragen bis Shan ihr wieder zuhörte.

Lev hatte ihre Stute wieder unter Kontrolle und sie übersprangen die breite Hecke ohne Probleme. Auch die Heuballenpyramide und den Baumstamm schafften sie. Shan war erhitz und es war gut das es die ein oder andere Galoppstrecke gab, wo die Stute etwas Energie los werden konnten. Vor dem Wassergraben mit der Treppe zügelte sie Stute wieder etwas und sie meisterten dieses Hindernis ohne größere Probleme. Lev musste sich zügeln um ihre Stute nicht jetzt schon zu Loben. Sie schienen nur so über den Platz zu fliegen und doch war alles was die beiden Taten kontrolliert. Die 13 Jährige entschied sich für die etwas kürzere Strecke, das sie wusste, dass Shan zwar ein gutes Springpferd war, aber nicht so viel Ausdauer besaß.

Die letzten Hindernisse die sie übersprungen hatten waren kein Problem. Shans Beine waren nass von den Wassergräben die sie durchritten hatten und ihr Fell klebte vor Schweiß. Doch es war noch nicht geschafft. Ein Steilsprung stand noch an und vor dem Ziel gab es noch eine Hütte, welche sie überspringen musste. Lev hatte das Gefühl das es noch eine Ewigkeit dauern würde, bis sie durch Ziel kamen. Gerade übersprangen sie den Steinsprung und da passierte es. Die Stange landete mit einem lauten Knall auf dem Boden, was Shan mit einem leichten Buckler kommentierte und dann im gestreckten Galopp weiterfegte. Nur mit Mühe und Not kamen sie über die Hütte, da sich Lev etwas verschätz hatte und so hörte man ein leichtes klocken an der Hütte.

Wieder ertönte ein Signal, doch Lev war nicht zufrieden mit ihrem Ergebnis. Sie Atmete tief durch und ritt die Stute noch kurz trocken. Sie hörte nicht mehr, was um sie herum passierte. Sie war deprimiert, das konnte sie doch besser, schalltete sie sich selbst. Doch etwas nützte nichts. Sie brachte die Stute zurück in den Stall. Wo sie absattelte und abtrenste, ihr die Beine Abspritzte und sie dann noch etwas durch die Gegend Führte. So verschwitzt wie sie war, wollte sie die Stute nicht gleich wieder in die Box stellen.

[Stall | richtete Ashanty | Vielseitigkeitsritt | Enttäuschung | führt Ashanty trocken]

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Kyle Davison

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   So Okt 29, 2017 2:32 pm

Aufregung war nichts, was Kyle aus der Ruhe brachte. Er für seinen Teil brauchte das Adrenalin, das in seinen Adern pulsierte, um richtig auf Touren zu kommen. Er stand immerhin nicht umsonst auf Extremsportarten und war sich weder für Bungee-Jumping noch für Fallschirmspringen zu schade. Angst war für den Bereiter ein Fremdwort - zumindest wenn es um den Sport ging. Und andernfalls hätte er das auch niemals zugegeben. Sein weißer Hengst dagegen spürte die aufgeladene Atmosphäre auf dem Hof überdeutlich und während Iblis zuvor auf einem Zuchthof und in einem Ausbildungsstall gelebt hatte, wo regelmäßig Trubel und Turniere stattgefunden hatten, so war es hier doch etwas vollkommen fremdes für ihn. Die Horizon Ranch war eben auch in den Augen des Obolensky-Nachkommen kein Ort des großen Publikums. Ein wenig irritiert, aufgrund der zahlreichen Menschen, tänzelte er an der Seite seines Reiters aus dem Stall hinaus, der Phönix und Filou in Catalinas Obhut gegeben hatte. Im Freien spürte er dann die vielen Augenpaare auf sich ruhen, die über den Hof strichen, auf der Suche nach etwas zu Essen oder auf dem Weg zu den Infoständen. Der Kanadier bemühte sich um eine beherrschte und gelassene Miene, kam aber nicht umhin ein paar unwissende Eltern anzuraunzen, dass sie gefälligst Abstand von seinem Pferd halten sollten. Manche glaubten offenbar tatsächlich, dass das hier der Streichelzoo war. Immerhin hielten sich die meisten zurück und bedachten den schneeweißen, tänzelnden Hengst nur mit großen Augen und einem gelegentlichen 'Ahhh' oder 'Ohh'.
Endlich am Abreiteplatz angekommen, durfte Kyle feststellen, dass dieser schon gut voll war. Sowas liebte er ja! Nicht. Er unterließ es, jeden zu grüßen, stellte sein Pferd stattdessen in die Zirkelmitte und gurtete nach. Iblis hatte offenbar beschlossen, sich von der Atmosphäre anstecken zu lassen und wurde zunehmends unruhiger. Kyle hatte Mühe ihn zu halten, denn auch wenn er trainiert war, hatte Iblis ihm einige hundert Kilo entgegenzusetzen. Schließlich kam er dann aber doch in den Sattel, als der Weiße auch schon loslief und mit zackigem Schritt seine Aufwärmrunden liefen. Seine Hals wippte aufgrund des eiligen Ganges und seine Mähne hätte es auch getan, wenn Jim zuvor nicht beschlossen hätte, ihn einzunähen. Kyle musste leicht schmunzeln wegen des Übereifers seines Kumpels. Jim meinte es immer nur gut, aber vielleicht war an ihm vorbeigegangen, dass die Vielseitigkeitsprüfung hier auf der Ranch nur aus der Geländestrecke bestand und auf die Dressur verzichtet wurde. Doch er würde sich nicht über Jim beklagen, immerhin war dieser ihm dann doch eine Hilfe gewesen, den Schimmel strahlendweiß zu bekommen, sodass er nun aussah, als hätte man ihn mit Persil gewaschen.

Als erster Reiter wurde Colin aufgerufen, ehe Levana an den Start ging. Kyle nahm ein paar kleine Sprünge zum Einspringen, dann war es auch für ihn an der Zeit, sich auf den Weg zum Start zu machen. Zuvor hatte Iblis auf dem Platz noch ein wenig gebuckelt, doch das war wohl seiner eigenen Aufregung zuzuschreiben. Er war eben doch noch kein alter Hase im Sport, wobei man meinen sollte, er sei stimmungsvollere Orte gewohnt gewesen. Levana schoss mit ihrer braunen Stute gerade los, als der Start in Sicht kam und Iblis war versucht, dem anderen Pferd hinterherzujagen. Aber sein Reiter bekam ihn gehalten. Gurtete noch einmal nach, tauschte sich kurz mit dem Streckenplaner noch einmal aus, ehe es auch für ihn hieß: Bereithalten. Er nahm die Zügel kürzer, woraufhin sich Iblis augenblicklich anspannte. Er liebte das Gelände ebensosehr wie die großen Springarenen. Und bei der Konkurrenz sollte man meinen, dass ihnen der Sieg sicher war, doch Kyle wollte sich nicht zu früh freuen. Die Strecke war nicht allzu schwierig und er hatte sich eine gute Taktik zurechtgelegt. Blieb zu hoffen, dass diese nun aufging.
Der Startschuss ertönte.
Der Pferdekörper zuckte zusammen.
Alle Muskeln waren angespannt, ehe die kräftige Hinterhand sie nach vorne katapultierte.
Sprung um Sprung wurde der Galopp raumgreifender, sie nahmen rasch an Fahrt auf. Schon jetzt spürte Kyle die Welt um sich herum nicht mehr. Die Sicherheitsweste, die ihn sonst so nervte, spürte er nicht mehr, der Helm, den er so selten trug, nervte nicht mehr. Da waren nur noch Iblis und er - und der erste Sprung. Zügeln, Zügeln. Wo war die Bremse? Iblis raste. Kyle setzte eine heftige parade ein, damit der Hengst wieder aus seinem Wahn herauskam und tatsächlich ließ er sich wieder auf die Zusammenarbeit ein. Trotzdem würde der erste Absprung nicht perfekt werden und sie einige Milisekunden kosten. Die Hecke war überwunden, dann kamen die Heuballen. Sie waren hoch aufgetürmt und der sonst so unerschrockene Hengst, zögerte kurz, aber Kyle gab ihm rasch einen Impuls nach vorne und das Pferd entschied, sich auf seinen Reiter zu verlassen. Diesmal passte der Abstand besser, aber er war noch lange nicht perfekt. Der Baumstamm würde ihnen Gelegenheit geben, Zeit gutzumachen, denn diese Sprünge beherrschte Iblis im Schlaf und übersprang ihn auch jetzt mühelos. Anschließend ging es auf die Galoppstrecke, wo er Iblis würde laufen lassen können. Der große Hengst würde hier seine Schnelligkeit unter Beweis stellen und Kyle drückte sich eng an den Hals seines Pferdes, gab ihm die Zügel vor und donnerte ihn halsbrecherischem Tempo mit dem Schimmel dahin, als auch schon das erste Wasser in Sicht kam. Im Gegensatz zu vielen anderen pferde, waren Wassergräben eines der Steckenpferde von Iblis. Er preschte regelrecht hinein, als erfreute er sich an den aufspritzenden Wassertropfen, schnaubte zufrieden und katapultierte sich und den Reiter dann aus dem Wasser hinaus über den Aufwärtssprung, ehe es auf die Bahnhindernisse zuging. Die leichten Stangen flogen oft sehr schnell herunter, sodass Iblis groß würde springen müssen. Das kostete natürlich Kraft, aber Kyle wusste um die Ausdauer seines Pferdes, die gut in Schuss war. Es stellte kein problem dar, den Hengst geschickt darüber zu dirigieren, da er nun den Befehlen seines Reiters lauschte udn gespannt war, was dieser als nächstes vorhatte. Wie sollte es anders sein, entschied sich Kyle natürlich icht für den Angsthasenweg, sondern nahm die Abkürzung durch durch das zweite Wasser, wo es es einen tiefer liegenden Einsprung gab. Iblis strauchelte kurz, hatte offenbar die Tiefe nicht kommen sehen, fing sich dann aber rasch wieder, während Kyle seine Zügel ordnete und ihn dann regelrecht auf der Hinterhand um gut 45 Grad wendete, um zum Aussprung zu kommen.
Das Schnauben des Hengstes begleitete ihn den Rest des Weges, der nicht mehr allzu lang war. Schnell waren sie an den letzten Sprüngen angelangt, auf die Iblis immer noch zuzog, als wäre er noch kein einziges Hindernis gesprungen. Kyle fragte kurz seinen Gehorsam ab, versammelte ihn, nahm den Steilsprung aus der Kurve und dann heizten sie schon auf die Hütte zu. Noch einmal gab Kyle Iblis das Bein, damit er weit sprang und der Schimmel streckte sich unter ihm, als wolle er einen Canyon überfliegen. Sie segelten regelrecht ins Ziel, wo die Zeit gestoppt wurde, der Hengst aber noch weitergaloppierte, um auszulaufen. Er pumpte ordentlich und würde seine Zeit brauchen, um herunterzukommen, doch er hatte ordentlich an Tempo vorgelegt. Aber was hatte Kyle anderes erwartet? Er trainierte dieses Pferd seit letztem Jahr für weitaus schwierigere Strecken.

{Warmreiten | Ritt | ->STALL}

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Ira Dialo

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Mo Okt 30, 2017 6:24 pm

Ira war nachdem er Rebeccas Schicht beim Ponyreiten übernommen hatte zu seinem Hengst Magic Mirror gegangen. Der Auszubildende freute sich auf auf die Geländestrecke, doch auch wenn er Ehrgeizig war rechnete er sich nur geringe Chancen aus.
Sein Perd und er waren ein gutes Team, doch waren sie zusammen noch recht unerfahren, das musste Ira sich einfach eingestehen.
Im Stall tobte der Bär. Es waren viele Schaulustige, welche die Mitarbeiter bei der Stallarbeit behinderten und viele Reiter, welche von ihrem Ritt zurückkamen oder sich wie der tätowierte Mann vorbereiten wollten.
Magic Mirror wurde nur nochmal schnell übergeputzt bevor er gesattelt und getrenst in der Stallgasse stand. Noch war der 10 jährige Hengst entspannt, aber Ira wusste das es spätestens auf dem Abreiteplatz anders aussehen würde. Magic hatte eine entspannte Ausbildung hinter sich gehabt und war noch nicht so oft auf Turnieren vorgestellt worden, weshalb er sich noch an die ganze Atmosphäre gewöhnen musste.
Zielstrebig und ohne die anderen Teilnehmer großartig zu beachten führte der braunhaarige Mann sein Pferd in die Mitte des Abreiteplatzes und stieg auf. Sein Hengst trippelte Anfangs unter ihm herum, es dauerte ca. 5 Minuten bis er entspannter seine Bahnen zog.
Zwischen Ira und Kyle lagen 3 Reiter welche von Außerhalb kamen, so konnte Ira noch das sehr gute Ergebnis des Bereiters mitbekommen. Nun lag es an Ira zu zeigen was diese Schule bieten konnte an reiterlichen Erfolgen. Außerdem wollte der angehende Bereiter seinem Ausbilder beweisen das er gut genug für dieses Internat war.
In der Startbox angekommen spitzte Magic Mirror schon die Ohren bevor er automatisch beim Startsignal mit einer großen Galoppade davon flog. Der Hengst war gut an den Hilfen und war auch sehr gut drauf, das merkte der Mann auf seinem Rücken sofort. Spielerisch leicht überflogen sie die ersten Rhythmussprünge. Rechtzeitig vor den Sprüngen nahm Ira seinen Hengst auf und brachte ihn gut auf die Hinterhand bevor er ihm nach den Sprung wieder genug Freiheiten gab um groß und stark nach vorne zu Galoppieren.

Die Zuschauer spornten den jungen Mann auf dem Pferd an und auch wenn es sehr gut lief und Pferd und Reiter unter höchster Konzentration waren unterlief ihnen am ersten Wasserhindernis ein fataler Fehler.
Magic Mirror verlor im Wasser kurz seine Balance und rutschte kurz vor dem Absprung mit seiner Hinterhand weg, Ira unterschätzte die Situation und ritt trotzdem weiterhin den Aussprung an, doch sein Hengst verhaspelte sich und sprang unerwartet zur Seite weg. Da Ira vorher schon Schwierigkeiten hatte sein Gleichgewicht zu halten hob es ihm aus dem Sattel und er fiel mit der Seite auf den Sprung bevor er da hinter liegen blieb.
Ein Schock für Ira selbst, wessen Rippen sich stark unter Schmerzen meldeten. Ohne zu zögern stand Ira wieder auf und hielt sich die Seite während die Sanitäter zur Unfallstelle kamen. Nach einem kurzen Gespräch führte der enttäuschte Mann seinen Hengst von der Strecke. Es war Glück im Unglück gewesen, dass der Hengst zur Seite weggesprungen ist, denn sonst wäre Ira sicherlich unter seinem Pferd begraben worden.
Nachdem ihm sein Pferd abgenommen wurde musste er noch einmal zum Sanitäterzelt und wurde untersucht, bevor ihm nahegelegt wurde nachdem Wochenende einen Arzt aufzusuchen, da ein Rippenbruch nicht ausgeschlossen war.
Enttäuscht und wütend auf sich selbst machte der sonst so selbstsichere Mann sich auf den Weg in die Stallungen.  
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Damien Lewis

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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Fr Nov 03, 2017 12:46 pm

Gerade noch war Damien in eine ausgelassene Unterhaltung mit Becca  vertieft und im nächsten hatte er den Innenhof verlassen und war zu den Stallungen gegangen um seinen Hengst fertig zu machen. Er bürstete den Hengst nur kurz über, ehe er den Vielseitigkeitssattel auf die Schabrake legte und den Gurt fest zog. Enzo fing leicht an zu tänzeln, als er merkte, dass es los ging. „Ist ja gut Junge“ meinte Damien zu dem Buckskin und streichelte ihm kurz den Hals, ehe er ihm die Trense und die Gamaschen anlegte. Nochmals besah er sich seinen Hengst, ehe er die Reitkappe anzog und die Zügel seines Hengstes nahm und sich auf den Weg machte.

Bei der Vielseitigkeitsstrecke angekommen, sah er gerade Kyle auf seinem Hengst, welcher an ihm vorbeipreschte. Ein leichtes Lächeln lag auf seinen Lippen, er war schon ganz heiß auf den Ritt. Dies übertrug sich auf den Lusitanohengst und es würde immer schwerer werden ihn zu beruhigen. Damien stieg auf den Rücken des Hengstes und betrat dann den Abreiteplatz um seinen Hengst warm zu reiten und ihn etwas unter Kontrolle zu bekommen. Er fragte ein paar Dressuraufgaben bei dem Hengst ab und er führte sie ohne Probleme aus.

Er beobachtete wie sich der Abreiteplatz langsam leerte. Nach ein paar auswertigen Teilnehmern startete Ira, welchen er nur vom sehen her kannte. Doch nach nur wenigen Augenblicken wurde Damiens Startnummer aufgerufen und er begab sich an die Startlinie. Der Start war schon ganz schön aufgewühlt von den ganzen gestarteten Pferden. Doch darüber machte sich Damien nun keine Gedanken, er fokussierte sich auf den Start und als der Startschuss erklang preschte der Buckskin unter ihm los wie eine gewehrkugel.

Dier ersten Sprünge waren noch recht einfach, die breite Hecke übersprangen sie ohne Probleme und auch die Heuballenpyramiede schafften sie. Auch den Wassergraben mit der Treppe danach meisterte der Hengst ohne Probleme. Sie lagen gut in der Zeit. Man könnte meinen Enzo hätte nie etwas anderes gemacht und Damien war schon vor dem Ende Stolz auf seinen Hengst. Bei der Abzweigung entschied er sich für die etwas längere Strecke, doch er wusste, dass der Buckskin dies ohne Probleme meistern würde. Auch die nächsten Sprünge überwanden sie ohne größere Probleme und kamen nach einem guten Ritt durch das Ziel. Damien klopfte seinem Hengst den Hals, ehe er nochmals auf den Abreiteplatz ging um den Buckskin etwas trocken zu reiten, ehe er ihn wieder in den Stall brachte.

[cf Innenhof | macht Enzo fertig | Vielseitigkeitplatz | ritt | Abreiteplatz | tbc Stall]

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Spielleitung
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BeitragThema: Re: Vielseitigkeitsstrecke   Mo Nov 20, 2017 5:35 pm

» Plot 11: Prom Night
Frühlingsgefühle inklusive


Die letzten Wochen waren chaotisch, geradezu die Hölle: nicht nur gab es viel emotionales Drama für die verschiedenen Bewohner der Ranch, nein; auch die Abschlussprüfungen standen an. Für die Auszubildenden hat sich das erste Lehrjahr dem Ende zugeneigt, für die Schüler das erste Schuljahr - für manche bedeutete das trotzdem, dass sie sich auf die Versetzungsprüfungen vorbereiten mussten. Das, zusammen mit allem anderen, was geschehen war, hat eine Menge Druck auf die Bewohner des Internats gepackt. Doch nun ist es vorbei, und ein letztes Abenteuer vor den langen Sommerferien steht an: der Abschlussball!

Am Mittag hat es in jeder Stufe Zeugnisse gegeben, für die Auszubildenden die Ergebnisse der Jahresabschlussprüfungen, und in den nächsten Tagen wird der Hof sich leeren, die meisten werden über die Ferien wegfahren - Schüler müssen den Hof verlassen, Auszubildende, Mitarbeiter und Lehrer haben die Chance, auf der Horizon Ranch zu bleiben. Als krönender Abschluss des goldenen ersten Jahres hat man sich was ganz besonderes überlegt: einen Abschlussball. Die Aula des Schulgebäudes hat man in ein glitzerndes Wunderland verwandelt, es gibt ein Buffett, genug Tische, damit jeder sitzen kann, und eine Tanzfläche, die ebenfalls groß genug für alle sein sollte. Im Park sind unzählige Lichterketten aufgehangen worden, um auch draußen für eine romantische Abschlussstimmung zu bringen. Alle Bewohner haben sich nach bestem Wissen und Gewissen aufgetakelt und freuen sich auf diesen letzten Abend.

## Freitag, 27. Juni 2014 ;; 20:00
## sonnig, perfekter Abend, 25°C
## bespielbare Orte: Aula, Park
## Holmes hat bereits seine Rede gehalten und den Ball feierlich eröffnet - ergo, alle Gäste befinden sich bereits in der Aula oder im von dort aus zugängigen Park: keiner kommt erst an!
## Bitte bedenkt, dass die Erfüllung der Quests Pflicht ist!



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