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 Schulpark

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Maureen Grey

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Ausbildung : Bereiterin (Dressur)
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BeitragThema: Re: Schulpark   Fr Jun 16, 2017 9:12 pm


Es freute die frischgebackene Horizon Ranch Bewohnerin das sie hier bereits jemanden kannte. Mehr als das...sie würde endlich wieder Zeit mit ihrer besten Freundin verbringen können.
Das würde eine Zeit voller Lästereien und fragwürdigen Ideen werden und die Brünette freute sich schon jetzt sehr auf diese Zeit.
Wie viel sich zwischen den beiden geändert hatte musste sich mit der Zeit zeigen, aber Maureen wusste das nichts die Freundschaft vpn den beiden zerstören konnte.

"Ich bin gespannt, wen du mir vorstellen möchtest." Maureen freute sich wenn Sarah hier gut eingelebt und auch neue Freundschaften geschlossen hatte. So sollte es sein! Doch schon bevor die beiden angekommen waren erkannte die Dressurreiterin as die beiden auf einen nicht schlecht aussehenden Mann zugingen. Jetzt wurde es doch so richtig Interessant.

Maureen konnte sich gar nicht vorstellen wie ihr Gesicht strahlte als sie erfuhr, das ihre beste Freundin offensichtlich ihre bessere Hälfte gefunden hatte. "Es freut mich dich kennen zu lernen Samu." Freundlich schüttelte sie kurz seine Hand. "Ich hoffe du hast nur gutes gehört?!" Fragend sah sie zwischen dem Pärchen hin und her. "Ich wollte dich überraschen und es scheint gelangt zu sein. Grinsend sah sie ihre beste Freundin an bevor sie wieder zu dessen Freund sah. "Keine Sorge, ich habe nicht vor dir deinen Platz streitig zu machen." Nein, das war das letzte was sie wollte.

Maureen hatte ja mit viel Veränderung bei Sarah gerechnet aber nicht damit, dass sie sich so einen Freund aussuchen würde. Samu schien nett und war der jungen Frag direkt sympatisch, aber sie hatte nie gedacht das Sarah zu so jemanden finden würde. Doch sie freute sich mit den beiden, wenn Sarah glücklich war, war Maureen es meistens auch und in diesem Fall passte es auch.
Es erinnerte sie leicht schmerzend daran wie viel Damien ihr bedeutet hatte bevor er die Kündigung bei ihrem Vater abgegeben hatte.
[Gespräch mit Sarah und Samu]
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Bryan King

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BeitragThema: Re: Schulpark   Di Jun 27, 2017 10:39 am

Es wunderte Bryan letztlich wenig, dass es ihn nach einem Umweg über den Essensstand doch in den Schulpark und in sichere Entfernung zum Ponyreitern gezogen hatte. Eine Waffel auf einem Pappteller balancierend setzte er sich auf eine der Bänke, die sicherlich eher Besuchern vorbehalten waren, und richtete seine Aufmerksamkeit auf die Abteilung der Reitschulpferde und die Eltern, die um sie herumstanden und darauf warteten, dass ihre Kinder entweder an der Reihe oder fertig waren.
Der Anblick versetzte ihm einen unerwarteten Stich. Mit einer solchen Aufgabe hatte er auf der Farm seiner Eltern begonnen, als er kaum älter war als die Kinder, die nun auf die Pferde gehoben wurden. Das war das Belustigungsprogramm für die Kleinsten gewesen, während ihre Eltern eine Einführung ins Reiten erhalten hatten oder unterwegs gewesen waren. Erst später, als man Bryan die Erfahrung mit den Pferden ansehen konnte, hatte sein Vater ihm erlaubt, selbst die Ritte der Erwachsenen anzuführen. Er vermisste die Zeit. Er vermisste es tatsächlich auch manchmal, unfähigen Städtern zu erklären, wie man einen Zügel hielt und dass Reiten mehr war, als laut „Hüa“ zu schreien. Die Arbeit war härter gewesen, aber er war bedingt sein eigener Herr gewesen. Nicht der Untergebene einer Miss Sterling oder eines reichen, britischen Schnöselns, dessen Akzent ihn schon nach wenigen Worten zur Weißglut brachte. Jeder Engländer hörte sich einfach so an, als wolle er bei der Queen Eindruck schinden. Das war einfach kein Vergleich zu den angenehmen Klängen texanischer Zungen. Oder der von Nicole.
Bryans Blick glitt über die junge Frau und den schwarzen Wallach, nahm wahr, wie sie die kleinsten behutsam auf das riesige Tier setzte. Wie würde er sich heute Abend verhalten? Wie würde es mit ihnen weitergehen? Gab es ein „mit ihnen“ überhaupt schon? Bryan schwankte. Es lag ihm nicht, die Zügel aus der Hand zu geben, aber zugleich wusste er auch nicht, welchen Weg er gehen wollte. Vielleicht den in Nike’s Schlafzimmer. Vielleicht aber auch den zu einer Familie, zu einer eigenen Ranch, wo er keine Vorgesetzten hatte. Nicht, dass er das Geld dazu hätte, aber träumen durfte man doch. Oder? Von einer Frau, die ihn nach einem Tag im Sattel begrüßte und sich um die Kinder gekümmert hatte, und von jenem Tag im Sattel von Shadow.

[Gedanken, beobachtet Ponyreiten, noch mehr Gedanken ANSPIELBAR]

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Sebastian Holmes

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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Jun 29, 2017 8:36 am

Seine Mutter hatte Sebastian früher immer vorgehalten, er sei emotional abgebrüht - jedenfalls, nachdem deutlich geworden war, dass er nicht schwul war. Davor hatte sie immer die Sorge gehabt, er sei homosexuell. Sebastian wusste sowas natürlich, weil er auch schon als Teenager Menschen lesen konnte wie ein offenes Buch. Die Sache war, er war einfach nicht interessiert gewesen; nicht in Frauen, oder Männer, oder Gefühle, oder gar Beziehungen. Irgendwann hatte er natürlich Erfahrungen gemacht - er hatte Mädchen geküsst, und auch den einen oder anderen Jungen, und er hatte sich auch ein paar Mal an Sex versucht, bevor er seine Vorlieben festgestellt und dann speziell danach gesucht hatte. Manchmal sogar über eine gewisse Zeit mit der gleichen Frau.
Das, was sich jetzt hier anbahnte, war alles andere als das, was er gewohnt war. Rahel hatte sich zuerst als Freundin etabliert - und egal, was andere dachten, Sebastian war sehr wohl in der Lage, Freundschaften zu pflegen. Wozu er anscheinend nicht in der Lage war, waren Gefühle, die tatsächlich darüber hinausgingen - aber anscheinend hatte er diese Veränderung bei sich nicht bemerkt, zum ersten Mal in seinem Leben, und bevor er sich versah, war da etwas, das er nicht einschätzen konnte und das ihn zugegeben verunsicherte. Das erste Symptom war die Tatsache, dass er die Finger nicht mehr von ihr lassen konnte. Das zweite Symptom war, dass er nicht wollte, dass sie traurig war. Immer noch nicht.

Oder, dass er unruhig wurde, in dem Moment, in dem sie seinen Arm berührte. Sein Puls beschleunigte sich und seine Pupillen weiteten sich, wie damals, als er mal irgendwelche Drogen ausprobiert hatte. Das war doch zum bescheuert werden. Aber wehren lohnte sich eh, nicht, also was sollte die ganze Sache? Vielleicht sollte er mal über seinen eigenen Schatten springen, und mit Rahel ein paar Fortschritte machen.
"Immer.", antwortete Sebastian, und lächelte seine Kollegin an. "Selbstverständlich." Und er wurde nicht rot, nein, auf gar keinen Fall. "Was hältst du davon, wenn wir uns einen Kaffee und ein bisschen Kuchen gönnen? Samu schafft das auch ein paar Minuten ohne uns." Dass der blonde Finne gerade von zwei Frauen belagert wurde, bemerkte Sebastian nicht, zu sehr auf Rahel fixiert.


{ Gespräch mit RAHEL }

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Rahel Goldman

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BeitragThema: Re: Schulpark   Mo Jul 03, 2017 2:38 pm

Immer.
Dieses winzige, kleine Wort ließ Rahels Herz wild schlagen und verschlug ihr gemeinsam mit dem Lächeln einen Moment lang den Atem. Sie spürte, dass sie es glauben wollte, dass sie ihm in dieser Hinsicht vertrauen wollte, weil sie eigentlich immer noch an das Märchen glauben wollte, das sich so viele kleine Mädchen erträumten und das ihr zum Verhängnis geworden war. Irgendwann würde ein Prinz auf dem weißen Pferd vorbeikommen, sie in seine Arme ziehen und sie würden für immer und ewig glücklich zusammenbleiben. An dieser Vorstellung stimmte lediglich die Tatsache des weißen Pferdes. Es gab nicht den Traumprinzen, der die Welt retten konnte. Das war Jon nicht gewesen und das würde gewiss auch nicht Holmes sein, so sehr sie ihm und seinem Lächeln auch glauben wollte. Letztlich war nur sie ihres Glückes Schmied und jeder Moment, in dem sie das vergaß, brachte sie auf dünnes Eis.
Und trotzdem konnte sie sich nicht davon abhalten, das Lächeln zu erwidern. Und sich diesen Moment zu gönnen, in dem sie sich einredete, dass Sebastian als Freund gewiss für sie da sein würde. Von Freundschaften war sie nie so enttäuscht worden. Als Freund könnte ein Immer vorstellbar sein und auch eine Selbstverständlichkeit. Sebastian war ein guter Freund. An mehr war er auch sicherlich nicht interessiert. Sie musste sich also weder Sorgen, noch Hoffnungen machen. Oder? Die Einladung zum Kuchen war gewiss auch nur eine Einladung unter Freunden.
Schön, wenn du das selbst glauben kannst, flüsterte eine Stimme in ihrem Kopf und Rahel schob sie vehement beiseite. Noch mehr Probleme konnte sie wirklich, wirklich nicht gebrauchen. Die junge Bereiterin versuchte, sich auf das Hier und Jetzt, auf das Fest und ihre Aufgabe am Stand zu konzentrieren. Es fiel ihr schwer. Zu sehr spürte sie, wie nah ihr Sebastian noch stand. Seine Präsenz war ablenkend, da konnte sie sich innerlich noch so sehr zur Raison rufen.
„Kaffee und Kuchen wäre schön“, erwiderte sie mit einem Lächeln. „Allerdings sollten wir nicht zu lange weg bleiben. Samu hat schon beide Hände voll zu tun.“ Es war eine Vernunftsantwort. Wenn Rahel sich erlauben würde, auf ihr Herz zu hören, hätte sie Sebastian vielleicht dazu aufgefordert, mit ihr über das gesamte Gelände zu schlendern, am besten auch davon herunter, um dem Trubel zu entfliehen.

[Gedanken | Gespräch mit Sebastian]

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Sarah Bishop

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Ausbildung : Derzeit mache ich eine Ausbildung zum JOCKEY, allerdings bin ich bereits etablierte Dressurreiterin.
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BeitragThema: Re: Schulpark   Fr Jul 14, 2017 8:01 am

Heute war ein guter Tag. Sarah hatte es schon gefühlt, bevor er überhaupt angefangen hatte, und jetzt konnte sie das nur noch bestätigen. Während die Freude über den fantastischen Ritt, der ihr vielleicht sogar ein Podiumsplätzchen verschaffen würde, noch immer in ihrer Magengrube Samba tanzte, erschien die doch glanz- und klanglos im Gegensatz zu der Euphorie darüber, dass Maureen hier war. Dass Maureen hier war, um zu bleiben. Sie war jetzt ein Jahr auf der Ranch, und noch immer hatte sie sich nicht durchringen können, mit irgendwem eine Freundschaft zu schließen - außer mit Samu, natürlich, aber das war was anderes. Die Sache war einfach, dass sie auf diese ganzen kindischen Landeier keine Lust hatte; Maureen passte da, ebenso wie Sarah, nicht rein, und sie konnte es kaum erwarten, endlich ihre Zeit mit ihr zu verbringen. Das würde lustig werden!
So war es auch kein Wunder, dass sie aufgeregt beobachtete, was zwischen Samu und Maureen geschah. Selbstverständlich war sie kein Mensch, der allzuviel davon nach außen hin zeigte - die letzten Minuten waren für sie schon echt übertrieben extrovertiert. Im Gegenteil dazu stand sie jetzt ruhig da, strich sich durch die Haare, und ein Lächeln lag auf ihrem Gesicht. Lediglich die Augen, die aufgeregt zwischen den beiden wichtigsten Menschen in ihrem Leben hin- und herhuschten, verrieten sie, indem sie strahlten wie selten zuvor. Schließlich kam sie nicht umhin, den Arm um Samu's Mitte zu legen und sich selbst unter seinem Arm einzunisten, als er behauptete, er wäre nur auf Platz vier hinter den Pferden, und jetzt auch noch hinter Maureen - wenn er nur wüsste.

"Mein Ritt war fantastisch, danke der Nachfrage", lachte Sarah. Dieses freche Verhalten, das ihr anfangs so auf den Keks gegangen war, war mittlerweile eine Sache an Samu, die sie am meisten liebte. "Und keine Sorge, deinen Platz kann dir niemand wegnehmen." Niemals, vermutlich. So wie es aussah. Aber das musste Samu ja jetzt noch nicht wissen. Er musste nicht wissen, dass Sarah sich ihr Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen wollte und auch nicht konnte und dass sie überhaupt schon eine sehr lange Zukunft plante. Vielleicht wusste er das sogar, wenn er sie so gut kannte und so gut lesen konnte, wie er es immer behauptete. Aber sie würde es nicht laut zugeben, eine ganze Weile nicht. Sie waren ja erst ein paar Monate zusammen, da konnte man sich ruhig noch mehr Zeit lassen.
Um sich von diesen verräterisch-verliebten Gedanken abzulenken, konzentrierte sich Sarah lieber wieder auf ihre beste Freundin. Über Maureens Worte, dass sie sie nur hatte überraschen wollen, musste sie lachen. "Glaub mir, das ist dir sehr gut geglückt - sonst hätte ich wohl kaum so reagiert!" Dann erst wechselte sie das Thema. "Was gibt es bei dir denn Neues? Und warum bist du überhaupt hierher gekommen? So weit waren wir noch gar nicht, und ich will alles wissen!"
{ Gespräch mit SAMU & MAUREEN }

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Sebastian Holmes

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BeitragThema: Re: Schulpark   Fr Jul 14, 2017 10:49 am

Menschen waren so lange einfach, wie es um nichts ging. Er konnte binnen von wenigen Blicken erkennen, was die Menschen liebten, was sie ausmachte, woher sie kamen, wohin sie wollten – aber das ging nur so lange, wie er selbst ohne irgendwelche Vorurteile den Menschen entgegenstellen konnte. Sobald er in irgendeiner Form emotional involviert war, war er nicht mehr in der Lage, sein Gegenüber subjektiv zu beobachten. Plötzlich wollte er die schlechten Sachen nicht mehr sehen, konzentrierte sich auf die guten; er wurde zu einem Mensch wie jeder andere, der nur noch das sehen wollte, was er sich von dem anderen Menschen wünschte. Das war eigentlich sehr, sehr traurig, und er fühlte sich deswegen nicht gut. Das war einer der Gründe, warum er normalerweise davon absah, sich zu eng mit anderen Menschen einzulassen. Wenn es nicht gerade sein alter Cousin war, der ihm seine eskalierten Söhne zum Babysitten schickte.
Oder wenn es nicht gerade Rahel war. Rahel war eine ganz andere Geschichte. Rahel hatte sich unter seiner Haut eingeschlichen, eingenistet, hatte sich aus seinem Herzen ein Haus gebaut, und – verdammt. Sie war in seinem Herzen. Eigentlich hatten in seinem Herzen lediglich seine Pferde und seine Arbeit Platz, eventuell noch seine Eltern. Dafür hatte er immer gelebt: seine Pferde. Gigolo war sein bester Freund, und das zweite Pferd, das derzeit seinen Namen als Privatperson im Pass trug, war sein Projekt, seine Arbeit, seine Leidenschaft. Das war das, was ihn ausmachte – Leute mochten ihn nicht, also hatte er sich auf die Pferde konzentriert. Das war okay. Damit hatte er sein ganzes Leben überaus gut leben konnte. Und jetzt war da Rahel, warm und sonnig und wunderbar, aber mit dieser ganzen Geschichte mit dem Ex-Mann, über den sie nicht redete, den sie so offensichtlich hasste, aber dessen Pferd sie trotzdem nicht verkaufen konnte. Er wusste nicht, was er aus ihr machen sollte – aber er würde nicht mehr aufhören können, bis er es herausgefunden hatte.

Rahel reagierte mit Freude, aber auch mit Vernunft auf seine Einladung; es war seltsam für Sebastian, dass sie tatsächlich seine Vernunftstimme darstellte – für ihn, den vernünftigsten Menschen, den er je kennengelernt hatte. Dennoch kam er nicht umhin, sich zu freuen. Er konnte nicht einschätzen, worum es zwischen ihnen ging, noch immer nicht – waren sie nun Freunde, hatten sie schon diese Linie überschritten, waren sie schon auf dem Weg zu einer Liebschaft, oder wo standen sie nun genau? Er wusste es nicht. Er wusste, dass er sich jeden Tag dabei ertappte, sie als Lichtblick seines Tages zu bezeichnen. Aber er wusste nicht, was sie von ihm dachte, und wie sie ihn so anlächelte und wie sie ihm so nah war, war er nicht in der Lage, sich von ihr zu entfernen und sie zu analysieren. Er hatte mal gehört, dass das unhöflich sei, und seitdem war er nicht mehr fähig, das bei jemandem zu tun, der ihm wichtig war.
Nach einem kurzen Blick auf Samu, musste er grinsen. “Der schafft das schon. Na komm!“ Und dann streckte er die Hand nach ihr aus, die nonverbale Einladung, mit ihm gemeinsam diese Linie zu überschreiten.


{ Gedanken # Gespräch mit Rahel }

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Samu Kärkäinen
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BeitragThema: Re: Schulpark   Sa Jul 15, 2017 9:59 pm

Manchen war es in die Wiege gelegt worden, ein herzensguter Mensch zu sein. So wie Samu. Der blonde Finne hatte immer ein Lächeln auf den Lippen, dass sich nun zu seinem kecken Grinsen verzog, während die beiden jungen Damen zu ihm stießen und hellauf begeistert schienen. Jeder brauchte einen besten Freund, wenn nicht gar beste Freunde. Ein paar Seelenverwandte, die verstanden, was man meinte, ohne es aussprechen zu müssen. Kurz dachte er an Riku, der vermutlich noch immer in Finnland saß und wusste Gott was tat. Samu konnte nicht leugnen, dass er seinen Leadgitarristen vermisste und dass er sich nach ihren gemeinsamen Jamabenden sehnte. Danach einfach mit jemandem belanglos herumalbern zu können, der genau so tickte wie er selbst. Riku war immer da gewesen, er war wie ein Bruder. Und dann war er urplötzlich einfach fort gewesen und jetzt wo Maureen Sarah in die Arme fiel, wünschte er sich, es wäre bei ihm und Riku genauso. Dass der Brünette einfach vor ihm stand und der ganze Ärger verflogen war. Dass sie wieder ihr unbeschwertes Leben leben konnten. Aber er wusste selbst nur zu gut, dass das eine allzu schöne Utopie war.

Somit konnte sich Samu vorerst nur mit Sarah freuen und er gönnte es ihr auch von Herzen. Denn wie gesagt: Beste Freunde brauchte jeder. Auch ein so kühner, abgeklärter Mensch wie Sarah, der sich gerne erhaben gab. Und an Maureen war nun wirklich nichts Verwerfliches zu finden. Ihre schmale, feingliedrige Hand wirkte zerbrechlich in der seinen, doch das war nichts ungewöhnliches. Deswegen beließ er es auch bei einem sanften Druck. Er wollte nicht Schuld daran sein, dass Sarah ihre Freundin sofort wieder aufgrund einer Handverletzung ins Krankenhaus entbehren musste. "Zu viel Gutes, als dass ich da mithalten könnte." Seine blauen Augen strahlten sie fröhlich und schelmisch zugleich an. Maureen schien durchaus nett zu sein und rein gar nicht so, wie Sarah zu Anfang. Das konnte aber auch gut daran liegen, dass er nur ein 'Halbfremder' für sie war. Immerhin wurde er gleich als Sarahs Freund vorgestellt und lief ihr nicht irgendwo auf dem Hof an einem x-beliebigen Tag alleine über den Weg. Und bekam ein Pferd in die Hand gedrückt.
Aporpos Tiere: Tuuka hatte von der Zusammenkunft Wind bekommen und war von seinem Stammplatz unter dem Auslagetisch hervorgekrochen und mit schlackernden Ohren auf die drei Menschen zugerannt gekommen. Mit einem fröhlichen Bellen sprang er um Sarah herum, die er schon in seinen Welpentagen in sein Herz geschlossen hatte. Noch bevor es sein Besitzer getan hatte. Nachdem er sich mehrmals an ihre Beine geschmiegt und seine feuchte Nase in ihrer Hand gesteckt hatte, ging er dazu über, den Neuankömmling in seinem kleinen Rudel zu inspizieren. "Natürlich, wie konnte ich es vergessen. Darf ich vorstellen: Das ist Tuuka - oder auch Loki, wenn er einen schlechten Tag hat, an dem er gar nicht hört. Er denkt immer noch, er wäre Sarahs Baby und könne sich von ihr durch die Gegend tragen lassen." Mit munterem Blick aus blauen Augen, die denen seines Besitzers glichen, kam der Weimaraner erst flott, dann vorsichtig näher und schnupperte an Maureens Hand. "Keine Sorge, der beißt wirklich nicht. Er weiß nur nicht wohin mit seiner jugendlichen Energie." An Sarah gewandt fügte er schließlich hinzu: "Das will ich auch hoffen, ich wüsste nämlich nicht, was ich sonst tun sollte, außer tagein tagaus herzzerreißende Lovesongs zu schreiben." Er gab ihr einen Kuss aufs Haar, wobei das Lächeln noch immer nicht verschwand. Aber es war nun kein schelmisches mehr, sondern das eines Verliebten, der mehr als glücklich war.
{Maureen&Sarah | Gedanken an Riku | Tuuka}

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BeitragThema: Re: Schulpark   So Jul 16, 2017 3:12 pm

Nick hatte sich vom Stand entfernt und sich etwas zu Essen gesucht. Mit einem Kaffee in der Hand und einem Sandwich in der anderen Hand, für Waffeln und Kuchen war es ihm noch zu früh, schlenderte er durch den Schulpark.
Es war unglaublich wie viele Menschen hier waren. Klar die Ranch war wirklich gut und jeder Schüler der hier her gehen durfte, der konnte sich wirklich etwas darauf einbilden.
Nicks Blick wanderte weiter und blieb schließlich an Bryan hängen. Sein Blick folgte dem des Stallburschen und er seufzte leise und ließ sich neben ihm auf die Bank fallen wärend er in sein Brötchen biss.
Eigentlich war er nicht der Typ der sich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischte, doch das was Bryan hier ablieferte, das konnte er nicht zulassen.
Der Stallbursche war ihm sympatisch, konnte er diesem doch ohne Bedenken seine Pferde anvertrauen und das tat er bei Gott nicht sehr leichtfertig.
"Alter, du sitzt hier wie der frustrierte alte Liebhaber!", raunte er Bryan zu und sah ihn an.
Er hatte keine Ahnung was da genau zwischen Bryan und Nicole war, aber dass der Stallbursche frustriert war, das sah ein Blinder.
Mitfühlend legte er dem Anderen eine Hand auf die Schulter. "Ich hab keine Ahnung was da zwischen euch ist, aber so kommst du nicht weiter!"
Genüsslich biss er erneut in sein Brötchen und nahm einen Schluck Kaffee.
So langsam wuchs in dem Vielseitigkeitstrainer die Anspannung, kam sein Start doch immer näher. Immerhin würde er auch gegen Schüler antreten und da wollte er sich ganz sicher keine Patzer erlauben.


(Bryan)
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Bryan King

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BeitragThema: Re: Schulpark   Fr Sep 15, 2017 11:57 am

Nicks Auftauchen riss Bryan unsanft aus seinen Tagträumen. Es dauerte einen winzigen Moment länger als gewöhnlich, bis der Texaner sich einen Reim auf die Worte des Lehrers bilden konnte. Vielleicht war das auch besser so, denn die Richtung, die sich für das Gespräch andeutete, behagte ihm nicht wirklich. Ging es irgendjemanden vom Hof überhaupt etwas an, mit wem er sich wie und warum und wo und wann traf? Vor einiger Zeit hätte er sich diesbezüglich an David Gladwyn gewandt, doch sein so ziemlich einziger Freund auf der Ranch hatte ja beschlossen, das Weite zu suchen. Mit Kyle würde er über Tagträumereien von Heim, Frau und Kindern bestimmt nicht reden. Nein, das ging schlicht und einfach niemanden etwas an und auch Nick war davon eigentlich nicht ausgenommen. Auch wenn er den Amerikaner eigentlich ganz gut leiden konnte.
Letztlich war Bryan hin- und hergerissen. Er war keine zwölf mehr und auch kein verweichlichter Angsthase, wenn es um Frauen ging. Gut, er hatte lange keine Beziehung, keine Affäre und kein Date mehr gehabt. Aber er war auch keine Jungfrau mehr, der man erklären musste, wie man sich bei einem Date verhielt. Punkt. Und trotzdem spürte er den Drang, Nick zu korrigieren. Ein durchaus menschliches und für ihn sogar noch typischeres Verhalten. Sterling ließ beispielsweise keine Gelegenheit daran, ihm das unter die Nase zu reiben.
Letztlich kam er also nicht um seine eigene Natur herum: „Du irrst dich. Wir gehen heute Abend aus.“ Bryan spürte, wie sich ein wohliges Gefühl in seiner Magengegend ausbreitete. Es tat gut, es auszusprechen. Die Gedanken, die sich aus diesem kleinen Satz entwickeln konnten, zu äußern. Wieder wanderte sein Blick zu Nicole und den Pferden und sein Herzschlag beschleunigte sich ein wenig.

[Gedanken | Nick]

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Maureen Grey

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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Okt 19, 2017 10:59 pm



Es war ungewöhnlich, verwirrend und schön zu gleich Sarah so glücklich zu sehen. Maureen hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit das ihre beste Freundin ihr einen Partner vor die Nase stellte. Und dann war dieser noch so nett und , wie sollte man es nennen, normal? Die brünette Frau wusste nie wie der Partner ihrer besten Freundin sein musste damit dieser nicht irgendwann abserviert wurde aber an so einen Typen wie Samu hätte Maureen wohl nie gedacht. Doch sie freute sich riesig, dass wenigstens eine von den beiden glücklich war.
Mir ist zuhause einfach die Decke auf den Kopf gefallen. Ohne dich war es relativ langweilig geworden und als der Ruf des Internats immer besser wurde war es ein leichtes Vater zu überreden nach dem Schulabschluss hier her zu dürfen. Lächelnd erzählte die Reiterin ihrer besten Freundin und dessen Freund ihre Geschichte. Und nun bin ich hier um meine Ausbildung nach den Ferien anzufangen. Die Pferde und ich dürfen aber auch diese schon hier verbringen. Sie hatte die lange Tour den beiden nicht zweimal abverlangen wollen, weshalb sie schon jetzt die Boxen beziehen durfte.

Maureen ging in die Hocke als der Hund von Samu zu ihr ging und hielt ihm erst ruhig die Hand hin, nachdem er diese beschnuppert hatte streichelte sie den Kleinen kurz.
Oh, ein Sänger also?!Fragend ging ihr Blick zu dem blonden Mann neben Sarah, nachdem sie sich wieder aufgerichtet hatte.
Auf dem Hof war viel los, die Prüfungen waren noch immer in vollem Gange und Maureen wollte unbedingt ihre neue Heimat kennen lernen.Was haltet ihr davon wenn ihr mir meine neue Heimat zeigt? Fragend sah sie beide an.
[Gespräch mit Sarah und Samu]
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Sarah Bishop

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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Okt 26, 2017 7:17 pm

Sarah hatte von diesem ganzen Liebeskonstrukt nie viel gehalten, bevor sie Samu kennengelernt hatte. Eigentlich war es doch nur eins von diesen Dingen, die die Konsumgesellschaft entworfen hatte, um mehr Geld zu machen: die Kapitalisten nutzten Liebe, um Schnulzenfilme zu verkaufen, Schmalzlieder zu vermarkten, und am Valentinstag mit unglaublich vielen unglaublich unnützen Sachen Geld aus dem Verbraucher zu laiern. Natürlich hatte Sarah generell kein Problem mit dem lieben Geld - dazu war ihre Familie zu wohlhabend. Sie war Kapitalist, sie war diejenige, die von solchen Geschäften profitierte; und dennoch konnte man das sehr gut als Argument gegen die Liebe benutzen. Aber dann war dieser blonde, bescheuerte Finne mit seinen strahlend blauen Augen und seinem verrückten Jagdhund in ihr Leben getreten und hatte ihr komplettes Weltbild zerstört. Nun war sie diejenige, die unter der Dusche Duetts sang und im Handtuch durch die Wohnung tanzte. Manchmal ging sie sich selbst damit schon tierisch auf den Sack.
Aber konnte sie es ändern? Nein, natürlich nicht. Seit Wochen wurde sie von ihrer eigenen guten Laune verfolgt, und spätestens jetzt, wo Maureen da war - endlich hier war, endlich wieder in Sarahs Leben trat! -, würde niemand mehr in der Lage sein, ihr das Lächeln aus dem Gesicht zu wischen. Sie war hier, auf diesem wunderbaren Hof, der es ihr erlaubte, ihren Traumjob zu erlernen und auch noch ihre beiden liebsten Vierbeiner bei sich zu haben, hatte einen wundervollen Mann an ihrer Seite, der sie immer unterstützte und von dem sie noch eine Menge lernen konnte, und jetzt war auch noch ihre beste Freundin wieder zurück, sodass sie wieder gemeinsam auf die Welt losgelassen werden konnten. Jetzt war es ihr egal, welche Platzierung sie mit Summer erreicht hatte - dieser Tag würde offiziell als einer der besten ihres Lebens eingehen, da gab es keine Widerrede.

Zudem schien auch noch deutlich zu werden, dass Samu und Maureen sich ziemlich gut verstanden. Das war eigentlich nicht wirklich eine Frage gewesen, und dennoch war Sarah erleichtert und beobachtete den Austausch ihrer beiden Lieblingsmenschen mit Erleichterung. Doch bevor sie etwas dazu sagen konnte, wurde sie von dem Welpen, der kein Welpe mehr war, nahezu umgetackelt. Tuuka war mittlerweile ausgewachsen, und doch hatte sich an seiner stürmischen Art wenig geändert. Sie begrüßte ihn mit einem Lachen und einem herzlichen Kraulen, diesen Hund, den sie mittlerweile irgendwie als ihren eigenen ansah. Und natürlich wusste sie, dass die Sache zwischen Samu und ihr noch frisch war und sie noch einen langen Weg gehen mussten, bis aus den eigenen Haustieren die gemeinsamen Haustiere wurden. Aber sie wusste auch, dass Tuuka sie als Frauchen ansah, und genoss es sichtlich, dass sie immer noch als Erste begrüßt wurde.
"Na, das sind doch mal gute Neuigkeiten! Ich dachte schon, du hättest nur einen Ferienjob hier oder so!", erwiderte die Rothaarige auf die Erzählungen ihrer besten Freundin, und beobachtete, wie der junge Rüde sich mit der fremden Frau bekannt machte. Natürlich war Tuuka freundlich, aber er watschelte nach den Streicheleinheiten doch wieder zurück an Samus Seite und blickte mit einem überraschend authentischen Dackelblick zu seinem Herrchen auf. Sarah beobachtete das, und lachte - auch über Samus Worte, die folgten. "Nu' hör' aber mal auf!", gab Sarah tadelnd zurück, obwohl sie offensichtlich Samus Aufmerksamkeit genoss. "Dafür gibt es gar keinen Grund!" Eine Sekunde hatte sie, um den schmachtenden Blick Samus zu erwidern - dann wurde sie von Maureens Worten von Wolke sieben gerissen.
"Natürlich machen wir das! Oder, Samu? Du kannst die Jungs hier doch bestimmt einen Moment allein lassen, oder? Du warst immerhin den ganzen Vormittag schon hier!"


{ Gespräch mit Samu & Maureen }

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Phillip Meehan

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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Okt 26, 2017 7:38 pm

Ein warmes, zufriedenes Gefühl hatte sich in Phillip breit gemacht, das er schon lange nicht mehr gespürt hatte. Das war der Einfluss, den Etálon auf den Mann hatte - ein Ritt mit dem Apaloosamix reichte, um ihn wieder aufzubauen. Die letzten Wochen waren hart gewesen: es gab viel Arbeit und wenig Ablenkungen von seinen Gedanken, und dazu kam dann auch noch Rebecca, die ihm irgendwie den Kopf verdrehte, aber bei der er noch nicht ganz wusste, was diese ganze Sache zu bedeuten hatte. Es könnte wirklich alles sein von reiner Anziehung bis zu dem Beginn einer wirklcihen Verliebtheit, und das verunsicherte ihn; gerade weil jeder mit zwei gesunden Augen im Kopf sehen konnte, dass sich zwischen ihr und Damien was angebändelt hatte. Und Damien war halt nunmal leider sein bester Freund, und er würde garantiert nicht Gefühle für jemanden entwickeln, für den sein engster Vertrauter ebenfalls Gefühle haben würde. Das war also schwierig; und es sorgte dafür, dass es Lip zunehmend schlechter ging. Dieses Jahr war bisher einfach nicht seins gewesen.
Und dennoch ging es dem Trainer endlich wieder besser, als er sich schnell wieder Alltagsklamotten anzog, nachdem er sein Pferd wieder in die Box entlassen hatte. Als er sich auf den Weg zurück zum Ponyreiten machte - das war immerhin heute seine Aufgabe, als Repräsentant des Stallstabes des Hofes -, hatte sich also ein Grinsen auf seinen Zügen breit gemacht. Hamlet war jetzt auch wieder an seiner Seite, der Hütehund entspannt wie eh und jeh trotz der Masse an unbekannten Menschen. Brav lief der Rüde neben seinem Herrchen bei Fuß, und ließ sich von keinem Kind und keinem unbekannten Geruch aus der Ruhe bringen; schon alleine seine Anwesenheit brachte Lip die Ruhe, die er brauchte, um das gute Gefühl aus dem Turnier weiterhin bei sich zu tragen. Vielleicht würde es ja jetzt endlich wieder besser werden, wo sich das Schuljahr dem Ende neigte.

Im Schulpark angekommen, steuerte er noch schnell am Getränkestand vorbei und schnappte sich einige gekühlte Getränkeflaschen - er wusste nicht, wie lange sein Stallteam nun schon ohne Pause mit den Pferden zu tun hatte, und das mindeste, was er tun konnte, war, ihnen Wasser, Sprite und Cola vorbei zu bringen. Er fand Bryan und Nick am Rande der abgetrennten Wiese, grüßte seine Arbeitskollegen, und machte doch keinen Halt für ein Gespräch - stattdessen fand er Nicole, die in Seelenruhe bei den Ponies blieb und mit einigen Schülern als Hilfe das Ponyreiten ganz allein schmiss. Da blieb nur eine Frage - wo zur Hölle war Rebecca abgeblieben? Er hatte sie hier erwartet. Und warum interessierte ihn überhaupt, wo sie war? Nur, weil sie Freunde waren, hieß das noch nicht, dass er jede freie Minute mit ihr verbringen musste.
"Hi" Freundlich lächelte Phillip Nicole zu. "Ich hab eine kleine Abkühlung mitgebracht!" Er bot ihr den kleinen Korb an, den er zum Transport der Flaschen in die Hand gedrückt bekommen hatte, und nachdem die Rothaarige gewählt hatte, benahm er sich selbst. "Läuft alles gut? Ich hoffe, es ist nicht zu voll."


{ cf.: Westernplatz | beginnt Gespräch mit Nicole }

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Rahel Goldman

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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Okt 26, 2017 10:55 pm

Die ausgestreckte Hand und die darin enthaltene Aufforderung ließen Rahels Herz schneller schlagen. Ein gar nicht zu kleiner Teil von ihr sehnte sich danach, sie zu ergreifen, wie ein aufgeregtes Schulmädchen neben ihm zum Stand mit den Kuchen und dem vielversprechenden Kaffee zu schlendern und die rauen, starken Finger wie ein Anker zu spüren. Was wäre schon dabei? Was würde es schon bedeuten, wenn sie sich hier so präsentierten? Er war für sie da gewesen und sie wollte in seiner Nähe sein. Noch immer hatte sie das Gefühl, dass sie zu aufgewühlt war, um allein zu sein. Dass sie mehr als Gesellschaft brauchte. Dass sie vielleicht sogar niemand anderen als Sebastian Holmes brauchte, der ihr die Sicherheit gab, die ihr im Moment fehlte.
Und dann war da ihre Angst.
Die Angst, dass die Grenze zwischen Freundschaft und Was-auch-immer dann zerbrechen würde, dass sie im Niemandsland stehen würden. Auf welche Seite könnte sie sich dann zurückziehen? Könnte sie einfach so mit ihm befreundet sein, eng befreundet sein, wenn sie nun dieser partnerschaftlich-romantischen Geste zustimmen würde?
Würde sie immer vor diesen Zweifeln stehen? Würde sie bei jeder Gelegenheit mit einem Mann daran denken müssen, wie es mit Jon ausgegangen war? Obwohl sie immer noch davon träumte, dass es anders sein, anders enden könnte? War man im Leben immer dazu verdammt, zu vergleichen? Konnte man Gelegenheiten denn nicht einmal beim Schopf packen und einfach als solche akzeptieren? Konnte sie sich nicht einfach selbst belügen und sagen, dass sie wie mit einem sehr, sehr, sehr guten Freund Hand in Hand zum Kuchen gehen konnte?

Es war letztlich Tuukas freudiges Bellen und ein paar junger Eltern mit einem vielleicht dreizehnjährigen Jungen, die auf den Stand zugeschlendert kamen, die ihr die Entscheidung abnahmen. Rahel fuhr sich mit der Hand in den Nacken, entfernte sie von Sebastians, fast so weit wie es nur ging. „Ich glaube, ich hole uns einfach was. Da… da kommen vielleicht Interessenten. Dir auch Kaffee? Ich weiß ja, wie du ihn möchtest“, plapperte sie drauf los und verließ den Stand beinahe fluchtartig. Doch kaum, dass sie sich von den Flyern und Sebastian entfernt hatte, hätte sie sich selbst schlagen können. Geflohen wie eines der schwierigsten Pferde, mit denen sie je gearbeitet hatte. Das war erbärmlich. Sie hatte beinahe jetzt schon das Gefühl, dass ihr die Präsenz des Briten fehlte. Sein warmer Blick, dem sie bei ihrer Flucht ausgewichen war. Würde er ihr jetzt mit Distanz begegnen? Verdient hätte sie es. Wie konnte eine einzige Person nur so dumm sein? Einen Augenblick lang zögerte sie, drehte sich zum Stand um, nur um zu sehen, dass Samu und die beiden Frauen Anstalten machten, sich zu entfernen. Sebastian war stehen geblieben. Allein. Die Familie hatte sich offenbar doch nicht für die Informationen interessiert. Sollte sie zurückgehen und sich lächerlich machen, indem sie erklärte, warum es ihr plötzlich zu viel geworden war? Das konnte sie nicht, obwohl sich ihr Magen jetzt zusammenzog und ihr jede Lust auf Kuchen und Kaffee nahm. Idiotin, schalt sie sich, drehte sich um und marschierte zum Essensstand, wo sie eine extra große Waffel entgegennahm und zwei Tassen Kaffee. Die Waffel überreichte sie wenig später auch Holmes und bei seinem Anblick und dem letzten Hauch von Verwirrung, den sie zu erkennen oder zu spüren glaubte, brachen aus ihr Worte heraus, die sie nicht wirklich kontrollieren konnte. Vielleicht verscherzte sie es sich gerade wieder. Vielleicht auch nicht. Ihr Verstand hatte die Kontrolle teilweise abgegeben, sonst hätte sie sich auch eben nicht so dämlich benommen.
„Pass auf, der Kaffee ist noch ziemlich heiß. Ich… ich habe mich schon einmal verbrannt. Dann wird man einfach vorsichtig und… gibt den Dingen etwas mehr Zeit. Verstehst du?“


[Sebastian | indirekte Zurückweisung | Flucht zu Kaffee und Kuchen | Rückkehr | Sebastian]

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Nicole Oak

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BeitragThema: Re: Schulpark   Sa Okt 28, 2017 1:05 pm

Für die innere Gelassenheit der Physiotherapeutin glich das Programm beinahe einem Reset Knopf. Obgleich es bisweilen nervenaufreibend sein mochte, all die weinenden und quengelnden Kinder zu beruhigen und ihren Wunsch zu erfüllen, endlich auf einem Pferd reiten zu dürfen, genoss die Rothaarige eben jenes Gewusel mit vollster Seele. Sachte hob sie einen Jungen auf den Rücken des riesigen Rappen, hielt jedoch kurz inne, als sie den Jubel hörte. Wie es schien begeisterten die Reiter derzeit das ältere Publikum und Nicole tat das Ihre, um die Kleinsten und deren Eltern bei Laune zu halten.
Sobald das riesige Tier sich gemächlich in Bewegung setzte, erstarrte das Kind auf dem Pferderücken und klammerte sich fest in den Gurt. Beruhigend sprach die junge Texanerin auf den Jungen ein, hob den Blick und bemerkte sowohl Bryan, als auch Nick am Rande der Wiese. Kurz flatterte ihr Herz in ihrer Brust, ehe sie sich zu einem kurzen, freundlichen Kopfnicken durchrang und sich lächelnd wieder ihrer Arbeit widmete.

Während sie sich der Anwesenheit beider Männer deutlich bewusst war, führte sie das Pferd wieder zurück zur Ausgangsposition und reichte dem Jungen eine Möhre, in die er sofort selbst hinein biss. Kopfschüttelnd und leise schmunzelnd erklärte sie ihm, was er damit machen sollte und nachdem der Rappe die Möhre genüsslich gefressen hatte, schnoberte er interessiert an seinem jungen Reiter. Dieser suchte letztlich sein Heil in der Flucht und Nicole nahm den nächsten Passagier mit.
Die Arbeit ging ihr gut von der Hand und allmählich schlich sich eine Art Routine ein, in welcher sie Smalltalk mit den Eltern betrieb und darauf hinwies, dass der Hof auch Reitunterricht für die Jüngsten anböte. Doch ehrliches Interesse daran war rar und Niké spürte dementsprechend eine gewisse Resignation in sich aufsteigen.
Gedankenversunken ging sie also ihrer Aufgabe nach, vermochte sich jedoch ihren eigenen Gedanken nicht zu verschließen. Bryan hatte ihr erzählt, dass er auf einer Farm aufgewachsen war und hin und wieder fragte die Rothaarige sich, ob der Texaner auf diesem Hof überhaupt glücklich werden konnte. Immerhin war er nicht sein eigener Herr und der attraktive Mann schien gewisse Probleme mit weiblichen Autoritäten zu haben. Nachdenklich schürzte Niké die Lippen, als mit einem Mal Phillip neben ihr erschien.

»Herrje, schleich dich doch nicht so an, Phillip!«, stieß sie hervor und rieb sich über die Stirn. Dankbar nahm sie ihm eine der Flaschen entgegen und öffnete sie, trank einen Schluck und wies auf die Pferde, die teilweise dösend auf den nächsten Ritt warteten. »Es lichtet sich gerade ein wenig. Vielleicht sollten wir den Pferden eine kleine Pause gönnen, wenn der Rest hier durch ist.«
Sie betrachtete die deutlich kleiner gewordene Menge an Kindern und nahm noch einen Schluck, ehe sie sich zu Lip umwandte. Neugierig legte sie den Kopf schief, kniff die Augen fragend zusammen und grinste. »Und wie lief es bei dir und Etálon? Das Publikum klang zumindest begeistert.«
Ihr war keineswegs sein suchender Blick nach Rebecca entgangen, doch die junge Texanerin brachte es nicht übers Herz, dieses Thema anzuschneiden. Offenbar trug sich der Pferdetrainer mit weit mehr Dämonen rum, als er selbst bemerkte. Niké knuffte ihn liebevoll gegen die Schulter und steuerte abermals den Randpunkt an, um die Kinder aufzuladen. Wie oft sie diesen Weg heute bereits bestritten hatte ... sie konnte es nicht einmal genau sagen. Aber es gefiel ihr. Bewegung, Pferde, Gesellschaft. Viel mehr wollte sie im Grunde eigentlich nicht. Die Augen Nikés huschten kurz zum Rand der Wiese, ehe ein feines Lächeln sich Bahn brach. Hoffentlich brachte der Abend noch mehr Erfreuliches.



{Ponyreiten | Bryan & Nick | Philip}

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Samu Kärkäinen
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BeitragThema: Re: Schulpark   So Okt 29, 2017 7:06 pm

Es war Samu nie schwer gefallen, neue Freundschaften zu schließen. Er war ein offener Mensch, der auf jeden zuging und er glaubte an das Gute im Menschen. Anders war es wohl auch nicht zu erklären, warum er es tatsächlich geschafft hatte, Sarahs Herz, das sie so gut weggesperrt hatte, zu erobern. Aber mit dem starken, finnischen Akzent, der sein Englisch durchsetzte, obwohl er sich redlich Mühe um eine fehlerfreie Aussprache gab, konnte man ihn wohl nur ins Herz schließen. In Skandinavien tickten die Uhren ein wenig anders als hier in Amerika, das hatte auch er lernen müssen, aber letztendlich hatte er sich damit abgefunden. Sie waren ein wenig eigenartig, die Amerikaner, aber sie waren auch liebenswert. Demzufolge freute sich der große Blonde umso mehr für seine eher verschlossene Freundin, dass nun ihre beste Freundin auf den Hof gezogen war. Maureen erzählte, dass auch sie hier eine Ausbildung machte und Samu hörte ihr interessiert zu. Er musste schließlich wissen, wer in Zukunft jeden Fauxpas von ihm erzählt bekommen würde. Bekanntlich wusste schließlich die beste Freundin alles, was der eigenen Freundin wiederfuhr. Und vielleicht würde er über Maureen sogar noch die ein oder andere Info über Sarah herausbekommen. Wobei er sie auch so noch besser kennenlernen würde. Alles, was wichtig war, das würde sie ihm erzählen. Das hoffte er zumindest, obwohl er nicht naiv sein wollte.

"Ja - es ist schon eine Weile her, da bin ich mit meiner Band noch unterwegs gewesen. Wir haben kleinere Shows gehabt, aber ... unsere Wege haben sich leider getrennt. Nur wie das so ist, einmal der Musik verfallen, immer der Musik verfallen." Entschuldigend hob er unter einem Lachen die Schultern. Er war keineswegs traurig darüber, dass er noch immer für sein Leben gerne Musik machte. Sie war für ihn, wie für die meisten anderen hier das Reiten. Er brauchte sie wie die Luft zum Atmen.
Tuuka war inzwischen immer erfreuter über die neue Gesellschaft und Maureen schien glücklicherweise ein hundefreundlicher Mensch zu sein. Besser für sie, war das definitiv. Sarah brach derweil in ein herzliches Lachen aus, das Samus blaue Augen noch mehr zum Strahlen brachte, als sie es ohnehin schon taten. Er liebte es, sie glücklich zu sehen. "Schlimm nicht, aber du bist trotzdem jede Zeile wert." Er war schon immer ein Charmeur gewesen und seiner direkten Art verdankte er es vermutlich, dass ihm so viele Frauenherzen zuflogen. Seine Worte konnten zwar schnulzig wirken, aber irgendwie taten sie es nicht, weil es immer noch Samu war, der sie mit einem verschmitzten Grinsen über die Lippen brachte und zu spüren war, wie sehr er Sarah liebte.
Dass Maureen den Hof sehen wollte, war nicht verwunderlich, hier gab es ja auch einiges, was man kennen sollte. Mit einem kurzen Blick über die Schulter vergewisserte sich Samu, dass Holmes wieder an den Stand zurückging, denn Nick war inzwischen zur Vielseitigkeitsprüfung aufgebrochen und Logan hatte sich zuvor schon verkrümelt. Knapp nickte der Musiklehrer seinem Chef zu, dann stimmte er in Sarahs Vorschlag ein. "Ich denke, ich habe mir eine Pause verdient und Hunger hätte ich auch langsam. Könnt ihr schon etwas hier empfehlen, was man sich nicht entgehen lassen sollte?" Es war inzwischen Mittag und er war früh aufgestanden, um beim Standaufbau zu helfen, da wurde es langsam mal wieder Zeit für eine Kleinigkeit. Schließlich war er ein großer Kerl.
Er schloss sich den beiden jungen Frauen an, als sie durch den Park schlenderten, während sein Grinsen, wie immer, auf seinem Gesicht haften blieb, und er jeden fröhlich grüßte, der an ihnen vorbeiging.

{Sarah & Maureen}

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Alistair Traynor

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BeitragThema: Re: Schulpark   Di Okt 31, 2017 11:42 am

Als Bewegung in die beiden Menschen kam, konnte Maya ihre Freude nur schwer verbergen. Schwanzwedelnd lief sie um die beiden herum, senkte hier und da ihre Nase mal gen Boden, nur um dann wieder erwartungsvoll zu den beiden aufzublicken. Sie war definitiv ein gut erzogener Hund. Keine Unarten, kein Weglaufen. Kein Wunder, dass Alistair sie ohne Leine so sorglos umherlaufen ließ. Es schien ja kaum Worte zu brauchen, damit die Wasserhündin auf ihren Besitzer hörte. Aber Tiere reagierten ohnehin sensibler auf Körpersprache oder nicht? So sah es Maya wohl auch schon kommen, dass die beiden Menschen im nächsten Augenblick einen Schritt in Richtung Innenhof tun würden, denn sie setzte sich schon in Bewegung und trabte voran. Schnupperte immer mal wieder an der ein oder anderen Ecke, ehe sie sich umblickte und vergewisserte, dass Sheela und Alistair auch ja mitkamen.

Hätte er gerne mehr über sie erfahren? So wirklich konnte Alistair das nicht sagen. Er wusste nicht recht, ob er jedes Detail über ihren Entzug erfahren wollte, wo ihm doch eigentlich auch die Information, dass sie es geschafft hatte, reichen konnte. Er würde nicht nachfragen, er war nie ein großer Fan von unbedeutenden Details gewesen und Sheela stand nun wirklich nicht auf seiner Liste der Menschen, die ihm in nächster Zeit Probleme bereiten würden. Da standen ganz andere. Finanzhaie, Börsenchef, Makler und so viele andere. Ganz oben: sein Vater. Aber Sheela würde er nicht auf diese Liste setzen. Sie würden keine Fehler mehr miteinander begehen, weil da nichts mehr war, auch wenn sich dieses Wiedersehen ein wenig anfühlte wie in Oxford. Am liebsten hätte er sich diese Bilder eigenhändig aus dem Kopf geprügelt, die Erinnerungen angezündet und erst dann in dieses Gespräch zurückgekehrt, doch das war wohl kaum möglich ohne sich selbst zu verstümmeln. Etwas, das er definitiv nicht anstrebte.
Vermutlich hatte Sheela recht und sie lernte Maya gerade kennen, mehr als oberflächlich war dieses Kennenlernen bisher aber nicht gewesen. Doch nach einer halben Stunde konnte man wohl kaum mehr erwarten. Es war ohnehin schon ein Wunder, dass sie es so lange nebeneinander ausgehalten hatten. Ihre letzten Aufeinandertreffen in Oxford waren nie länger als eine halbe Minute gewesen, weil sie sich beständig aus dem Weg gegangen waren.
Auf den Vorschlag der waliser Inderin hin musterte Alistair sie mit einem abschätzigem Blick. "Ich weiß nicht, ob die dort etwas Verzehrwürdiges anbieten." Natürlich war ein Traynor kleinlich, vor Allem wenn es um das Essen gingen. Waren das nicht alle Reichen und Schönen? Nur das Beste war gerade gut genug und wo kein Kaviar serviert wurde, da kehrte man gar nicht erst ein. Eigentlich hatte Alistair aber gestrichen die Nase voll von dem amerikanischen Fraß. Hamburger, Pommes - das war einfach nicht seines. Er war kein Gesundheitsfanatiker, aber er achtete doch auf seine Ernährung.
"Leider bin ich kein Fan dieser zu kurz geratenen Pferde, aber du kannst gerne eine Runde drehen, wenn dich das erfreut." Ein schiefes Grinsen, das sofort wieder verblasste. Er hatte seinen Zynismus wiedergefunden, doch wie oft kramte er den nur hervor, um sich selbst zu schützen? Schmerzlich rückten die Bilder von dem Unfall wieder in sein Bewusstsein und er straffte die Schultern und atmete durch, um sie irgendwie wieder fortzudrängen. Er wollte dieses wunderbare Pferd, das alles für ihn gegeben hatte, nicht immer und wieder stürzen und sterben sehen. Er wollte sich nicht an die Hilflosigkeit erinnern, die ihn nach dem Koma ergriffen hatte. Er würde die Pferde meiden, koste es, was es wolle.
Deswegen war Alistair fast dankbar, als Sheela unverfänglich das Thema wechselte, während sie in den Park hineinliefen, wo die Stände gut besucht waren. So viele Menschen. Warum waren sie nicht am Dressurviereck geblieben? Da würde man sie wenigstens nicht ständig anquatschen.
Sheela hatte aber ganz andere Sorgen. Die Ärzte in dem Krankenhaus schienen nur widerwillig bis gar nicht auf sie zu hören, was den Briten doch leicht schmunzeln ließ. Mit einem herausfordernden Blitzen in den Augen sah er sie über den Rand seiner Sonnenbrille hinweg an. "Frauen in Führungspositionen sind nun mal ein ernstes Problem in dieser Gesellschaft." Wie genau Alistairs Standpunkt zum anderen Geschlecht war, war bis heute nicht ganz geklärt. Früher war er wohl mehr als konservativ geprägt, doch eine Frau, die immer nur am Herd stand, fand selbst er inzwischen mehr als zurückgeblieben. Doch war er selbst wohl kaum ein Mann, der eine ChefIN akzeptiert hätte oder? Frauen sollten durchaus arbeiten, das ja. Aber die richtige, wichtige Arbeit durften sie gerne den Männern überlassen. Sheela Probleme fand er also gar nicht so abwegig, doch würde er ihr das kaum unter die Nase reiben. "Und wer steht hier auf dem Hof dann als Erster auf deiner Liste für Doktorspiele?" Das anzügliche Grinsen konnte er sich kaum verkneifen. Der Londoner hatte sich wohl geändert, aber eben auch nicht komplett. Anspielungen konnte er sich bis heute nicht verkneifen.

{<- DRESSURVIERECK | Sheela}

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Phillip Meehan

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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Nov 02, 2017 1:06 pm

Phillip hatte sich mittlerweile dran gewöhnt, dass es bessere und schlechtere Tage gab. Es gab diese Tage, wo er kaum aus dem Bett kam, niedergedrückt von all den Dämonen und Schatten, die zu seinem alltäglichen Leben gehörten. Es gab Tage, wo er zwar aus dem Bett kam, aber es nicht zustande brachte, wie eine normale soziale Person zu funktionieren - wo er sich abschottete und kaum ein Lächeln für irgendwen zustande bekam. Es gab Tage, wo er gereizt war, und sich von den anderen fernhielt, um seine schlechte Laune nicht an irgendwem anders auszulassen. Und dann gab es Tage, die besser waren; Tage, an denen er sich fast normal fühlte, und nicht wie irgendein Freak, der nur mit Medikamenten und alleine funktionieren konnte. Die Tage wie diesen, an dem das Turnier stattfand, waren am seltesten: Tage, an denen er sich gut fühlte, zu Witzen aufgelegt war, die Nähe von Personen suchte. Meistens wusste er dann nicht wirklich, was normal war, wie er sich richtig verhielt, und war dann so fröhlich und aufgedreht, dass Leute ihn komisch ansahen.
Deswegen versuchte Lip auch, ruhig zu bleiben, während er sich zu Nicole gesellte, obwohl sich eine Wärme in ihm ausgebreitet hatte, die ihm unbekannt war. Hamlet, an seiner Seite, blickte ihn mit einem wissenden Blick an, und seine hellen Augen leuchteten zu seinem Besitzer herauf, als der sich selbst eine Sprite gönnte. Nicole erschien ebenfalls sichtlich erleichtert über die Erfrischung. Die Rothaarige gehörte zu seinen Lieblingskollegen, sie war nett und großzügig und schien immer für alle ein Lächeln über zu haben; er wusste zwar nicht, was sie für Geheimnisse mit sich herumtrug, und besonders eng mit ihr befreundet war er auch nicht. Aber er mochte sie, und für Lip war das alles, was zählte, wenn es um Menschen ging.

"Ja, die haben wirklich genug getan." Lip signalisierte seinem Hund bei Fuß, stellte den Korb mit den Getränken weg und nahm sich selbst die Zügel eines Pferdes in die Hand - Ezekiel war das Pony, das er sich aussuchte. Es war auch nicht schwer, ein Kind zu finden, das den freundlichen Wallach reiten wollte, und bald liefen Nicole und er Seite an Seite mit den Ponies durch die Gegend. "Es lief gut. Du weißt, ich liebe dieses Pferd. Er wusste ganz genau, was zu tun war, und hat es mir richtig einfach gemacht." Er lächelte, als er sich an den Ritt von vor wenigen Minuten erinnerte. Etálon war wirklich der beste Partner, den er je gehabt hatte, das konnte er nicht oft genug betonen. Vielleicht würde er in der nächsten Zeit genug Geld sparen können, um den Wallach endlich zu kaufen. Er war vielleicht kein typischer Westernreiter, aber er konnte es nicht verhindern, dass er jeden Ritt genoss, den er im Sattel dieses Pferdes verbrachte.
"Wo haben sich denn alle hin verzogen?", fragte Lip mit einem Stirnrunzeln. "Wir sollten ja eigentlich doch mehr sein." Nur insgeheim konnte er zugeben, dass er auch nach Rebecca fragte. Die Frau hatte sich so viel Mühe gegeben, an ihn ranzukommen, ihm an seinen schlechten Tagen beizustehen - da wollte er jetzt auch endlich mal einen guten Tag mit ihr teilen.


{ Gedanken | Gespräch mit Nicole }

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Maureen Grey

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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Nov 02, 2017 1:10 pm


Durch die Begegnung mit Sarah und Samu war es Maureen komplett egal geworden wie ihr Prüfungsergebnis ausfallen würde. Die Prüfung lief nicht perfekt, weshalb sie sich die oberen Platzierungen bereits abgeschrieben hatte, trotzdem hoffte sie eine Schleife zu ergattern.

Doch die Aufregung wie Sarah und Maureen sich verstehen würden nach der langen Zeit hatte überwiegt und nun war Maureen sich sicher! Die Angst war unbegründet. Die beiden verstanden sich nach wie vor super, sie konnten dort weitermachen wo sie aufgehört hatten und alle anderen sollten sich vor den beiden in Acht nehmen.
"Nene mich wirst du so schnell nicht wieder los." Grinsend und spielend leicht kamen Maureen diese Worte über die Lippen, denn ihr Herz blühte auf bei den Gedanken nun ihre beste Freundin in ihrer Nähe zu haben - was sie noch nicht wusste, dass Sie sich auch ein Zimmer teilen sollten, das würde ein Spaß werden!
"Sarah kannst du mir nachher noch zeigen wo die Zimmer sind?" Fragend blickte sie zu ihrer Freundin bevor ihr Blick dann zu Samu ging, welcher das Wort ergriff. Aufmerksam hörte sie ihm zu. Sie konnte verstehen warum Sarah ihm nicht hatte widerstehen können, er schien ein von Naturaus froher Mensch zu sein. Dann erwarte ich aber irgendwann eine Kostprobe von dir Samu. Es war kein gespieltes Interesse, Maureen war wirklich gespannt was hinter seiner Musik steckte.

Die drei hatten sich in Bewegung gesetzt und kamen an den Waffelstand entlang. Bis auf sehr lecker aussehende Waffeln habe ich noch nichts entdeckt und davon hole ich mir jetzt auch schnell eine." Maureen hatte den perfekten Moment genutzt als niemand bei den Waffeln anstand, weshalb die beiden nicht lange warten mussten als sie mit einer dampfenden Waffel mit viel Puderzucker wieder zu ihnen ging. Jetzt war sie glücklich und biss genüsslich von der noch heißen Waffel ab.
[Gespräch mit Sarah und Samu]
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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Nov 02, 2017 6:36 pm

>> Innenhof

Rebecca hatte sich beeilt in den Stall zu gehen um einer Schülerin dabei zu helfen ihr Pferd für die Prüfung vorzubereiten. An sich war der Schimmel schon sauber und eingeflochten gewesen, doch er hatte offensichtlich andere Pläne nun waren fast alle Zöpfe wieder offen.
Damit die Schülerin nicht in Panik verfiel half Rebecca ihr das Pferd schnell einzuflechten und begleitete sie noch auf den Abreiteplatz, bevor die Reiterin sich dazu entschloss doch einmal beim Ponyreiten vorbei zu schauen. Auch wenn Ira ihre geplante Schicht übernommen hatte plagte sie Phillip gegenüber ein schlechtes Gewissen. Sie hatte Angst das er ein schlechtes Bild von ihr bekam wenn sie nicht half.

Gesagt, getan. Nachdem sie sich laufender Weise eine Waffel als Frühstück reinschob kamen ihr Samu und Sarah mit einer ihr unbekannten Frau entgegen. Kurz hob sie lächelnd die Hand und begrüßte die drei bevor sie eilig weiterlief. Natürlich nur um beim Ponyreiten zu helfen...natürlich - wer es glaubte.

Schon von leichter Entfernung konnte sie finden nach was die ausgeflippte Frau Ausschau gehalten hatte und sie musste sich eingestehen wie ihr Herz aufging als es so schien das Lip einen guten Tag erwischt hatte. Es ärgerte sie, dass sie seinen Ritt verpasst hatte aber sie würde ihn definitiv fragen wie es gelaufen war. Kurzerhand machte sich Rebecca auf direkten Wege zu den beiden.
Aktuell war kein Pony frei welches geführt werden musste, aber Rebecca würde gleich neues Wasser für die fleißigen Vierbeiner organisieren, aber vorher wollte sie dringend zu Nicole! Das diese praktischer Weise bei Lip war, war einfach nur ein glücklicher Zufall. Hey ihr zwei, ihr seit ja fleißig wie ich sehe. Begrüßte sie beide lächelnd und gesellte sich laufend neben Phillip. Nicole und sie hatten bisher nicht viel miteinander zu tun gehabt, was aber nicht hieß das Becca sie nicht leiden konnte, sie hatten einfach noch keine Zeit und auch keinen Grund gefunden sich viel Privat miteinander zu unterhalten.
Hast du später einen Moment Zeit für mich?" Fragend ging ihr Blick zu Phillip. Sie hatte sich fest vorgenommen ihn zu fragen ob er sie zum Ball begleitete, denn auch wenn alle damit rechneten das sie und Damien zusammen hingingen war dem nicht so.
Wenn sie in Begleitung ging dann sollte es nur Phillip sein, sonst würde sie alleine dort hingehen. Es war ihr nicht peinlich wenn er nein sagen würde, das würde sie voll und ganz verstehen, aber sie wollte es nicht besprechen während er sich auf Kinder und ein Pony konzentrieren musste. Im Grunde reichte es ihr schon Zeit mit ihm zu verbringen. Muss auch nicht sofort sein. Richtete sie wieder an beide, es sollte nicht so wirken als würde sie Nicole ihren Gesprächspartner stehen wollen.

[Lip & Nicole]

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BeitragThema: Re: Schulpark   Fr Nov 03, 2017 4:48 pm

    Entspannt hatte Nicole sich ein wenig an den abgrenzenden Zaun gelehnt, während sie dem Rappen sachte durch den Schopf fuhr. Der kleine Reiter war zufrieden vom Rücken des eindrucksvollen Tieres gerutscht und hatte sich tatsächlich mit leuchtenden Augen immer wieder umgesehen, während seine Eltern ihn mit sich in das Gedränge zogen. Belustigt und seltsam berührt winkte sie dem Knirps hinterher, sah sich um und erwartete die nächste Kinderschar.
    Inzwischen hatte es sich bereits ein wenig gelichtet, doch es gab noch immer etliche kleine Kinder und Jugendliche, die ihr Glück einmal probieren wollten - und die Texanerin würde ihnen diesen Wunsch nicht abschlagen. Als Phillip sich nun dazu gesellte und sich Ezekiel schnappte, lächelte sie unbewusst. Der Pferdetrainer mochte es nicht gerne hören, doch er ging mit den Tieren stets so charmant um, dass die Rothaarige beinahe darum bangte, ob er einer Frau die gleiche Aufmerksamkeit schenken könnte.

    Schließlich führten sie die Pferde über den Platz, während zwei jauchzende Kinder sich an den ruhigen Bewegungen der sensiblen Tiere erfreuten. Lächelnd drehte Niké ihren Kopf wieder zu Lip herum, lauschte diesem und lachte laut auf. »Du liebst dieses Pferd nicht einfach nur, Phillip.« Sie grinste, während sie den großen Wallach beruhigend über die Nüstern stich. Sie schien ihn mit ihrer Energie immer mal wieder aufzuwecken aus einem tranceähnlichen Zustand und lautlos entschuldigte sich die Therapeutin jedes Mal dafür. Sie tippte sich nachdenklich gegen die Lippen, ehe sie schwermütig aufseufzte und grinste.
    »Was ihr Beide habt ihr ... elementar. Beständig. Man kann es nicht in Worte fassen, aber es ist da. Und Glückwunsch zu diesem einfachen Durchlauf.« Sie zwinkerte ihm entgegen, führte ihren Wallach behutsam wieder zurück zur Ausgangsposition und hob amüsiert den Blick, als er nach den restlichen Helfern fragte.
    Sie hob das Kind vom Pferd, ehe sie ihren Arm provokant an ihm entlang ausstreckte und auf ein eng umschlungenes Paar deutete. »Da ist Kyra mitsamt Anhang. Tatsächlich einer mehr als anfangs eingeplant.« Sie wies auf den jungen Mann Ira, der kurz darauf schon wieder verschwand. »Er löst Becca ab ...«, sie gluckste leise und schenkte dem Trainer einen vieldeutigen Blick, wissend, dass er nicht ganz uneigennützig gefragt hatte. Sie wollte bereits Luft holen und den Rest vorstellen - Phillip und sich selbst - als mit einem Mal die eben Angesprochene kurz vor ihnen erschien.

    »Wenn man von der Wüste spricht, kommt's Kamel.« Die Texanerin ließ sich ihre anfängliche Irritation nicht anmerken, ehe sie mit einem knappen Kopfzeig Phillip auf die junge Frau aufmerksam machte - allerdings hatte er sie vermutlich bereits vor Nicole gesehen.
    Sie grüßte fröhlich, spürte, dass die Arbeit mit den Pferden und den zahlreichen Kindern ihr gut tat und winkte beide fast schon tadelnd fort, während sie nach Ezekiels Strick griff. »Los, Los, ihr Zwei.« Sie machte eine scheuchende Handbewegung, schnalzte mit der Zunge und lachte schließlich gelöst, stemmte die Hände mit je einem Strick in der Hand in die Seiten. »Ich schaff das schon allein. Bin ja groß ... manchmal jedenfalls.« Sie klatschte kurz in die Hände, sodass beide Pferde kurz mit dem Kopf empor zuckten, dann jedoch weiter dösten. Entspannter griff sie nach den Stricken beider, führte den Rappwallach an die Seite und ließ ihn dort ein wenig saufen. Ein Helfer nahm ihr das Tier ab und Nicole führte Ezekiel zu den wartenden Kindern, Rebecca und Phillip sich selbst überlassend.

    {Phillip | Gespräch, gute Laune | Rebecca & Phillip | Vorerst wieder allein}

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BeitragThema: Re: Schulpark   Sa Nov 04, 2017 5:15 pm

Mit Nicole Zeit zu verbringen, war für Phillip einfach. Sie war einfach die Art Persönlichkeit, bei der man das Gefühl hatte, sich nicht verstellen zu müssen. Lip brauchte nicht "so tun als ob" und konnte die Fassade des reichen Schnösels ganz einfach fallen lassen, wenn er sich mit seiner Arbeitskollegin unterhielt. Sie war die Art Persönlichkeit, die ihm immer ein besseres Gefühl gab - er mochte sie wirklich gerne und arbeitete noch lieber mit ihr zusammen. Manchmal überraschte ihr Pferdeverstand ihn weniger, als ihr ausgeprägter Menschenverstand; normalerweise arbeiteten Menschen hauptberuflich mit Tieren, weil sie Menschen nicht ausstehen konnten - da war er ein Paradebeispiel für. Nike war da ganz anders, und das schätzte er an ihr. Die Freundschaft war einfach, ungezwungen, und wurde nur deswegen noch besser, weil keiner von beiden auch nur irgendwann einmal irgendein Anzeichen gegeben hatte, dass sie sich für einander interessieren könnten. Sie waren einfach nur lockere Freunde, da stand gar nichts anderes im Raum, und das erleichterte Lip.
"Da magst du recht haben", erwiderte Lip in leichtem Ton auf Nicoles Kommentar, dass Etálon und er ein unzertrennliches Team bildeten. Nicht mehr lange, sagte er sich selbst, dann würde er das auch auf dem Papier haben - und der Gedanke brachte ein kleines Lächeln auf seine Lippen. "Ich bin echt froh, dass Sebastian ihn gekauft hat." Denn ganz ehrlich - so sehr Phillip es auch genoss, mit schwierigen Pferden zu arbeiten, und diesen quasi unreitbaren Geschöpfen wieder eine gute Aussicht auf das Leben zu geben; manchmal wollte er doch einfach nur einen Partner haben, auf den er sich verlassen konnte, und dem er blind vertrauen konnte, egal, in welcher Situation. So sehr er die Fortschritte genoss, die Phoenix und er machten - mit Etálon würde der Fuchs niemals mithalten können. Kein Pferd der Welt würde das.
Mit halbem Ohr lauschte Lip Nicole, ein wenig gefangen in den Träumen von diesem Pferd, mit dem er aufgewachsen war. Aufhorchen tat er erst, als Becca ins Spiel kam - so traurig es war, dass er das zugeben musste. Schon über den halben Park konnte er die tätowierte Lehrerin erkennen, und er konnte nicht leugnen, dass er in dem Moment ein wenig aufhorchte. Warum hatte sie sich ablösen lassen? Und warum kam sie jetzt so sicheren Schrittes auf ihn zu? Und warum zum Teufel guckte Nike ihn jetzt auch noch in diesem Ton an? Lip musste zugeben, dass er gern die Kontrolle über Situationen hatte. Er musste auch zugeben, dass er das Gefühl hatte, dass er bei Rebecca immer jegliche Kontrolle zu verlieren schien. Sein rasendes Herz, als er sie sah - und als Nicole ihn auch noch so hilfreich auf sie hinwies -, war der beste Beweis dafür.

Als Rebecca ihn ansprach, war Phillip erstmal einen Moment lang sprachlos - was sie wohl von ihm wollte? Er wusste nicht, was er antworten sollte, nachdem er sie gegrüßt hatte. Natürlich würde er einen Moment haben, für Rebecca würde er wohl immer Zeit finden - was auch immer das zu bedeuten schien. Zum Glück nahm Nicole ihm das Antworten ab, und er hatte Zeit genug, das Kind vom Rücken des Norwegers zu heben und es glücklich zu seinen Eltern laufen zu sehen. Dass Nike ihn allerdings protestlos entließ, überraschte den Trainer schon ein bisschen - er hätte gedacht, dass sie seine Hilfe hätte haben wollten. Aber naja, um die Situation drum herumgekommen wäre er eh nicht.
"Du hast sie gehört", Lip lächelte Rebecca an, bevor er Hamlet an seine Seite rief und die beiden sich etwas von Nicole und dem Ponyreittreiben entfernten, in Richtung der Bäume am anderen Ende der Wiese, weg von dem Trubel des Tages. Zum Abschied schenkte er Nicole noch ein halb unsicheres, halb entschuldigendes Lächeln, bevor er seine Aufmerksamkeit auf die junge Frau richtete, von der er sich nicht mehr zu lösen können schien. "Worum gehts?", fragte er, als sie Abstand zwischen sich und den Rest der Mengen gebracht hatten. Die Frage war: wollte er das wirklich wissen? Irgendwas in Rebeccas Verhalten verunsicherte ihn. Andererseits - verunsicherte ihn nicht alles, was mit ihr zu tun hatte?


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BeitragThema: Re: Schulpark   Di Nov 07, 2017 5:47 pm

>> Innenhof
Wenige Sekunden wirkten wie nie enden wollende Minuten. Rebecca wusste nicht was oder was nicht zwischen ihr und Phillip war, weshalb sie genau so wenig ahnte wie er auf ihre Frage reagieren würde. Was wenn er gar keine Lust hatte mit ihr Zeit zu verbringen?
Die Frau die sonst immer relativ schnell bei Mensch und Tier verstand wie ihr gegenüber tickte tappte bei Lip immer noch im dunkeln.
Leicht irritiert darüber wie schnell Nicole dann davon gezogen war und der Bereiter sich voll und ganz auf sie konzentrierte ging sie neben ihm über die Wiese. "Wie war dein Ritt Lip? Ich habe ihn leider verpasst." So gern hatte sie den Ritt sehen wollen, denn sie wusste wie gut der Bereiter mit seinem Seelenpferd harmonierte.
Es war gut, dass die beiden etwas abseits zum stehen kamen. So würde nicht jeder mitbekommen wenn Phillip ihr einen Korb gab, oh Gott was war wenn er das wirklich tat?! In Rebecca stieg die Panik, sollte sie ihn wirklich fragen? Hatte sie einen guten Grund Phillip zu fragen? Den Mann der sich gegen ihre Hilfe anfangs so sehr gewehrt hatte und sie auch jetzt noch nicht oft an sich heran ließ. In ihrem Kopf herrschte ein Chaos doch ihr Herz wusste genau was es wollte und das war eindeutig! Ihr Herz wollte das niemand anderer als Phillip sie zum Ball begleitet, sie hatte sich extra vor wenigen Tagen ein Kleid gekauft, -  ja, Rebecca Morgan besaß nun ihr erstes Kleid seit ihrer Konfirmation im Kleiderschrank!
Kurz fuhr sie sich durch ihre Naturroten Haare und spielte mit der anderen nervös mit ihren Fingern herum. Also ich habe mich gefragt ob... Rebecca kannte es nicht so nervös zu sein, wo war ihre lockere Ader hin wenn man sie brauchte? Ich wollte wissen ob du Lust hast mich zum Ball zu begleiten. Sie hatte sich bemüht langsam zu sprechen, doch die Worte ratterten wie eine E-Lock über ihre Zunge und leicht genuschelt waren sie auch. Ob Lip sie überhaupt verstanden hatte?
Etwas nervös aber trotzdem lächelnd sah sie zu dem Mann, der ohne sein Wissen dabei war, der Wichtigste in ihrem Leben zu werden und das obwohl sie sich solange dagegen gewehrt hatte. Sie hatte sich nicht in einen ihrer guten Freunde vergucken wollen, hatte sich in keinen Arbeitskollegen verknallen wollen und dann hatte sie Lip kennen gelernt.


[Lip & Nicole]

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BeitragThema: Re: Schulpark   Gestern um 5:37 pm

» Plot 11: Prom Night
Frühlingsgefühle inklusive


Die letzten Wochen waren chaotisch, geradezu die Hölle: nicht nur gab es viel emotionales Drama für die verschiedenen Bewohner der Ranch, nein; auch die Abschlussprüfungen standen an. Für die Auszubildenden hat sich das erste Lehrjahr dem Ende zugeneigt, für die Schüler das erste Schuljahr - für manche bedeutete das trotzdem, dass sie sich auf die Versetzungsprüfungen vorbereiten mussten. Das, zusammen mit allem anderen, was geschehen war, hat eine Menge Druck auf die Bewohner des Internats gepackt. Doch nun ist es vorbei, und ein letztes Abenteuer vor den langen Sommerferien steht an: der Abschlussball!

Am Mittag hat es in jeder Stufe Zeugnisse gegeben, für die Auszubildenden die Ergebnisse der Jahresabschlussprüfungen, und in den nächsten Tagen wird der Hof sich leeren, die meisten werden über die Ferien wegfahren - Schüler müssen den Hof verlassen, Auszubildende, Mitarbeiter und Lehrer haben die Chance, auf der Horizon Ranch zu bleiben. Als krönender Abschluss des goldenen ersten Jahres hat man sich was ganz besonderes überlegt: einen Abschlussball. Die Aula des Schulgebäudes hat man in ein glitzerndes Wunderland verwandelt, es gibt ein Buffett, genug Tische, damit jeder sitzen kann, und eine Tanzfläche, die ebenfalls groß genug für alle sein sollte. Im Park sind unzählige Lichterketten aufgehangen worden, um auch draußen für eine romantische Abschlussstimmung zu bringen. Alle Bewohner haben sich nach bestem Wissen und Gewissen aufgetakelt und freuen sich auf diesen letzten Abend.

## Freitag, 27. Juni 2014 ;; 20:00
## sonnig, perfekter Abend, 25°C
## bespielbare Orte: Aula, Park
## Holmes hat bereits seine Rede gehalten und den Ball feierlich eröffnet - ergo, alle Gäste befinden sich bereits in der Aula oder im von dort aus zugängigen Park: keiner kommt erst an!
## Bitte bedenkt, dass die Erfüllung der Quests Pflicht ist!



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