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 Schulpark

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BeitragThema: Re: Schulpark   Fr Jan 13, 2017 2:58 pm

Von dem Jugendlichen bekam Michael ein 'Hi' zurück, während dieser noch immer abschätzte, wie weit dessen Arme über den Tisch hinaus langen konnten. Eigentlich wollte er sich einreden, dass er das nicht mehr machen brauchte und das alles in seiner Vergangenheit lag. Aber leider hatte die Zeit zu oft gezeigt, dass es immer noch passieren konnte. Der freundliche Ton, den der Ältere anschlug, als er nach Michaels Begleitung fragte, beruhigte ihn etwas. So schnell würde es wohl nicht dazu kommen. "Seth", meinte der Zwölfjährige knapp. Dieser wusste sofort, dass über ihn gesprochen wurde und stellte sich neugierig auf seine Hinterpfoten, während er sich mit seinen Vorderpfoten am Stand abstützte. Die kleine kahle Narbe an seiner Brust, die noch nicht wie die anderen wieder zugewachsen war, präsentierte er so dem Jugendlichen dahinter. "He, runter.", sagte der Braunhaarige sanft aber bestimmt. Sanft schlang er einen Arm um den Hals seines Freundes und schob ihn ebenso sanft mit der Hand an der Brust von der Tischkante runter. Grunzend ließ sich der Staff wieder auf seine vier Pfoten fallen und grunzte noch lauter, als Michael sich zu ihm beugte und ihn kraulte. "Eigentlich nicht.", beantwortete Michael seinem Gegenüber dessen Frage. "Aber man weiss ja nie, wie das Umfeld auf ihn reagiert", ergänzte er und musste dabei daran denken, wie ein paar Jungen seiner derzeitigen Schule gemeint hatten, ihren Hund auf Seth zu hetzen, da Seth ja schließlich der böse Hund war. Danach hatte Michael erst mal alle Hände voll zu tun, die beiden Hunde von einander fern zu halten. Zum Glück hatte er jedoch zwei Leinen dabei gehabt und konnte sie so an verschiedene Laternen binden, während die Idioten ihren Hund noch anfeuerten. Seth war da noch recht neu im Haushalt und war noch sehr ängstlich. Michael hatte es ihm ansehen können. Die Situation hatte darin geendet, dass Michael sich mit den Jungen geprügelt hatte. Er hatte zwar kläglich verloren, aber das Veilchen und die aufgesprungene Lippe hatte er die nächsten Tage, nicht wie seine Narben, mehr als Trophäe als als Mahnmal getragen. Er hatte den Typen gezeigt, dass er seinen besten Freund verteidigen würde, koste es, was es wolle.
Der schwarze Rüde drückte sich etwas enger an Michael und genoss die Streicheleinheiten. "Eigentlich ist der Halti als Schutz für Seth gedacht. Jeder kann so eigentlich sofort erkennen, dass er nicht aggressiv ist, so wie das Band hängt.", meinte der Zwölfjährige und strich dem Rüden ein letztes Mal über die Schulter, bevor er sich wieder aufrichtete. "Würde es Probleme geben, wenn ich ihn mitbringen würde?", fragte er dann den Älteren. Michael hatte eigentlich nicht wirklich die Lust, von den MacRichards zu einem tollen Reiter erzogen zu werden. Vor allem, weil er sich wie der Ersatz für ihren verstorbenen Sohn fühlte. Ein begnadeter Dressur- und Springreiter, soweit er gehört hatte. Und dessen Name hatte auch mit M begonnen. Daran musste er sich sowieso noch gewöhnen. Vor einiger Zeit hatte er noch auf Javier gehört. Welcher Idiot war auf die glorreiche Idee gekommen, er bräuchte einen anderen Namen? Ihn hatte man ja noch nicht einmal gefragt, ob das für ihn ok war. Man hatte ihm einfach gesagt, dass er ab sofort Michael hieß.


{Gespräch mit Colin}
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Logan Cunningham

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BeitragThema: Re: Schulpark   Mo Jan 16, 2017 12:57 pm

    Logan war von Hause aus eher zurückhaltend und gab seine Meinung lediglich dann zum Besten, wenn sie tatsächlich erforderlich war. Gut, Colin und Joey hatten in ihrer langjährigen Freundschaft schon ein wenig mehr Sozialkompetenz aus dem Siebzehnjährigen herausgekitzelt, aber es blieb nun einmal Fakt, dass Logan, vollständig auf sich allein gestellt, unfähig war, auch nur Smalltalk zu betreiben. Dementsprechend verkrampfte er sich intuitiv, als ein junges, blondes Mädchen direkt auf ihn zusteuerte und ihn offen anlächelte. Hilfesuchend warf er einen Blick zu Colin, danach zu Holmes und seinen Kollegen, die jedoch in ein Gespräch vertieft waren. Kurz darauf blieb ihm ohnehin keine Möglichkeit zur Flucht mehr, denn die Jugendliche, die ungefähr sein Alter haben konnte, sprach ihn geradeheraus an. »Hi! Sag mal, könntest du mir helfen, meine Eltern zu finden? Ich muss sie in dem Chaos verloren haben.«
    Der Siebzehnjährige blickte ein wenig verdattert zu Lucy hinab, die ihn aus großen, blauen Augen bittend und hilfesuchend ansah. Einige Augenblicke zuvor hatte der Dunkelhaarige einen ähnlichen Blick gesehen, allerdings war der Besitzer kein Geringener als der Weimaranerrüde seines Musiklehrers, Tuuka. Verlegen kratzte Logan sich am Hinterkopf, ehe er sich einen kurzen Ruck gab und ihr die Hand entgegenstreckte. Zumindest ein wenig gute Manieren wollte er zeigen. »Hallo. Ich bin Logan.«, stellte er sich knapp vor und lächelte angestrengt, während er aus dem Augenwinkel heraus wahrnahm, dass Holmes sich verabschiedete und zu seinem Ritt begab. Verdammt! Der Schulleiter hätte ihm durchaus helfen können, um Lucys Eltern ausfindig zu machen, dann jedoch wandte er sich entschuldigend lächelnd wieder zu besagter Besucherin herum. Es galt immerhin, sie von dem Internat zu überzeugen. »Entschuldige bitte. Natürlich. Weißt du, wo du sie zuletzt gesehen hast?« Kurz rieb er sich die Nase, während er darüber nachdachte, wo das nächste Telefon stand. Eventuell konnte sie die Nummer ihrer Eltern aus dem Kopf, Logan wusste nicht einmal seine eigene, geschweige denn, dass er sich gemerkt hätte, wo er sein Handy abgelegt hatte. Dann jedoch rief sich ausgerechnet sein Musiklehrer in Erinnerung und der Siebzehnjährige blinzelte irritiert. »Und du magst gerne diese ganze Hofinfodings?« Das charmante Lächeln des Lehrers, dazu die blonden Haare und die schelmisch funkelnden, blauen Augen des Finnen waren dazu gemacht, um Frauen den Kopf zu verdrehen. Oder wahlweise auch einzelnen Männern, aber Logan war viel zu sehr darauf bedacht, diesbezüglich in kein Fettnäpfchen zu treten, als dass er amouröse Ambitionen für seinen Lehrer gehabt hätte. Etwas verrutscht lächelte er zurück, winkte Lucy mit einer kurzen Geste mit sich zu Samu und stellte beide rasch einander vor.
    »Lucy, das ist Samu Kärkäinen, Lehrer für Musik und Psychologie auf dem Internat. Sir, dies ist Lucy und sie hat ihre Eltern aus den Augen verloren.« Kurz hielt er inne, dass beide Menschen einander kurz vorstellen konnten, dann fuhr er unbeirrt fort und spürte die Erleichterung durch seinen Körper fließen, eine Aufgabe zu haben, die ihn etwas ablenkte. Eventuell konnte er sich das Telefon seines Lehrers ausleihen, damit Lucy ihre Eltern telefonisch erreichte? So oder so, sie müsste die Nummer kennen und wenn dies nicht der Fall war, würde er sie zwangsweise über den gesamten Hof begleiten. Verlaufen konnte er sich ja Gott sei Dank nicht, nach fast eineinhalb Schuljahren kannte auch er sich inzwischen aus. »Haben Sie eventuell ein Telefon bei sich, dass Lucy nutzen könnte?« Fragend sah er dem Finnen entgegen, bevor er fragend die Augenbraue hob. Wenig später sah er nochmals prüfend nach Lucy, nicht, dass er sie jetzt verloren hätte.

    [Stand | Gedanken | Lucy & Samu | Spricht mit Beiden]
    {Sorry für die lange Wartezeit, ich habs geschafft, mir die Hand zu verletzen und kann nicht wirklich viel machen :')}



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BeitragThema: Re: Schulpark   Mo Jan 16, 2017 3:22 pm

Einstiegspost:

Mit einer Sonnenbrille auf der Nase trat der Vielseitigkeitslehrer aus dem Haus und streckte sich. In seiner Hand hatte er, wie meistens, eine Dose Energy-Drink. Eine schwarze Pikeur-Reithose, darüber braune Lederstiefel und ein grünes Poloshirt brachten den durchtrainierten Körper des Lehrers gut zur Geltung. Das Poloshirt passte perfekt zur Ausrüstung seines Braunen, mit dem er nachher noch starten würde.
Spotty stand bereits fertig gestriegelt und eingedeckt in einer leichten Abschwitzdecke in seiner Box und genehmigte sich noch etwas Heu. Nick würde ihn nachher nur noch stallen müssen und dann konnte es los gehen.
Der dunkelhaarige war schon seit einigen Stunden auf den Beinen. In aller Frühe war er joggen gewesen, hatte dann gefrühstückt und anschließend hatte er Goldie longiert, ehe er seinen Braunen für das Turnier vorbereitet hatte. Wirklich gedanken um den anstehenden Start machte er sich nicht. Auch wenn er die aktuelle Strecke nicht kannte, so waren er und Spotty schon wesentlich höher gestartet und auch wenn die Schulleitung die Strecke umgebaut hatte, so kannten Pferd und Reiter doch jedes Hinderniss auf der Strecke.
Frisch geduscht schlenderte Nick jetzt also über den Hof rüber in den Park, wo er zugestimmt hatte, vor seinem Start noch am Schulinfostand zu helfen.
Von weitem sah er wie sich Sebastian und Rhael auf den Weg zu den Stallungen machten und den Musiklehrer Samu mit einem Schüler alleine zurück am Stand ließen. Also ging es bei den Beiden wohl jetzt auch los.
Schnell überbrückte er die letzten Meter und gesellte sich zu seinem Kollegen.
"Morgen Samu, Logan!", grüßte er Beide und strich Samus Hund kurz über den Kopf.
Vor dem Stand stand ein junges Mädchen welches Logan direkt ansprach und Nick nutzte die Zeit um sich die ausliegenden Flyer durchzusehen.
Am Stand neben ihm bemerkte er Colin, der alles andere als fit aussah und er grinste breit. Der junge Mann war nicht sein Azubi, aber einer seiner Schüler und kein all zu schlechter Reiter. Das würde der Halbspanier jedoch niemals zugeben. Er würde nachher gegen ihn antreten, doch so wie Colin ausah würde das kein Problem werden.

(Einstiegspost/ Rückblick/ geht zu Logan und Samu)
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Samu Kärkäinen
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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Jan 19, 2017 5:48 pm

Herrlich! Es war einfach herrlich, das Leben hier auf dem Hof so pulsieren zu spüren. Alles wuselte umher und überall gab es etwas zu sehen, der Schulpark war so voll, wie selten zuvor und überall erblickte man interessierte Gesichter. Samu konnte sich kaum satt sehen an diesem Erfolgserlebnis, das dieses Wochenende der offenen Tür - wie es offiziell hieß - werden würde und auch jetzt schon war. Sein Hund sah das offenbar ähnlich, denn es waren bereits einige Personen stehen geblieben, um den Weimaraner zu streicheln, was dieser schwanzwedelnd entgegennahm. Ihm war jedwede Art von Beschäftigung nur recht und wenn man ihn gerne hatte, war er umso eifriger dabei. Von ihm aus, konnte man ihn auch den ganzen Tag streicheln, sofern das mit seinem Drang Herumzutollen vereinbar war.
Hin und wieder kam jemand vorbei und besah sich der Flyer, die am Stand ausgelegt waren, doch bisher hatte es noch keine intensiveren Gespräche gegeben. Selbst, wenn es um Tuuka ging, beschränkten sie sich auf "Gott, ist der süß". Samu konnte darüber nur lächeln - der Blaugraue schien ein wirklicher Frauen- und Kindermagnet zu sein, doch wer konnte es ihnen verübeln? Mit seinen blauen Augen war er ja auch zu niedlich, wenngleich er seiner Welpenform von vor einem halben Jahr längst entwachsen war.
Sebastian und Rahel mussten inzwischen mit ihren Prüfungen an der Reihe sein, denn vom Reitplatz dröhnten schon die nächsten Startnummern aus den Lautsprechern herüber. Gerade jetzt näherte sich ein junges Mädchen dem Stand und steuerte zielgerichtet auf Logan zu, der offensichtlich unsicher wurde. Mit einem Lächeln auf den Lippen beobachtete der blonde Finne den dunkelhaarigen Schüler, wandte sich dann jedoch ab, denn er wollte die beiden nicht weiter stören. Sie würden schon klar kommen. Natürlich hatte er Logan schon im Unterricht erlebt und ihn als eher zurückhaltend kennengelernt, doch sollte ein simples Gespräch mit dem anderen Geschlecht seine Sozialkompetenz wirklich überfordern? Samu kannte es zwar nur so gut, dass ein weibliches Gegenüber das männliche Sprachenzentrum für eine Zeit lang lahm legen konnte, aber er baute darauf, dass Logan diese Aufgabe meisterte. Er konnte dem Gespräch jetzt auch nicht weiter folgen, denn Nick näherte sich ihnen und gesellte sich zum Stand. "Morgen, Mr Walsh, na - ausgeschlafen?" Etwas spöttisch blitzten die blauen Augen den Vielseitigkeitslehrer an. Natürlich nannte Samu ihn nur spaßeshalber beim Nachnamen, denn im Kollegium duzten sich nahezu alle. Und bisher hatte Nick immer Humor bewiesen, sodass Samu nicht daran glaubte, dass er dies in den falschen Hals bekommen könnte, zumal er immer noch ein charmantes Grinsen inpetto hatte, dem auch die meisten Männer it ihrem Groll erlagen.
"Entschuldige mich, mein Typ wird verlangt." Er hob entschuldigend die Schultern, als Logan sich an ihn wandte und im selben Atemzug auch schon vorstellte. Clever war der Junge durchaus, das musste man ihm lassen. Zog sich geschickt aus dieser Situation, mit der er selbst überfordert schien, indem er sie einem anderen aufbürdete. Wobei Samu kein Problem damit hatte, sich anderen Menschen zuzuwenden. "Freut mich Lucy." Erstaunlicherweise machte Logan dann doch nicht gleich einen Rückzieher, sondern fragte nach einem Telefon. Samu fragte sich, wer in dieser Zeit noch ein Telefon benutzte, denn für ihn inkludierte dieses Wort immer augenblicklich einen Festnetzanschluss. "Ein Handy durchaus - wie lautet denn die Nummer?" Der Lehrer zog sein HTC aus der Hosentasche und entsperrte das Display, während er die Frage stellte, bei der ungeklärt war, ob sie an Logan oder an Lucy gerichtet war. Letztendlich würde der Schwarzhaarige wohl kaum die Nummer der Eltern einer Fremden kennen.
{Gedanken | Tuuka | Nick | Logan & Lucy}

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Hazel McMillan

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BeitragThema: Re: Schulpark   Fr Jan 20, 2017 9:02 pm

Es war der reinste Wahnsinn.
Hazel hastete mit der Kasse für den Kuchen- und Waffelverkauf aus dem Hauptgebäude heraus und wurde schier erschlagen von der Masse an Schaulustigen und in ihren Augen Wahnsinnigen. Sie hatte verschlafen, weil sie am vergangenen Abend zu lange mit ihrer Granny geredet hatte. Der Zustand ihres Vaters hatte sich nicht verändert, also gab es auch keine Hoffnung, dass dieses Exil enden würde. Nicht, dass das so schnell ginge. Dieses Schuljahr war so oder so verloren und ihr Dad würde sich nicht ausreichend um sie kümmern können, dass man ihm das Sorgerecht wieder zusprechen würde, selbst wenn er nun aus dem Koma erwachen würde. Reha wäre nötig und erst dann konnte sie mit Jill besprechen, ob sie zurück nach London könnte. Es gab also keinerlei Veränderung. Sie saß fest und in ihrem Fall war Amerika genauso schlimm wie der Deltaquadrant in ihrer Lieblingsserie. Wenigstens konnte sie mit Granny reden, die ihrem Vater in so vielerlei Hinsicht ähnelte, aber ihre Liebe für Zahlen teilte. Wäre nur die Zeitverschiebung nicht! Dann wäre Hazel heute morgen bestimmt besser aus dem Bett gekommen und hätte die erneute Versammlung von Pferdefreunden vielleicht etwas besser verkraftet. Oder zumindest besser damit umgehen können. Nun kam sie zu spät zum Waffelstand und das als älteste Schülerin. Auf der Liste hatten sonst nur Jim Turner und Lena Laress gestanden. Beide waren Reiter, also würden sie sich wohl irgendwo im Stall herumtreiben, um sich auf das Turnier vorzubereiten. Wahrscheinlich standen die beiden Unterstufenschüler jetzt ziemlich überfordert dort herum. Und wenn nicht überfordert dann trotzdem so, dass sie nichts verkaufen konnten.
Gut, Hazel hatte auch noch Lesestoff zusammensuchen wollen, ehe sie die Kasse im Sekretariat abgeholt hatte. Sie würden mit fünf Leuten an einem Stand sicherlich nicht den ganzen Tag ackern müssen, allerdings hatte sie sich für den ganzen Tag eingetragen und konnte schlecht weg, um über irgendwelche Stangen zu hüpfen oder Tonnen zu umrunden. Also würde man es ihr doch verzeihen, wenn sie zwischendurch ein paar Formeln nachzuvollziehen versuchte.

Entsprechend beladen mit Kasse und 'Einführung in die höhere Mathematik' bahnte sie sich ihren Weg zwischen den Besuchern entlang, bis sie im Park angekommen war und tatsächlich nur die beiden Kinder am Stand sah. Und einer von beiden saß im Rollstuhl!
Hazel verlangsamte ihre Schritte. Natürlich hatte sie den Jungen schon häufig gesehen, weil er einfach auffiel, aber bisher hatte sie zu der Erscheinung noch keinen Namen gekannt. Wie von selbst blieb ihr Blick an den Rädern hängen und wie von selbst wurde das Vehikel größer und aus Dean wurde ihr Vater. Würde das sein Schicksal sein? Würde er am Ende vielleicht nie wieder tanzen können, weil die Kopfverletzungen auch das beeinträchtigten? Schnell schüttelte die Siebzehnjährige den Kopf, versuchte zu lächeln und hielt die Kasse empor, während sie auch Levana, aber vor allem ihre Reitkleidung registrierte. Wie hätte sie auch erwarten können, dass sie heute jemand Normalen kennenlernen würde?
„Hey, tut mir leid, dass ich so spät komme. Hier ist die Kasse“, begrüßte sie und schob sich ebenfalls hinter den Stand. „Ist sonst alles fertig?“



[Gedanken | zu Dean und Levana]

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Colin Dearing

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BeitragThema: Re: Schulpark   Mi Feb 01, 2017 8:08 am

Es gab immer noch Tage, da sehnte sich Colin nach den guten, alten Zeiten zurück. Die Zeiten, als Liam und er noch Ponies geritten waren, und sich Joey und Logan mit drauf geschwungen hatten, damit sie zu viert zum nahegelegenen See reiten konnten. Er vermisste es, wie einfach die Welt gewesen war. Joey und er in einer Klasse, Logan in der unter ihnen, Liam noch zwei Jahre jünger. Es war alles so einfach gewesen, bevor ... bevor er es versaut hatte. Noch immer hatte er keine Chance gehabt, sich bei Liam zu entschuldigen - Liam, dem er das Herz gebrochen hatte, wieder und wieder. Bei Joey war es was anderes. Er war jetzt mit der Schule fertig, und war für den Abschluss wieder nach Hause gegangen. Joey war ihm nicht böse, er war nur sehr weit weg und von daher schwer zu erreichen. Aber Liam? Liam war weg.
Jetzt gerade, wie Colin so vor diesem Jungen mit seinem Hund stand, wurde Colin wieder daran erinnert, und die alten Wunden öffneten sich erneut. Normalerweise passierte das nachts, wenn er sich dann an Logan festhalten konnte, weil er sonst Angst hatte, auseinader zu fallen. Hier war er alleine. Und er musste eine gute Figur machen, denn dieser fremde Junge hier vor ihm wollte anscheinend hier auf diese Schule gehen, und er musste einen guten Eindruck hinterlassen. Nur mit Mühe schluckte Colin also wieder einmal ungewollte Gefühle hinunter und behielt seinen offenen Gesichtsausdruck - nur ein geübter Colin-Kenner würde das kurze Zögern erkannt haben.

"Ich find es schade, dass Kampfhunde abgestempelt werden. Andere müssen auch nichtt mit Maulkorb laufen, obwohl da genauso viel passieren kann" Aus einer Eingebung heraus ging Colin um den Stand herum, und präsentierte dem Hund die Hand, sodass er sie beschnüffeln konnte. "Hallo, Seth.", sagte er leise mit einem kleinen Lächeln. Dann wandte er seinen Blick wieder dem Jungen zu. "Ich bin übrigens Colin. Und du bist ...?"
Die Frage, die der Junge gestellt hatte, war wohl zunächst in dem Wirrwar in Colins koffeinbenebelten Kopf verloren gegangen, doch als er seine Frage stellte, blitzte sie wieder hoch, und er gab direkt noch eine Antwort, chaotisch wie er war. "Ich denke nicht, dass es mit ihm Probleme geben wird. Wir haben Hengste hier, die gefährlicher drauf sind als dein Begleiter hier." Mit einem Schmunzeln dachte er an Peacemaker, den jungen Vollbluthengst von Sarah - der würde alles kurz und klein schlagen, ohne mit der Wimper zu zucken, wenn ihm was nicht passte. Aber Colin wusste noch nichtmal, ob sein Gegenüber Erfahrung mit Pferden hatte, und er wollte nicht direkt alles kaputt machen.


{ Gespräch mit MICHAEL }

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BeitragThema: Re: Schulpark   Mi Feb 01, 2017 8:18 am


LUCY PETERS

Es war eine Unverschämtheit, dass ihre Eltern nicht auf sie geachtet hatten! Immerhin waren sie doch nur wegen ihr hier? Und jetzt musste sie also mit Fremden reden, um zu bekommen, was sie wollte! Da hatte sie ja mal gar keine Lust drauf. Der Junge, den sie angesprochen hatte, entpuppte sich als schüchtern und unbeholfen, und sie kam nicht umhin, ihn irgendwie süß zu finden. Logan fragte sie, wo sie ihre Eltern zuletzt gesehen hatte, aber sie war sich nicht sicher - sie hatte genug andere Dinge gehabt, auf die sie hatte achten müssen. "Nein. Irgendwo im Stall, vielleicht."
Dann wurde sie auch direkt weitergereicht, zu einem blonden Mann, der hier wohl unterrichten sollte. Na, aber Hallo! Da hatte sie direkt die ersten zwei gefunden, die sie ein bisschen anhimmeln konnte. Das könnte ja noch richtig was werden. Sie wurde nach einer Telefonnummer gefragt, und musste fast schon zugeben, dass sie die nicht hatte. Dann aber fiel ihr ein - hey, ihre Mutter hatte ihr mal Notfallnummern ins Portemonnaie gesteckt! "Einen Moment, bitte!" Sie kramte den Zettel hervor, und diktierte dem Lehrer dann die Nummer.
{ QUEST: Logan | Samu }
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Logan Cunningham

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BeitragThema: Re: Schulpark   Sa Feb 04, 2017 3:16 pm


    Logan grüßte höflich, als Mr Walsh zu ihnen herangetreten kam und ihnen noch ein wenig helfend unter die Arme greifen würde, ehe auch er an den Start ging. Die blauen Augen des Siebzehnjährigen folgtem dem kurzen Blick des Lehrers zu Colin und verharrten dort für einige Augenblicke. Noch hatte der Schwarzhaarige sich nicht entschieden, ob und wann er Colin zusehen würde, zudem er ohnehin nicht ganz einplanen konnte, was noch geschah.
    Sein Blick kehrte zu Samu und Lucy zurück. Der blonde Finne schien anfangs ein wenig verwirrt, dann jedoch schien er zu verstehen, dass Logan ein Handy meinte, in der Aufregung jedoch ein eher ungebräuchliches Wort genutzt hatte. Kurz zuckten die Mundwinkel des Schülers, als ihm wieder einmal bewusst wurde, dass er in mehr als nur einer Weise ein wenig seltsam war. Aber sei's drum, Lucy hatte die Nummer - glücklicherweise - und diktierte sie soeben dem Finnen.
    Während die Schülerin telefonierte, wandte er sich an Samu und lächelte ein wenig entspannter. »Vielen Dank.« Er hatte die Stimme ein wenig gesenkt, um Lucy bei ihrem Gespräch nicht weiter zu stören. Es fühlte sich ein wenig unwohl, hatte er doch das Gefühl, als schulde er dem Musiklehrer jetzt etwas, weil er ihn in diese Situation mit herein gezogen hatte. Im Endeffekt würde ihn dieses Gefühl jedes Mal verfolgen, ob er sich nun Geld leihen würde - was er ohnehin nie tun würde - oder ob er sich lediglich ein Lineal ausborgte. Logan hatte stets das Gefühl, Unannehmlichkeiten, die durch ihn verursacht wurden, zurück zu zahlen bzw auszugleichen. Womöglich lag dies ein wenig in seiner Schwester begründet, die es hervorragend verstanden hatte, ihn zu manipulieren. Der Jugendliche blickte zu Lucy, die noch telefonierte und nahm sie das erste Mal ein wenig bewusster wahr. Sie erinnerte ihn ein wenig an Janet, zudem sie mit ihren blonden Haaren und den blauen Augen vermutlich wenig Probleme haben würde, ihre Wünsche umzusetzen.
    Zumindest in dieser Hinsicht würde sie Logan an seine kleine Schwester erinnern. Er wandte sich wieder den beiden Lehrern entgegen, Mr Walsh hatte sich die ausgelegten Flyer angesehen und Logan versuchte ihn sich in seiner Prüfung vorzustellen. Beinahe schon fremdgesteuert richtete er sich an Nick und fragte vorsichtig: »Wann starten Sie denn, Mr Walsh?« Er schätzte den dunkelhaarigen Lehrer allein aufgrund seiner Fächer wegen, allerdings spielte bei vielen Angestellten der Ranch auch noch der Sympathiepunkt hinein, dass sie im Großteil aller Fälle der Pferde wegen hier waren. Nicht unbedingt alle, aber viele.

    [Bei SAMU, NICK & LUCY # Gedanken]

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BeitragThema: Re: Schulpark   So Feb 05, 2017 1:49 pm

Nick grinste arrogant und schob seine Brille etwas nach vorne so das er dem Finnen in die Augen sehen konnte. "Bin ich das nicht immer?", fragte er Samu und schob seine Brille zurück. Es war wohl kein Geheimnis das ick ein Frühaufsteher war. Er liebte die Ruhe morgens im Stal, wenn lediglich das Kauen der Pferde zu hören war und man wenn überhaupt einem Stallburschem begegnete. Nick hatte beim Training lieber seine Ruhe und so war er meistens sogar noch vor dem Pflegepersonal im Stall um mit seinen Pferden zu arbeiten. Nicht selten stand er im Morgengrauen auf dem Platz oder joggte durch den Wald.
Mit einem nicken nahm er zur Kenntnis das Samu sich der jungen Frau zuwenden musste und so lehnte NIck sich zurück und ließ seinen Blick über den Platz schweifen. Es war schon einiges los und die Leute drängten sich um die Stände. Mit einem Seufzen schob er sich die Brille in die Haare hoch, denn es war wohl anzunehmen, dass man ihn eher so ansprach. Immerhin sah auch er gerne seinem Gegenüber in die Augen wenn er mit diesem Sprach.
Der Duft von Waffeln wehte zu ihnen rüber und ließ Nick das Wasser im Mund zusammen laufen. Es war gut auch die jüngsten mit einzuspannen und ein Waffelstand war da genau das richtige. Bei kleinen süßen Kindern kaufte man doch gerne mal die eine oder andere Waffel und der Lehrer nahm sich fest vor sich vor seinem Ritt auch noch eine zu holen.
Colin schien so langsam aus seinem Tiefschlaf zu erwachen und unterhielt sich mit einem Jungen. Wurde ja auch Zeit. Immerhin rückte der Start immer näher.
Der schwarzhaarige wand seinem Blick dem Schüler an seinem Stand zu, als dieser ihn ansprach.
"So wies aussieht werde ich wohl als letztes an den Start gehen. Also ca eine Stunde nach dem letzten. Also reicht es dicke wenn ich erst um 12:30 Uhr im Stall bin.", erklärte er Logan.
Es wunderte ihn das der jüngere Interesse daran zeigte wann er starten würde.
Natürlich war es für die Schüler und Azubis immer interessant ihre Lehrer und Ausbilder selber mal im Sattel zu erleben. Vom Boden aus konnte man einem immerhin sehr viel erzählen, doch selber machen war immer nochmal was anderes. Nick war sich jedoch sehr sicher in dem was er konnte und so hatte er noch nie ein Problem damit gehabt, wenn seine Schüler ihm zusahen. Im Gegenteil. Imme´rhin konnten sie da noch etwas lernen
.

/Gedanken/ SAMU/LOGAN/
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Samu Kärkäinen
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BeitragThema: Re: Schulpark   Mi Feb 08, 2017 5:39 pm

Bei all dem Trubel war Samu keineswegs neidisch, dass er selbst nicht n dem Turnier teilnahm. Auf diesen Stress, den sich alle machten, war er nun wirklich nich scharf und da kam es ihm ganz gelegen, dass er selbst kein aktiver Reiter war. Gut, ja, Sarah hatte es geschafft, dass er sich auf ihren Summer setzte, aber sie hatte ihn auch gezwungen und zu einer Turnierteilnahme würde ihn keine Frau der Welt zwingen können. Glaubte er zumindest. Aber grundlegend war die Aufregung eines Turniers nicht unbedingt das, was Samus sonderlich sympathisch erschien. Natürlich mochte er den Trubel, den mochte Tuuka auch, doch bei einem Turnier schienen alle ein wenig verbissen zu werden, jeder wollte sich beweisen und zeigen was er konnte. Das war nicht Samus Welt. Er war gegen den Leistungswahn und für die Legalisierung sanfter Drogen. Nicht direkt, aber so ungefähr zumindest. Die Schüler hatten sicherlich ihre Gründe, warum sie gerne in den Unterricht des lockeren Musiklehrers gingen, der meistens wenige Minuten vor Beginn der Stunde noch an der Gitarre saß und klimperte, während andere Kollegen das Notenbuch aufschlugen und den neuen Abfragekandidaten auswählten. Stress schien Samu nicht zu kennen und wenn doch, dann nur von Konzerten, wo er immer verpeilt hatte, wann er zur Verkabelung musste, weil er einfach kein Zeitgefühl besaß. Die kleinen Touren waren durchaus manchmal stressig gewesen, wenn man im Tourbus von einem Ort zum nächsten innerhalb weniger Stunden fahren musste, aber es hatte Abenteuercharakter gehabt. Den versprühte dieses Turnier keineswegs. Hätte sich Samu nicht so heimisch auf der HR gefühlt, hätte er gesagt, hier tummelten sich lauter Snobs.
Darunter fiel jedoch nicht das blonde Mädchen, das seine Eltern suchte, weswegen Logan ihn um ein Handy gebeten hatte. Samu tippte die Nummer ein, die Lucy ihm diktierte, und gab ihr dann das Handy, damit zu telefonieren konnte. Er glaubte an das Gute im Menschen und wollte nicht annehmen, dass sie sich mit dem Smartphone einfach auf und davon machte.
"Oh dann müssen wir dich noch so lange ertragen?" Schelmisch grinsend strahlte Samu den Vielseitigkeitslehrer an, der auf Logans Frage geantwortet hatte, die Samu nur so halb mitbekommen hatte, weil er mit Lucy beschäftigt gewesen war. Doch die war nun am telefonieren und derzeit war keiner am Stand, der hilfsbedürftig aussah, sodass sich Samu mit in das Gespräch einklinken konnte. Noch immer erschien es ihm etwas merkwürdig, dass Logan sich für diesen Stand gemeldet hatte, obwohl die meisten seiner Alterkameraden sich woanders herumtrieben, doch er würde sich unterstehen und weiter nachfragen. Das war nämlich auch so eine Sache, die Sarah ihm beigebracht hatte: Manchmal einfach nicht so viele Fragen stellen, sondern den Dingen ihen Lauf lassen. Oder war das seine eigene Philosophie?
{Turnier | Lucy | Gespräch mit Logan und Nick}

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BeitragThema: Re: Schulpark   So Feb 12, 2017 2:04 pm

Es schien für Michael so, als würde der Ältere ebenso wenig von dem Maulkorbzwang halten, wie er. Er ging sogar um den Tisch, um Seth seine Hand hinzustrecken. Der Rüde war zunächst deutlich verunsichert. Ein Fremder kam ihm nah. Verunsichert trat er Michael bei einem Schritt rückwärts auf den Fuß. Der Junge tätschelte ihm beruhigend kurz den Kopf, bevor sich der Rüde traute, den Kopf zur Hand zu recken und daran zu schnuppern. Dann stellte sich der ältere als Colin vor und fragte den Zwölfjährigen nach seinem Namen. "J... Michael", meinte er knapp, wobei er fast seinen eigentlichen Namen verwendet hätte und seinen neuen eher ausspuckte. Er hasste ihn ein wenig, er hieß nicht Michael, er hieß Javier. Warum genau hatte man das ändern sollen? Bestimmt nur, damit er in die Vorstellung der MacRichards passte. Welcher angesehene Reiche mit englischen Wurzeln hatte schon einen Sohn mit spanischem Namen? Das passte doch einfach nicht ins Bild. Und Michael hatte genau dieses Gefühl. Sein Name war einfach nur geändert worden, damit niemand über die MacRichards lästern konnte. Besonders familiär hatten sie sich gegenüber ihrem Adoptivsohn auch nicht gezeigt. Daher gab es auch für ihn keinen Grund von etwas anderem auszugehen.
Colin schien von Michaels kurzem Stocken nicht viel mitbekommen zu haben, oder er zeigte es nur nicht offen. Stattdessen beantwortete er seine Frage von zuvor, damit, dass es mit Seth bestimmt keine Probleme geben würde, sie hätten weitaus schlimmere Hengste hier. Er runzelte kurz die Stirn. Und seine Adoptiveltern wollten wirklich ernsthaft, dass er, als jemand, der noch nie etwas mit Pferden zu tun gehabt hatte, hier zur Schule ging? Ausreden würde er es ihnen wohl kaum können. Zu oft schwärmten sie von den Reitkünsten ihres Sohnes und fügten gleich darauf hinzu, dass er vielleicht mal annähernd so gut werden würde, aber ihn übertreffen würde er bestimmt nicht. Das wollte er auch gar nicht. Wenn man ihn eh nur an einem Verstorbenen maß und ihn als den Besten überhaupt darstellten, konnte er sowieso nicht konkurrieren. Warum also eigentlich versuchen?
"Gibt es hier auch Pferde für Einsteiger?", fragte Michael vorsichtig. Er meinte gelesen zu haben, dass es hier auch Schulpferde gab. Wenn nicht, würden ihm die MacRichards garantiert ein Pferd kaufen, dass nur für Profis geeignet war. Wäre ja peinlich, wenn ihr Adoptivsohn nicht gleich einen ausgewachsenen Friesenhengst gebändigt bekommt und mit ihm noch nicht mal die einfachste Dressurlektion reiten konnte. Michael war das Gefühl gewohnt, mit seinen Problemen und Zweifeln alleine gelassen zu werden gewohnt, auch, dass ihm niemand zuhörte, wenn er darüber sprach. Früher war er daran immer verzweifelt, jetzt nahm er es halt hin und sprach seine wahren Gefühle nicht aus. Viele Familien, in denen er gewesen war, sagten ihm mangelndes Interesse nach. Warum sollte er auch etwas zeigen, was die nicht mal die andere Partei für ihn bereit hielt?
"Und ab wann, darf man ein eigenes Pferd mitbringen?", fragte Michael noch, in der Hoffnung, dass es eine Beschränkung gab. Er fürchtete nämlich wirklich, dass sie ihm so ein Profipferd zum Geburtstag mitgaben, damit er 'auch richtig lernen konnte'. Auf einen Anfänger-Pferd konnte man schließlich nichts vernünftiges lernen. Dass ihr Adoptivsohn jedoch Angst vor dem Temperament von Pferden hatte, interessierte sie offenbar nicht. Da konnte man nur hoffen, dass wenigstens hier einer wusste, welches Pferd man wirklich einem blutigen Anfänger zutrauen konnte, der in seinem ganzen Leben nur Pferde im Fernsehen oder auf Paraden gesehen hatte. Wenigstens konnte er Seth mitbringen. Wie er mit ihm umgehen musste, wusste er genau und auch, dass er sich auf seinen Freund immer verlassen konnte.


{Gespräch mit Colin}
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Levana Renouard

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BeitragThema: Re: Schulpark   Di Feb 14, 2017 11:50 am

Levana war schon etwas nervös, schließlich ritt man nicht jeden Tag auf einem Turnier. Auch wenn sie mit Shanty schon das ein oder andere gegangen war, war es für sie immer wieder eine Herausforderung. Sie Lächelte Dean an. „Ein wenig bammel habe ich schon, aber ich vertraue auf Shanty. Wird schon schief gehen“ meinte sie fröhlich wie eh und je. Leicht legte sie den Kopf schief „Nimmst du nicht auch an einem Turnier teil?“ fragend sah sie Dean an, denn sie wusste es nicht mehr wirklich. Schnell hellte sich ihr Gesicht jedoch wieder auf. „Wäre schlecht wenn du unabsichtlicher weiße alles herunter reist, weil sich ein Kabel verheddert“ sie Klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter und gemeinsam richteten sie den Stand fertig her. Levana legte die Servierten unter die Plastikgabeln, die sie neben die Plastikteller gelegt hatte. Gerade wollte sie etwas wegen der Kasse erwidern, da kam sie auch schon in Form von einem jungen Mädchen an. „Sie einer an, da kommt ja die Kasse angelaufen“ meinte sie mit einem breiten grinsen zu Dean

Levana nahm die Kasse entgegen und stellte sie zwischen das Waffeleisen und die Teller, sodass man gut an sie heran kam. „Schon okay. Bis jetzt wollte noch keiner etwas zu essen“ meinte Levana zu Hazel. Sie kannte die 17 jährige nicht wirklich und so lange war sie, so glaubte Levana auch noch nicht auf der Ranch. „Soweit ich das beurteilen kann, haben wir jetzt alles“ meinte Levana leicht nachdenklich und ging in Gedanken nochmals alles durch. Sie hatten Neben den Waffelutensilien auch Kuchen und Kaffee, sowie Teller und das nötige Besteck.

[Gespräch mit Dean | begrüßt Hazel | Gedanken]

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BeitragThema: Re: Schulpark   Sa März 04, 2017 6:56 pm

Levana gab offen zu, dass sie etwas Bammel hatte und Dean lächelte sie einfach nur an. Wenn sie wüsste, wie es ihm erging. Dann fragte sie, ob er nicht auch irgendwo teilnahm und der Junge nickte "Jap, beim Barrel Racing.", gab er als Antwort "Hijo freut sich bestimmt darüber mal endlich wieder richtig Tempo zu geben." Eigentlich hatte Dean etwas Angst davor, daran teilzunehmen, aber irgendwann musste er ja mal wieder sich bei so einer Veranstaltung zeigen. Man konnte nur hoffen, dass es so schnell niemand mitbekam, dass er eigentlich einen Rollstuhl brauchte, wenn er dort auf dem Westernplatz ritt. Levs nächste Bemerkung mochte zwar nur als Jucks gemeint gewesen sein, aber nicht gerade das, was der Dreizehnjährige jetzt brauchte. Es wäre schlecht, wenn er alles herunterreißen würde, wenn er sich in einem der Kabel verfangen würde. Kurz schenkte er ihr ein Grinsen, bevor er wegsah und sich auf seine Arbeit konzentrierte, um seinen kurzen Anflug von Ärger zu verstecken, da er sich nicht sicher war, ob das Lächeln es so gut tat.

Levanas Stimme, die meinte, dass die Kasse gerade angelaufen kam, ließ seinen Kopf wieder nach oben schnellen. Und wirklich, eine blonde Jugendliche kam damit gerade um die Ecke. Für den Jungen blieb es nicht ungesehen, dass sie einen Moment seinen Rollstuhl anzustarren schien. Genau das war es, wovor er heute sich gegraust hatte, angestarrt werden. Sie entschuldigte sich dann für ihr zu spät kommen und fragte dann, ob alles schon fertig war. Das andere Mädchen beantwortete die Frage bereits damit, dass alles fertig zu sein schien. "Die Waffeleisen werden warm, der Kuchen ist geschnitten, wir haben Teig, Servierten Pappteller, Plastikbesteck.", ergänzte der Rollstuhlfahrer und fuhr vorsichtig ein kurzes Stück zurück. "Alles, was noch fehlt, ist Kundschaft." Aus Erfahrung wusste er, dass die meisten gegen Mittag und Nachmittag kamen. Am Wochenende schlief man nun einmal gerne aus. Nicht zu vergessen, Leute kamen auch von etwas weiter entfernten Städten, um zu so einem Event zu kommen. "Aber die kommen bestimmt noch. Bis dahin hast du dir aber reichlich Beschäftigung mitgebracht.", sagte Dean freundlich und deutete auf das Buch "Ich glaub nur nicht, dass du sonderlich viel damit anstellen kannst, sobald die Ersten hier waren. Andere beim Waffeln- oder Kuchenessen zu sehen, weckt bei den Meisten das Bedürfnis auf ein eigenes Stück." Bei den Veranstaltungen auf dem Hof seines Vaters war es immer ähnlich gewesen. Kaum hatte der Erste eine Bratwurst oder ein Stück Kuchen in den Fingern gehabt, wurden schon die nächsten zehn verkauft. Den Trubel an den Essensständen war der Junge daher gewohnt, nur war er da eben nicht mehr gewesen, seitdem er im Rollstuhl saß. Seitdem war es eher eine Disziplin für ihn geworden, so wenig von den Besuchern wie möglich gesehen zu sehen. Doch das würde jetzt wohl eher nicht passieren. Es würden ihn viele Augen beobachten, hier und später auf dem Turnier, wenn er mit Hijo den Westernplatz betrat.


{Gedanken | Gespräch mit Lev & Hazel}
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BeitragThema: Re: Schulpark   Sa Apr 08, 2017 9:07 am

» Plot 10: das Sommerturnier
+ Tag der offenen Tür


## ZEITSPRUNG: es ist jetzt 11:30
## alle Charaktere haben sich bei den Ständen eingefunden, wofür sie eingetragen sind. Ausnahmen bilden die 11:30/12:00/12:30 Starter, die dürfen auch die Vorbereitung ihrer Pferde beschreiben.
## es wird jetzt mit dem M-Springen weitergehen und danach nur eine kurze Zeit für andere Posts geben, bevor es mit den Western-Disziplinen und dann mit der Vielseitigkeit weitergeht
## jede Turnierteilnahme wird in einem Post bespielt! Bitte schmückt auch die Vor- und Nachbereitung der Pferde nicht zu weit aus, sonst eskaliert es nur.
## ihr dürft jetzt gern neue Postinggruppen bilden, immerhin überspringen wir eine Stunde Zeit
## wer sich noch für irgendeine Disziplin nachtragen möchte, meldet sich bitte kurz beim Spielleitungsaccount!
## Wer einen Besucher oder eine Besuchergruppe spielen möchte - für seine eigene Postinggruppe oder um eine andere zu ärgern -, meldet sich bitte bei den Admins für das NPC-Account-Passwort!
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Sebastian Holmes

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BeitragThema: Re: Schulpark   Di Apr 11, 2017 2:09 pm

Sebastian hatte eine ganze Weile gebraucht, bis er Rahel beruhigt hatte, und es erinnerte ihn daran, warum er eigentlich nicht gern viel mit Menschen zu tun hatte. Sie erwarteten Dinge von einem. Sie wollten, dass man für sie da war, sich um sie kümmerte, eine Lösung für ihre Probleme hatte. Sebastian verstand das nicht - er war nicht dazu da, um Händchen zu halten und immer einen guten Rat parat zu haben. Eigentlich war er dazu da, um Menschen eine Chance zu geben, und sich ansonsten um sich selbst zu kümmern. Er hatte kompetente Leute ausgewählt, die nicht wegen jedem Scheiß zu ihm liefen und ihn um Rat fragten. Er hatte es getan, weil er gewollt hatte, dass er seinen Frieden behielt. Schon schlimm genug, dass er sich dazu entschieden hatte, selbst in einem Lehrercottage zu wohnen.
Und dennoch war Rahel eine ganz andere Sache gewesen. Sie war ihm eine liebe Freundin geworden, jemand, dem er vertrauen konnte. Tagtäglich sorgte sie dafür, dass er sich unter Menschen mischte und sich nicht so verhielt wie der antisoziale Nerd, der er eigenlich war. Er schuldete es ihr, ihr seine Schulter zum Anlehnen auszuleihen, ganz egal, wie unangenehm es ihm immer noch war, Menschen an sich ran zu lassen. Und davon abgesehen konnte er nicht anders, als sie zu trösten, denn es brach ihm das Herz, sie so aufgelöst zu sehen. Das war so untypisch, dass Sebastian sich über sich selbst wunderte; was hatte diese Frau mit ihm angestellt, dass er sich so seltsam und für ihn untypisch verhielt? Während er sich umgezogen hatte, dieses mal in eng anliegende dunkelgraue Jeans und ein sauberes dunkellilanes Hemd, hatte er ein paar Minuten Zeit gehabt, sich darüber klar zu werden, warum es ihm so schwer gefallen war, sie traurig zu sehen. Am Ende kam er nur auf die Antwort, dass er sie gern lächeln sah und dafür sorgen wollte, dass dieses Lächeln nicht versiegte.
Wäre er geübter darin gewesen, seine eigenen Gefühle zuzulassen und zu akzeptieren, würde ihm auffallen, dass er sich verliebt hatte. Dadurch Sebastian aber die Gefühle eines Brots hatte, war ihm das überhaupt nicht bewusst, er stempelte es als freundschaftliche Sympathie ab.

Jetzt kehrte Sebastian aus dem Cottage wieder zurück zum Stand, der in der Zwischenzeit weiterhin von Logan und Samu betreut worden war. Auch Rahel schien ihren Weg zurückgefunden zu haben - sie war umgezogen, und schien sich wieder gesammelt zu haben in der Zeit, die er ihr allein gegeben hatte. Dennoch schien Sebastian sich nicht davon abhalten zu können, auf sie zuzugehen und noch einmal nachzufragen. Sie hatte den Rücken zu ihm gedreht und war irgendwas am Stand am fudgern, als er sie erreichte, und so legte er ihr vorsichtig die Hand auf den Rücken, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen.
"Hi", sagte er, recht leise, damit keiner der Umstehenden etwas davon mitbekam - das wäre Rahel sicherlich peinlich. "Geht es dir wieder besser?"


{ kommt an | Rahel }

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Maureen Grey

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BeitragThema: Re: Schulpark   Mi Apr 12, 2017 1:46 pm


Die junge Millionärstochter hatte sich nach Schluss ihrer Prüfung auf den Weg in die Stallungen gemacht um Lorino in seinen verdienten Feierabend zu schicken. Er und Kasari würden die Ferien über schon einmal hier verbringen. Ebenso durfte Maureen schon früher ihr Zimmer beziehen und sich hier ein wenig einleben.
Die Turniere würde sie von hier aus bereisen. Es war ihr nicht schwer gefallen ihren manchmal sehr sturen Vater davon zu überzeugen auf die Ranch zu dürfen. Man hörte nur Gutes und die Trainer und Lehrer waren Spitze, alleine mit diesen Argumenten hatte sie ihn schnell überreden können.

Nachdem Maureen Lorino abgesattelt und noch einmal übergebürstet hatte durfte der Hengst in seine Box. Schnaubend machte er sich an das für ihn hingelegtes Heu. Auch wenn die Prüfung nicht perfekt lief war die junge Dressurreiterin mehr als zufrieden mit der Leistung ihres Nachwuchstalents.
Nachdem sie sich aus den Turniersachen geschält hatte erkundete sie ein wenig ihr zukünftiges Zuhause. Sie hatte keine Lust an einer der Führungen teilzunehmen und war deshalb alleine auf Erkundungstour.

Angekommen im Park atmete sie tief ein. Sie freute sich wirklich hier zu sein und noch mehr freute sie sich ihre beste Freundin wieder zuhaben. Die beiden haben sich sicherlich sehr viel zu erzählen. Maureen war gespannt wie es Sarah in den letzten Monaten ergangen war. Vielleicht hatte die zielstrebige Freundin ja auch jemanden kennen gelernt? In Maureens Kopf dauchte immer wieder das Lächeln von Damien auf. Sie war am Boden zerstört gewesen, als dieser die Kündigung bei ihrem Vater eingereicht hatte. Die Brünette hatte es nicht einmal geschafft sich von ihm zu verabschieden.
Mit einem kleinen Seufzen schaute sie sich weiter um. Es war sehr viel Trubel auf dem Hof, die nächsten Springprüfungen liefen. Immer wieder hörte man das Publikum Klatschen.
[cf Stallungen / Erkundungstour]
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Sarah Bishop

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BeitragThema: Re: Schulpark   Di Apr 18, 2017 9:11 am

Es gab immer noch Momente, in denen Sarah sich wunderte, wie sehr sie sich in den letzten Monaten verändert hatte. Noch vor einem Jahr hätte sie nach dem Trockenreiten die Zügel ihres Arabers einfach irgendeinem Stallburschen in die Hand gedrückt; sie liebte ihre Pferde, aber sie häte sich niemals zu so niedrigen Arbeiten wie Putzen und so weiter herabgelassen, vor allem nicht bei den großen Turnieren, wo es darum ging, so gut wie möglich auszusehen. Sie hatte sich nicht mehr um das Pferd geschert, sobald sie sich aus dem Sattel geschwungen hatte, außer es war etwas falsch gelaufen, und dann wurde der Pfleger zur Schnecke gemacht, bevor sie den Fehler bei sich selbst suchte.
Doch mittlerweile käme Sarah gar nicht auf die Idee, ihr Pferd jemand anderem zu überlassen. Sie hatte zwar inzwischen eingesehen, dass die Menschen, die hier arbeiteten, zwar Dorftölpel waren, aber deswegen lange noch keine unfähigen Vollidioten. Aber trotzdem wollte sie Summer selbst versorgen - sie hatte sich mittlerweile dran gewöhnt, und diese Zeit war ihr genauso wertvoll, wie die Zeit, die sie im Sattel verbrachte. Sie wusste nicht, ob es nur Samus Einfluss auf sie war, oder doch der Einfluss dieses ganzen Ortes hier, aber es schien ganz so auszusehen, dass sie ihre arroganten, hochnäsigen Eigenarten langsam abzulegen begann. Einige zumindest.

Nachdem sie sich von ihren beiden Hengsten verabschiedet hatte, ging sie kurz auf ihr Zimmer, um sich umzuziehen. Aus dem strengen Dressuroutfit wurde ein legeres Sommerkleid, mit einfachen High Heels und einer passenden Tasche. Sie zog ihr Make-Up nach, ließ das Haar offen über ihre Schultern fallen, und benutzte nochmal etwas Deo und Parfüm, bevor sie sich wieder auf den Weg in den Schulpark machte - sicherlich würde sie Samu dort antreffen. Maureen hatte sie leider nach dem Turnier aus den Augen verloren, obwohl sie sich ja eigentlich anschließend hatten unterhalten wollen. Dennoch reichte das Wissen, dass ihre älteste Freundin hier auf dem Hof war, aus, um Sarah ein Lächeln auf die roten Lippen zu zaubern; sie konnte es kaum erwarten, zu erfahren, warum sie hier war, und ob sie bleiben würde, und und und. Und Samu musste sie auch noch davon erzählen!
Allerdings hatte sie gar keine Chance, zu ihrem Geliebten vorzudringen, obwohl der, kaum dass sie den Park betrat, schon zu sehen war. Stattdessen erblickte sie gleichzeitig mit Samu, lediglich etwas abseits, eine ihr altbekannte Figur - und die dunklen Haare und den zierlichen Körper würde sie überall erkennen! Sie lächelte, als sie sich durch die Menschen zu ihrer alten Freundin schlängelte, doch bevor sie sie erreichte, verblasste es. Maureen schien in ihren Gedanken verloren zu sein und das schien sie nicht fröhlich zu stimmen; das sah ihr gar nicht ähnlich. Vielleicht lag es ja doch an diesem Ort, dass Sarah sich veränderte, und er nahm jetzt schon Einfluss auf Maureen. Mit diesem Gedanken hakte sich Sarah ohne Vorwarnung bei ihrer Freundin unter und lächelte sie an.

"Hi du", grüßte sie sie. "Was hältst du von meinem neuen Wahlzuhause? Hast du dich schon umgesehen?"


{ Gedanken | Klamottenwechsel | trifft MAUREEN }

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Rahel Goldman

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BeitragThema: Re: Schulpark   Do Apr 20, 2017 7:01 pm

Wasser tropfte auf die Fließen im Bad, als Rahel die Dusche verließ. Mit einer Hand hielt sie das Duschtuch vorn zusammen, mit der anderen fuhr sie sich übers Gesicht, in der Hoffnung, dass man ihr nicht mehr ansehen würde, wie aufgewühlt sie bis vor wenigen Minuten gewesen war. Und immer noch war, wenn sie ehrlich war. Aktuell beherrschten jedoch nicht Casanova und Jon ihre Gefühle, sondern der Gedanke daran, dass sie eigentlich gerade nicht allein sein wollte. Sie vermisste Sebastian, vermisste das Gefühl, dass er alles unter Kontrolle hatte, obwohl er mit emotionalen Ausbrüchen nicht klar kam. Trotzdem hatte er stark gewirkt, wie ein großer, scharfkantiger Felsen in einer Bucht, auf dem man verschnaufen konnte, wenn man die Anstrengung des Schwimmens durchs Meer unterschätzt hatte. Sie wusste, dass er kein glatt geschliffener Stein war, dass man sich an ihm sicherlich verletzten konnte, wenn man nicht wusste, wohin man seine Füße und Hände setzen musste. Aber sie glaubte, ihn zu kennen, glaubte zu wissen, wie er war.
Die Stimme der Vernunft hielt sie zurück, sagte ihr, dass man das niemals wissen konnte, dass sie gelernt hatte, dass man einen Menschen nie kannte. Diese Stimme fragte sie auch recht unverblümt, ob sie noch bei Trost war. Ja, Sebastian hatte sie getröstet, Sebastian war da gewesen, als sie niemanden haben wollte und dringend jemanden gebraucht hatte. Und er hatte sie nicht dafür verurteilt, mit 28 schon geschieden zu sein und im Stall gegen Putzboxen zu treten. Seine Worte und Taten hatten ihr das Gefühl gegeben, dass ihre Verzweiflung okay war und dass sie sich jetzt beruhigen konnte. Wahrscheinlich hatte er das nicht einmal beabsichtigen wollen – immerhin war er in Sachen Gefühle so versiert wie sie im Westernreiten – aber er hatte es geschaffte und allein das wärmte sie und ließ ihr Herz schneller schlagen.
Rahel trocknete sich ab, betrachtete sich im Spiegel. Holmes hatte heute einen Blick auf ihr Inneres erhascht, das sie sonst vor allen Neugierigen verbarg. Es sollte ihr Angst machen und sie wusste, dass es ihr bei anderen immer Angst gemacht hatte. Nach Jon hatte es Männer gegeben, die sie von sich gestoßen hatte, sobald sie ihr zu nahe getreten waren. Körperliche Beziehungen waren okay – emotionale nicht. Bei Sebastian bahnte es sich genau anders herum an. Bei diesem Gedanken zog ein Kribbeln über ihren Rücken. Langsam trocknete ihre Haare und band sie zu einem hohen, straffen Pferdeschwanz zusammen. Dann streifte sie eine locker sitzende, weiße Bluse, schwarze Jeans und eine lange Kette mit orientalischem Anhänger über und schlüpfte in flache, schwarze Schuhe, ehe sie ihr Make-Up auffrischte. Wieder dachte sie an Sebastian und ein lächeln schlich sich auf die vollen Lippen.

Dann verließ sie das Cottage und hastete zum Stand der Schulinformation, wo sie allerdings noch nur Samu und Logan antraf. Sie hatte im Stall Holmes' Angebot, Casanovas Ausrüstung wegzubringen angenommen und offenbar hatte ihr das einen gehörigen Vorsprung eingebracht. Die braunen Augen huschten kurz über den Lehrer und den Schüler. Beide hatten die Lage offenbar im Griff, sodass sich Rahel ein Stück zurückzog und einige Flyer neuauslegte. Aus irgendeinem Grund brauchten ihre Hände Beschäftigung. Erst eine sanfte Berührung am Rücken ließ sie herumfahren. Augenblicklich beschleunigte sich ihr Herzschlag, als sie in die braunen Augen Sebastians blickte. Seine leise Frage hätte beinahe dafür gesorgt, dass ihr einer der Flyer aus der Hand gefallen wäre. Rahel kannte die Gefühle, die in ihr aufbrausten, und ihr Herz kombinierte dieses Flattern mit dem Wunsch in der Nähe dieses hochgewachsenen Mannes zu sein. Doch sie zwang sich dazu, ruhig zu bleiben. „Ja, danke. Auch für vorhin… ich… einfach nur Danke“, erwiderte sie und drückte kurz seinen Arm, obwohl sie am liebsten die Arme um seine Taille geschlungen und ihn an sich gezogen hätte.


[im Cottage | Gedanken | zurück zum Stand im Schulpark | SEBASTIAN]

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BeitragThema: Re: Schulpark   Mo Mai 01, 2017 12:41 pm

[ich gehe jz mal davon aus, dass das Ponyreiten auch im Park auf einem kleinen Fleckchen Wiese ist]

Gedankenverloren schlenderte Henry an den Ständen vorbei, an denen sich schon viele Besucher tummelten (vor allem der Grill-Stand war sehr beliebt in der Mittagspause).
Er hatte all seine Verpflichtungen soweit erledigt und noch Zeit, ehe er Dornröschen satteln und abreiten musste.
Also hatte er sich spontan überlegt, seine Freundin Kyla beim Ponyreiten, für das diese sich als Helferin angemeldet hatte, zu besuchen.
Seine Nachricht, dass er sich auf den Weg zu ihr machen wolle, hatte die Dunkelhaarige allerdings nicht bekommen. Doch Henry war nicht sauer deswegen.
Mit einem Lächeln auf den Lippen stellte er sich vor, wie Ky gerade konzentriert damit beschäftigt war, den kleinen Kindern die richtige Zügelführung zu erklären.
Sie war in gewisser Weise schon eine Perfektionistin. Denn auch wenn sie wusste, dass die Kleinen vermutlich gar nicht vorhatten, in Zukunft ein weiteres mal auf einem Ponyrücken zu sitzen, würde sie sich dennoch die größte Mühe geben, dass sie von Anfang an alles richtig lernten.

Henry quetschte sich noch an einer Gruppe Erwachsenen vorbei, die gerade in lautes Gelächter ausgebrochen waren, als er sie auch schon sah.
Sein Herz machte einen kleinen Sprung, in dem Moment, als sie sich lachend zu einem kleinen Kind beugte, das wild gestikulierend irgendetwas erklärte.
Sie war echt wundervoll!
Langsam näherte der junge Mann sich an, blieb dann aber am Zaun stehen, da er das kleine Kind auch nicht unterbrechen wollte.
Während er wartete, beobachtete er ein wenig das Geschehen auf der extra abgezäunten Wiese.
Die Ranchpferde liefen geduldig hintereinander her, ihre kleinen Reiter quietschvergnügt hin und her schaukelnd.
Neben ihm standen viele mütter und Väter, die stolz, teilweise aber auch besorgt, zusahen.

Da endlcih drehte Kyla sich zu den Zaungästen um und sah ihn.
Henry hob leicht die Hand und deutete einen Kuss in der Luft an.
Dennoch blieb er stehen und wartete bis zur nächsten Runde, nach der Kyla, am Rand stehen bleib, um ein neues Kind aufs Pferd zu lassen.
Hendrick nutzte die kurze Gelegenheit und schlüpfte unterm Zaun durch, um sie in den Arm zu nehmen und ihr einen Kuss auf den Mund zu drücken.

Hey, ich habe deinen Ritt eben verfolgt, ihr wart echt großartig!

Begeistert lächelte er Kyla an. Leider war er erst kurz vor knapp gekommen, so dass er keinen guten Platz mehr bekommen hatte. Doch auf Grund seiner Größe hatte er doch den Großteil verfolgen können.
Und sie und ihr Rapphengst waren wirklich gut geritten. Bis auf eine, zwei kleine Unsicherheiten eigentlich fehlerfrei.
SIe würde bestimmt platziert werden!


[Stände // Ponyreiten // KYLA]
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Maureen Grey

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BeitragThema: Re: Schulpark   Di Mai 02, 2017 1:52 pm


Maureen störte es nicht alleine durch den Park zu laufen. Sie beschäftigte sich damit andere Menschen zu beobachten. Kurz lag ihr Blick auf dem Treiben beim Ponyreiten. Man sah Kinder die ihre Eltern dort hin zerrten um reiten zu dürfen, andere die lachend auf den Ponys saßen. Es war schön alle so glücklich zu sehen, man schien an solchen Tagen seine Sorgen einfach zuhause zu lassen und den Tag zu genießen.
Maureen freute es auch zu sehen wie die Mitarbeiter und Schüler der Ranch offensichtlich auch Spaß hatten. Und bald gehörte sie dazu. Dachte sie sich während sie weiterlief. Die angehende Bereiterin hatte kleine Zweifel gehabt, als sie die Zusage für die Ausbildungsstelle bekommen hatte.
Ihr zukünftiger Ausbilder hatte sie noch nicht vorreiten sehen, was wenn er mit ihrem Können nicht zufrieden war? Wenn ihr Ruf ihr wieder voraus eilte?
Ihre Stütze war Sarah, auch wenn die beiden sich lange nicht mehr gesehen und auch lange nicht mehr miteinander geschrieben hatten, sie wusste, dass sie sich auf ihre Freundin konzentrieren konnte.

Kurz erschrak Maureen, sie war völlig in ihren Gedanken versunken gewesen und hatte Sarah nicht bemerkt. Du hast mich grad zu Tode erschreckt. Beschwerte sie sich, während sich schon ein grinsen auf ihren Lippen breit machte. Ich finde es toll hier und freue mich schon auf meine Zeit hier.Das Grinsen war, bei den Worten die nun deutlich machten, das sie hierbleiben würde,noch größer geworden. Die beiden waren wieder vereint, ob andere sich für die beiden freuen oder lieber etwas angst haben sollten...na das musste jeder für sich selbst entscheiden.
[Zweifel / Gespräch mit Sarah]
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Sarah Bishop

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BeitragThema: Re: Schulpark   Sa Mai 06, 2017 8:23 am

Sarah musste immer wieder überrascht feststellen, dass sie glücklich war. Sie hatte gedacht, dass sie wusste, wie sich Glück anfühlte, vorher. Sie hatte gedacht, sie wäre das glücklichste Mädchen der Welt; sie konnte die Pferde reiten, die sie liebte, und ganz nach ihrem Geschmack auswählen. Sie hatte kein Limit auf ihrer Kreditkarte, konnte alles kaufen, was sie wollte - Klamotten, Autos, Parties, Jungs ... Jungs. Sie hatte immer gedacht, dass sie mit sich allein am glücklichsten war. Ohne einen Typen, der irgendwas von ihr verlangte außer Sex, ohne Leute, die an ihrem Arsch klebten und so Dinge wie Unterstützung von ihr verlangten. Wie dumm sie doch gewesen war, zu denken, dass es reichte, wenn man sich in der Aufmerksamkeit von fremden Menschen sonnte; so rücksichtslos. Ihr war es egal gewesen, wie sich die anderen fühlten, solange sie bekam, was sie wollte.
Gut, ein Stück weit hatte sich das immer noch nicht verändert. Sie jagte ihren Träumen hinterher, als gäbe es kein Morgen, und wenn ihr jemand im Weg stand, dann wurde der halt aus dem Weg gefegt. Maureen hatte das immer gewusst, hatte sie immer laufen lassen; vermutlich hatte sich ihre Freundschaft deswegen so lange gehalten. Sarah hatte gedacht, dass ihre beste Freundin die einzige sein würde, die sie nicht zurückhielt; dass enge Beziehungen zu Menschen sie langsam und verletzlich machten. Samu hatte ihr beigebracht, dass es okay war, jemanden an sich ranzulassen; dass es auch mal gut tat, einen Tag die Füße hochzulegen und vielleicht auch nicht immer gleich die Zicke raushängen zu lassen, nur weil einem etwas gegen den Strich ging. Sie liebte ihn dafür.

Und sie kam nicht umhin, sich zu freuen, dass Maureen jetzt auch wieder eine Rolle in ihrem Leben spielen würde. "Das war ja auch mein Ziel", erwiderte Sarah, und grinste. Das würde ein Abenteuer werden - sowohl für die beiden Frauen, als auch für die Bewohner der Ranch, die die beiden in Kombination erleben mussten. "Das kann ich voll verstehen. Ich war mir zuerst unsicher, weil es ja nunmal ein richtiges Kaff ist - aber es ist echt gut hier." Sie ließ den Blick schweifen, überlegte, was sie zuers machen sollten - Kaffee trinken, vielleicht ein paar Waffeln vernichten? Oder eventuell könnte sie Maureen auch einfach mal den ganzen Hof zeigen, ihr schonmal die eine oder andere wilde Geschichte über die Ranchbewohner erzählen ...
Aber dann erreichte ihr Blick Samu, der immernoch hinter einem der Stände ausharrte, und sie konnte nicht anders. Sie drehte ihre Freundin in die Richtung, und konnte es auf einmal kaum aushalten, die beiden miteinander bekannt zu machen. "Bevor wir irgendwas anderes machen, muss ich dir unbedingt jemanden vorstellen!", erklärte die Rothaarige ihrer dunkelhaarigen Freundin, mit einem Lächeln, und zog sie in Richtung Samu. Vor ihm angekommen, strahlte Sarah die beiden wichtigsten Menschen in ihrem Leben an. "Maureen, wenn ich vorstellen darf, das ist Samu, mein Freund. Samu, das ist die Maureen, von der ich dir so viel erzählt hab. Meine beste, älteste Freundin. Die mir verschwiegen hat, dass sie hierher kommt."


{ Gespräch mit MAUREEN | stellt ihr SAMU vor }

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Samu Kärkäinen
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BeitragThema: Re: Schulpark   Di Mai 09, 2017 1:12 pm

Noch nie war Samu auf einem Turnier gewesen, doch er konnte jetzt nicht behaupten, dass es ihm missfiel, eines zu besuchen und mehr oder weniger daran teilzuhaben. Zwar glaubte er nicht ansatzweise daran, dass er irgendwann einmal selbst auf der Teilnehmerliste stehen würde, doch dazu war er ja auch nicht verpflichtet. Überhaupt hatte man ihm erklärt, dass es bei so einem Hufturnier vor allem um den Spaß am Sport und der Arbeit mit dem Pferd ging und nicht um Siege und Platzierungen. Sarah war in dieser Hinsicht allerdings ehrgeiziger und der Finne wusste, dass sie bemüht sein würde, keinen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Allerdings wagte er zu bezweifeln, dass sie das auf dem Rücken von Summer zustande bringen würde. Das schaffte ja nicht einmal er und er war bei weitem kein guter Reiter. Da er während der Dressurprüfung am Stand hatte bleiben müssen, da sowohl Sebastian als auch Rahel ebenfalls in dieser Disziplin starteten und Logan nicht alleine am Stand bleiben konnte, hatte er Sarahs Ritt nicht ansehen können. Hoffentlich hatte sie inzwischen mit einem anderen Hofbewohner Freundschaft geschlossen, der vielleicht ihren Auftritt gefilmt hatte. Es wäre beinahe zu schön um wahr zu sein, denn auch wenn sie die Rothaarige mittlerweile durchaus Mühe gab, nicht mehr allzu arrogant durch die Gegend zu laufen, so kam hin und wieder doch ihr altes Verhalten wieder auf. Wirklich übelnehmen konnte Samu es ihr aber nicht, denn er hatte sie immerhin so kennengelernt und für ihn war die Arroganz ein Teil von ihr, mit dem er sie gerne aufzog. Dennoch konnte sie genau diese Arroganz aber auch für Stunden ablegen, wenn sie beispielsweise mit ihren Pferden beschäftigt war, oder wenn sie beide ein paar Stunden in Zweisamkeit hatten. Überhaupt hatte Samu nach und nach erfahren, dass Sarah gar nicht so war, wie sie sich gab, sondern ein unglaublich wundervoller Mensch und kein hochnäsiges Ekelpaket. Für ihn hatte es sich schon längst gelohnt, sich nicht von der Maskerade, die ein Mensch zur Schau trug, ablenken zu lassen.
Nachdem das blonde Mädchen, das seine Eltern verloren hatte, diese kontaktiert hatte, war sie auch relativ zeitnah wieder verschwunden und das Treiben an ihrem Stand hatte sich ein wenig gelegt. Die meisten Besucher hatten sich einen Platz auf den Tribünen gesucht und die Dressur und das Springen verfolgt. Der Musiklehrer kannte den exakten Turnierablauf nicht und wusste deswegen auch nicht, was wohl als nächstes auf dem Plan stand. Gab es überhaupt etwas anderes als Dressur und Springen? Viel mehr lief doch nicht einmal im Fernsehen. Rennsport kannte er nun dank Sarah ebenfalls, doch dank ihr wusste er auch, dass dieser hier auf dem Hof keine der Turnierdisziplinen war. Bevor er sich aber weiter darüber Gedanken machen konnte, blitzte in seinem Augenwinkel ein roter Schopf auf und intuitiv drehte er sich um. Einige Meter entfernt stand Sarah mitten im Park und fiel einem dunkelhaarigen Mädchen, das Samu noch nie zuvor hier gesehen hatte, soeben um den Hals. Er ein Schmunzeln breitete sich auf seinen Lippen aus, als er feststellte, dass die beiden einander offenbar sehr mochten. Also gab es in Sachen Freundschaft doch noch Hoffnung für seine Freundin und es würde nicht an ihm sein, sie mit der normalen Bevölkerung zu sozialisieren. Mit einer knappen Entschuldigung gab er Sebastian zu verstehen, dass er kurz den Stand verlassen würde. So allmählich bekam er auch Hunger, da wäre ein Abstecher bei einem der Essensstände ebenfalls keine schlechte Idee, vielleicht wollte Sarah ja mitkommen. Beim nächsten Aufsehen musste der große Blonde jedoch feststellen, dass die Azubine geradewegs auf ihn zukam – im Schlepptau hatte sie besagte Dunkelhaarige. Samu blieb stehen und sah die beiden grinsend an, die ein unterhaltsames Gespann abgaben. Sarah voller Eifer, die Unbekannte mehr hinter ihr herstolpernd als alles andere. Kaum waren sie beieinander angelangt, sprudelte es auch schon aus Sarah heraus. „Hi, Schatz, ich freue mich auch dich zu sehen, wie war dein Ritt?“ Die blauen Augen funkelten sie neckisch obgleich der fehlenden Begrüßung an. Doch wenige Sekunden später richteten sie sich schon auf die junge Frau, die ihm soeben als Maureen vorgestellt worden war. „Dann haben wir nun endlich auch die Ehre-“, zur Begrüßung streckte er ihr die Hand entgegen, „Ich habe in der Tat schon viel von dir gehört, muss ich nun Angst haben, nur noch Nummer 4 hinter den Pferden und dir zu sein?“ Samu wäre nicht Samu, wenn er nicht auch jetzt herumscherzen würde und damit wie immer die gesamte Situation entspannte und zu einem Spaziergang werden ließ. Seine anfängliche Enttäuschung darüber, dass Sarah doch keine neue Freundschaften geschlossen hatte, war sofort verflogen, als der das Glück in ihren Augen gesehen hatte, das ihm dort entgegenstrahlte. Allzu schlecht konnte ihr Ritt nicht gewesen sein, so glücklich wie sie gerade aussah – das konnte nicht allein an dem Wiedersehen mit ihrer besten Freundin liegen.

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BeitragThema: Re: Schulpark   Fr Mai 12, 2017 12:55 pm

Von den Menschenmengen genervt setzte sich Michael auf eine Wiese etwas abseits des Tumults. Von hier aus hatte er die Stände im Blick, an denen er sich später mit seinen Adoptiveltern wieder treffen sollte. Nach dem Gespräch mit einem der älteren Schüler, war er ihnen kurz über den Weg gelaufen. Natürlich waren sie nicht sehr begeistert davon gewesen, dass er sich die Turniere nicht hatte ansehen wollen und Seth an hängender Leine neben ihm her trottete. Das hatte Michael aber nur wenig gestört. Jedoch hatten sie ihn, wie befürchtet, direkt hier eingeschrieben, was für ihn bedeutete, dass dies ab nächstem Jahr Seths und sein Zuhause sein würde. Da die MacRichards aber natürlich Kontakte hatten, hatten sie auch sofort damit geprahlt, dass sie es bestimmt schaffen würden, dass er noch dieses Schuljahr irgendwie hier hin kam. Im nächsten Satz hatten sie wieder gesagt, dass er dann natürlich auch das passende Pferd bekommen würde, einen schönen großen Friesenhengst, Hauptsache etwas mit Feuer im Hintern. Na toll, genau das, was ein Anfänger brauchte, ein Pferd, das vermutlich nicht mal merken würde, wenn er auf seinem Rücken sitz und eh nur den eigenen Kopf hat.
Es munterte den Zwölfjährigen etwas auf, als sich der Rüde hinlegte und seinen Kopf in dem Schoß des Jungen vergrub. Anscheinend ging nicht nur ihm der ganze Zirkus auf die Nerven. Wenigstens würde er ihn hierhin mitnehmen dürfen. Hoffentlich würden seine Zimmergenossen nichts sagen und Seth in Ruhe lassen. Nur weil der eine Schüler Seth mochte, hieß das nicht, dass auch die anderen sich mit ihm verstehen würden. Sanft kraulte er den schwarzen Steffi hinter seinem Ohr, was von einem zufriedenen Grunzen seinerseits beantwortet wurde. Michael schlich sich ein Gedanke in den Kopf, den er schon lange mit sich herum trug. Was, wenn die MacRichards ihn doch wieder in das Rehoming-Programm steckten? Seth würde er vermutlich nicht so einfach mitnehmen können. Im Tierheim würde er nur eingeschläfert und auf die Straße mochte er ihn nicht setzen. Es reichte schon, dass er einmal dort gelandet war. Er würde sich rechtzeitig nach einer Alternativen umsehen müssen, aber wo, wer und wie? Seufzend legte der Junge die Leine neben den Rüden, während er diesen weiterhin streichelte. Er wollte ihn nicht abgeben und lieber mit ihm abhauen, aber sein Taschengeld würde nicht ewig für sie beide reichen.


{Sitz mit Seth am Rand | In Gedanken versunken}
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Ira Dialo

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BeitragThema: Re: Schulpark   Di Mai 16, 2017 4:44 pm

Ira hatte vor seiner Vielseitigkeitsprüfung noch etwas Zeit gehabt...dachte er, doch Rebecca hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, als sie fragte ob er ihre Schicht beim Ponyreiten übernehmen konnte.
Bevor er zum Stand ging, war er bei seinen beiden Pferden gewesen und hatte nach dem rechten geschaut. Beide standen zufrieden, fressend in ihren Boxen...so sollte es sein. Für die Prüfung hatte er bereits alles vorbereitet und konnte sich deswegen nun auf die Schicht von Rebecca konzentrieren.

Er kam an der Wiese an und sah sehr viel kleine Kinder welche unbedingt reiten wollten. Das war eindeutig nicht seins und er war für sowas auch sicher nicht an die Schule gekommen. Er atmete tief durch und begrüßte die anderen am Stand. Dort erklärte er schnell das er für Rebecca einspringen sollte und nahm sich ein Pony welches geführt werden sollte.

Die kleinen Kinder waren ihm zu hektisch und zu laut, er hätte an so viel besseren Orten sein können als nun am Stand zum Ponyreiten, aber da musste der tätowierte Mann nun durch!
Sein Pony welches er führte blieb plötzlich stehen und bewegte sich kein Meter mehr. Es dauerte keine drei Sekunden da weinte das Kind auf dem Rücken des sturen Tieres schon. Zu Iras Glück hatte er noch ein Leckerli in der Tasche, womit er das Pony wieder in Bewegung brachte.
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Nicole Oak

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BeitragThema: Re: Schulpark   So Jun 04, 2017 5:55 pm

    Nachdem die verschiedenen Pferde und Ponys fertig waren, führten die anwesenden Helfer sie zu jenem Areal, auf welchem für einige Kinder der Traum vom Reiten wahr werden würde. Nicole freute sich bereits auf die zahlreichen Gesichter, junge wie alte, Neueinsteiger und 'alte Hasen' beim Reiten. Der Gedanke, einigen von ihnen womöglich dabei zu helfen den Weg mit den Pferden einzuschlagen, löste in ihr einen Teil der zähflüssigen Dunkelheit, die seit Kindheit Teil von ihr war.
    Ira, ein junger Mann in Ausbildung auf dem Hof zum Bereiter, löste Rebecca ab und für einen kurzen Augenblick blinzelte Nicole Philip entgegen. Ihr war keineswegs entgangen, dass beide ausgesprochen gut miteinander harmonierten und sich aneinander gewöhnt hatten. Einem Instinkt folgend ahnte sie, dass aus den Beiden ein gutes Team werden würde. Da nun Becca sich vertreten ließ, hoffte Niké, dass Philip durch Arbeit und das Turnier genügend abgelenkt sein würde. Der Trainer war der Texanerin ans Herz gewachsen, denn er kannte ein ähnliches Dilemma wie auch sie. Etwas, was sie gewissermaßen miteinander verband und wenn auch nicht zu Freunden machte, so doch zu Gleichgesinnten. Ein kurzer, beinahe schon prüfender Blick galt ein weiteres Mal dem Pferdetrainer und dessen Gemütsverfassung, ehe sie den Neuzugang freundlich begrüßte.
    Doch der junge Bereiter wirkte ähnlich bärbeißig und grimmig wie sein Ausbilder. Nicole beschloss sich davon nicht beirren zu lassen und lächelte einem verschüchtert wirkendem, jungen Mädchen entgegen, deren blonde Haare zu zwei lustig wippenden Zöpfen hochgebunden waren. Fragend wies sie auf das große Pferd und neigte sachte das Haupt. »Möchtest du auch einmal eine Runde Reiten?«
    Ängstlich versteckte sich das Mädchen hinter den Beinen seiner Eltern, den Kopf halb weg gedreht und die Hände fest zusammen gepresst. Nicole schmerzte das Herz bei diesem Anblick aus unerfindlichen Gründen und sie sprach mit leiser Stimme auf das Kind ein. Auch die Eltern versuchten das Mädchen zu animieren und entschuldigten sich letztlich wortreich bei Nicole, die lächelnd abwinkte. Sie würde niemandem zu seinem Glück zwingen, ganz besonders kein Kind.

    Sie ließ nun aufgrund jener Zwangspause also ihren Blick schweifen und entdeckte einen Jungen und dessen tiefschwarzen Hund. Ein wunderschönes Tier, welches seinen Kopf soeben in den Schoß seines Besitzers sinken ließ. Offenbar war Beiden der Trubel zu viel und die vollen Lippen der Therapeutin umspielte ein wehmütiges Lächeln. So wie diese Beiden dem Trubel zu entkommen versuchten, so mied Niké die Einsamkeit wie die Pest. Angesichts der finsteren Miene des Jungen und seines Hundes nahm die Rothaarige Abstand davon, ihn zum Reiten einzuladen. Aber womöglich wäre er noch dort, wenn sich die Massen ein wenig lichteten.
    Ein weiterer Kandidat, ein pausbäckiges Kleinkind, machte lautstark auf sich aufmerksam und die junge Frau blickte sich zu ihm um. Ihr Pferd brummelte lediglich kurz, betrachtete die wild kreischenden und spielenden Kinder jedoch sehr genau. Nicole setzte ein weniger lautstarkes Kind auf den Rücken des Rappen, welches leise juchzte und dann fast schon ehrfürchtig erstarrte. Niké lachte leise, als sie dem Kind erklärte: »Ganz ruhig, der tut dir nichts. Hier, das findet er ganz toll.« Sie griff nach der kleinen Hand und führte diese behutsam an den Widerrist des Pferdes, streichelte das dichte Fell dort sanft und lächelte. Die kleine Hand in ihrer ließ sie daran zurück denken wie sie vor einiger Zeit ihre eigene Hand in einer bedeutend größeren vorgefunden hatte und unwillkürlich spürte sie ein Lächeln auf ihren Lippen. Jenes Lächeln verschwand langsam und machte einem nervösen Knäuel Platz, als sie an die überraschte Reaktion des Texaners auf ihre Einladung dachte. Er hatte zugesagt, wirkte jedoch im ersten Augenblick überfahren davon. Eine Affekthandlung. Es würde sich zeigen wie es weiter gehen würde mit ihnen, denn inzwischen vermochte Nicole sich dem nicht mehr zu entziehen. Sie genoss die Anwesenheit des rauen Cowboys und Farmarbeiters, dessen scharfkantigen Charakter und scharfe Intelligenz.

    Die nächste Runde war beendet und Nicole lieferte das Kind wieder bei den überglücklichen Eltern ab. Manchmal fragte sie sich ob nicht eventuell die Eltern jene waren, die eine Runde auf dem Pferderücken reiten wollten. Ihr Blick blieb erst an Kyla hängen und dann an Ira, zwei Persönlichkeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Ein junger Schüler kam auf Kyla zugelaufen und drückte ihr einen Kuss auf, sodass Nicole sich leise lächelnd wieder ihrer Aufgabe widmete. »Hallo kleiner Matz.«, begrüßte sie einen kleinen Jungen, der den Windeln noch nicht einmal ganz entwachsen war. Behutsam hielt sie das Kind fest, während das Pferd die Runde quasi allein meisterte.

    [Ponyreiten | Gedanken | Anspielbar]

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