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 Unterrichtsraum 3

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BeitragThema: Unterrichtsraum 3   Sa Okt 10, 2015 1:31 pm

Hier findet ausschließlich der Unterricht der Unterstufe statt.
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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Sa Nov 28, 2015 7:54 am

» Plot 9: fast wie fliegen
Frühlingsgefühle inklusive


Es ist ruhig auf der Ranch - der Sommer steht schon in den Startlöchern, und alle genießen das gute Wetter, das endlich mal Einzug hält. Alles keimt und gedeiht - und nicht nur in der Natur. Mit riesigen Schritten eilt das Ende des ersten Schuljahres auf die Schüler zu, es muss gelernt und Klausuren geschrieben werden. Die Auszubildenden müssen sich auf die Jahresabschlussprüfung vorbereiten, die Lehrer und Ausbilder auf die Stellung der Abschlussklausuren. Es dauert keine zwei Monate mehr, da dürfen sich alle für zwei Monate von der Ranch verabschieden - aber deswegen friert das rege Leben noch lange nicht ein.

Es ist ein ruhiger Maisamstag - die Sonne scheint, es sind angenehme Temperaturen um die zwanzig Grad. Die meisten Schüler, Azubis und Lehrer gönnen sich mal eine Pause vom Alltag: genug gebüffelt, man reitet lieber mal aus oder geht mit seinen Freunden in die Stadt. Oder man bereitet sich auf das in zwei Wochen anstehende Sommerturnier vor - ganz, wie es einem beliebt.

## 10. Mai 2014 ;; 14:00, nach dem Mittagessen
## sonnig, ein paar kleine Wölkchen, 20°C
## keine Begrenzung der bespielbaren Orte
## Idee für Ideenlose: Training und Planung fürs Sommerturnier am 23.-25. Mai!
## Bitte bedenkt, dass die Erfüllung der Quests Pflicht ist!



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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Fr Nov 04, 2016 7:52 am

» Plot 10: das Sommerturnier
+ Tag der offenen Tür


Wie im Nu vergeht die Zeit. Der Sommer klopft schon an der Tür, und für die Auszubildenden stehen die Jahresabschlussprüfungen vor der Tür, so wie für die Schüler die letzten Klausuren des Schuljahres. Bald ist es an der Zeit, die fast drei Monate langen Sommerferien einzuläuten, und den Hof zu verlassen - doch davor gibt es noch ein weiteres Highlight: ein Sommerturnier auf dem Hof, wo Schüler, Auszubildende, Mitarbeiter und Lehrer zeigen können, was sie drauf haben! Es gibt Reitprüfungen in allen Disziplinen, es sind zahllose Reiter aus der Umgebung eingeladen worden - denn das Turnier dient auch gleichzeitig dem Werbezweck fürs kommende Schuljahr, und ein Tag der offenen Tür findet gleichzeitig statt.

Wir spielen den Samstag des dreitagigen "Wochenendes der offenen Tür" - Freitag hatte es eine Grillparty gegeben, und für den Sonntag haben die Hofbewohner mit ihren vierbeinigen Freunden einige Vorstellungen und kleine Shows vorbereitet, um zu zeigen, was sie am Workshopwochenende oder generell in ihrem Jahr auf der Ranch gelernt haben. Samstags finden die Turniere an sich statt, auf die sich alle freuen. Das Wetter spielt super mit, es ist kaum eine Wolke am Himmel zu sehen, und der späte Mai zeigt sich von seiner besten Seite. Um die Reitplätze und die Angebotsstände ist es voll, und es gibt unzählige interessante und vor allem kauffreudige Besucher! Wer wird das Turnier wie abschneiden, wer nimmt eine Schleife mit nach Hause? Wer bekommt es mit nervigen Touristen zu tun, wer mit einem ambitionierten Möchtegernreiter? Was passiert? Funktioniert alles? Oder geht es total in die Hose? Seid gespannt!


## 24. Mai 2014 ;; 10:00, Turnierbeginn
## sonnig, 24°C
## keine Begrenzung der bespielbaren Orte – allerdings wird in den einzelnen Plotposts angegeben, was wo stattfindet (z.B. beim Springplatz stehen nur die Springstarter, usw.)
## jede Turnierteilnahme wird in einem Post bespielt! Bitte schmückt auch die Vor- und Nachbereitung der Pferde nicht zu weit aus, sonst eskaliert es nur.
## jeder, der sich für einen Stand eingetragen hat, sollte auch seine Zeit daran "absitzen": dadurch sind die Postgruppen abgedeckt!
## wer sich noch für irgendeine Disziplin nachtragen möchte, meldet sich bitte kurz bei Katha oder Moon!
## Wer einen Besucher oder eine Besuchergruppe spielen möchte - für seine eigene Postinggruppe oder um eine andere zu ärgern -, meldet sich bitte bei den Admins für das NPC-Account-Passwort!
## Bitte bedenkt, dass die Erfüllung der Quests Pflicht ist!



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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Sa Apr 08, 2017 8:55 am

» Plot 10: das Sommerturnier
+ Tag der offenen Tür


## ZEITSPRUNG: es ist jetzt 11:30
## alle Charaktere haben sich bei den Ständen eingefunden, wofür sie eingetragen sind. Ausnahmen bilden die 11:30/12:00/12:30 Starter, die dürfen auch die Vorbereitung ihrer Pferde beschreiben.
## es wird jetzt mit dem M-Springen weitergehen und danach nur eine kurze Zeit für andere Posts geben, bevor es mit den Western-Disziplinen und dann mit der Vielseitigkeit weitergeht
## jede Turnierteilnahme wird in einem Post bespielt! Bitte schmückt auch die Vor- und Nachbereitung der Pferde nicht zu weit aus, sonst eskaliert es nur.
## ihr dürft jetzt gern neue Postinggruppen bilden, immerhin überspringen wir eine Stunde Zeit
## wer sich noch für irgendeine Disziplin nachtragen möchte, meldet sich bitte kurz beim Spielleitungsaccount!
## Wer einen Besucher oder eine Besuchergruppe spielen möchte - für seine eigene Postinggruppe oder um eine andere zu ärgern -, meldet sich bitte bei den Admins für das NPC-Account-Passwort!
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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Mo Nov 20, 2017 5:58 pm

» Plot 11: Prom Night
Frühlingsgefühle inklusive


Die letzten Wochen waren chaotisch, geradezu die Hölle: nicht nur gab es viel emotionales Drama für die verschiedenen Bewohner der Ranch, nein; auch die Abschlussprüfungen standen an. Für die Auszubildenden hat sich das erste Lehrjahr dem Ende zugeneigt, für die Schüler das erste Schuljahr - für manche bedeutete das trotzdem, dass sie sich auf die Versetzungsprüfungen vorbereiten mussten. Das, zusammen mit allem anderen, was geschehen war, hat eine Menge Druck auf die Bewohner des Internats gepackt. Doch nun ist es vorbei, und ein letztes Abenteuer vor den langen Sommerferien steht an: der Abschlussball!

Am Mittag hat es in jeder Stufe Zeugnisse gegeben, für die Auszubildenden die Ergebnisse der Jahresabschlussprüfungen, und in den nächsten Tagen wird der Hof sich leeren, die meisten werden über die Ferien wegfahren - Schüler müssen den Hof verlassen, Auszubildende, Mitarbeiter und Lehrer haben die Chance, auf der Horizon Ranch zu bleiben. Als krönender Abschluss des goldenen ersten Jahres hat man sich was ganz besonderes überlegt: einen Abschlussball. Die Aula des Schulgebäudes hat man in ein glitzerndes Wunderland verwandelt, es gibt ein Buffett, genug Tische, damit jeder sitzen kann, und eine Tanzfläche, die ebenfalls groß genug für alle sein sollte. Im Park sind unzählige Lichterketten aufgehangen worden, um auch draußen für eine romantische Abschlussstimmung zu bringen. Alle Bewohner haben sich nach bestem Wissen und Gewissen aufgetakelt und freuen sich auf diesen letzten Abend.

## Freitag, 27. Juni 2014 ;; 20:00
## sonnig, perfekter Abend, 25°C
## bespielbare Orte: Aula, Park
## Holmes hat bereits seine Rede gehalten und den Ball feierlich eröffnet - ergo, alle Gäste befinden sich bereits in der Aula oder im von dort aus zugängigen Park: keiner kommt erst an!
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Sheela Verma

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Fr Jul 27, 2018 1:33 pm

Wie blöd konnte ein einziger Mensch sein?
Fast blindlinks kämpfte sich Sheela durch die Menge der Tanzenden, trat irgendeinem Schüler dabei auf den Fuß und schaffte es gerade noch so, eine Entschuldigung zu murmeln, die jedoch wahrscheinlich im Rausch der Musik längst untergegangen war. Einmal streifte sie jemand anderes am Arm und sie wirbelte herum, fast sicher, dass es Alistair war, der ihr nachgegangen war, der sie festhielt, ihr irgendetwas sagte, was vollkommen untypisch und erholsam wäre. Natürlich war er es nicht.
Wahrscheinlich fühlte er sich vor den Kopf gestoßen, beleidigt. Und sie konnte ihm zumindest den ersten Punkt nicht einmal vorwerfen. Wie hatte sie sich auch so gehen lassen können? Ein Ball, feine Klamotten, die Sache mit seinem Bruder vorher, das Geständnis über seinen Lebenswandel und ihr Mitleid für seine Kurzsichtigkeit, ein romantischer Tanz und ein Kompliment reichten offensichtlich, um sie zu einer dummen Gans mutieren zu lassen, die sich jetzt wahrscheinlich jede Chance darauf verdorben hatte. Und allein war.
Das wurde ihr erst wirklich bewusst, als sie die Hitze und die Rhythmen der Musik und der zahllosen Herzschläge in der Aula hinter sich ließ und in dem fast menschenleeren Flur stand. Was sollte sie tun? Alistair würde ihr nicht nachgehen – das hatte er nach ihrem Streit in Oxford nicht getan und seit dem hatte sich nicht so viel geändert. Ihre Gefühle ja offensichtlich auch nicht. Sie kam sich so dumm vor. Eigentlich hatte sie gewusst, dass er wie ein Spiel mit dem Feuer war; gefährlich, unberechenbar. Von sich hatte sie allerdings gedacht, dass sie die Konstante sei, berechenbar, kühl und überlegt, leidenschaftlich nur, solange es nicht um Leidenschaft ging. Sie hatte geglaubt, dass sie in der Lage sei, Alistair als Freund zu behalten, für ihn da zu sein, wenn er sie braucht, aber sich nicht wieder in die Situation zu begeben, in der sie sich angreifbar machte.
Hatte sie mit dem Zurückweichen vor dem Kuss, vor möglichen Konsequenzen am Ende mehr zerstört als wenn sie sich ihm einfach hingegeben hätte, wenn sie den Moment genutzt und genossen hätte, ohne sofort Panik zu bekommen?
Auf der Tanzfläche war sie sich sicher gewesen, dass sie Angst vor der Ungewissheit gehabt hatte. Aber war es nicht eher die Angst vor den Gewissheiten, die ein Neuanfang mit ihrem Studienkollegen, mit ihrer Jugendliebe bedeuten würde? Dass sie Alistair nie hatte ganz vergessen können und vor allem wollen. Dass er vielleicht derjenige war, der für sie eine viel größere Bedeutung hatte als nur ein Freund aus alten Zeiten?
Ein Laut der Frustration entwich Sheela, deren Füße sie weiter durch das leere und beinahe unbekannte Schulgebäude trugen. Ihre Absätze hallten wie Gewehrschüsse durch die Gänge. Immer wieder fuhr sie sich durch die langen Haare und spürte die Verzweiflung größer und größer werden.
Sie sollte zurückkehren, mit Alistair reden, erfahren, wie er zu ihr stand. Nur würde sie keine Antwort erhalten. So gut kannte sie ihn einfach doch. Er würde es ihr nicht leicht machen, indem er ihr sagte, dass er noch Gefühle für sie habe und es wieder versuchen wolle. Oder ihr das Gegenteil versicherte. Sie konnte von ihm keine Gewissheit verlangen, erstrecht nicht, wenn sie selbst nicht wusste, was sie wollte.
Wollte sie ihn?

Vielleicht? Ja? Sie wollte ihn nicht verlieren und auch nicht sich selbst. Sie beide waren zum Scheitern verurteilt, von Anfang an. Woraus bestand ihre Freundschaft denn? Diskussionen! Streit und dem Versuch, einander zu ändern. Verdammt, was bildete sie sich denn eigentlich ein? Ein Schluchzen mischte sich unter das Geräusch ihrer Absätze und mit einem Mal spürte sie Nässe auf ihren Wangen. Mit verschleiertem Blick stieß Sheela die nächst beste Tür auf und ließ sich auf den ersten Tisch fallen, der dort stand. Hektisch wischte sie an den Tränen herum, wollte verhindern, dass man später an dunklen Rinnsalen sah, dass sie geweint hatte. Im Cottage dürfte die Luft sowieso schon brennen.

Wie lange sie so da saß, die Hände auf den Wangen und die Augen geschlossen, während ihre Gedanken unsinnig umherwirbelten, wusste sie nicht, als sie weitere Schritte hinter sich hörte. Sie würde sich nicht umdrehen. Niemand sollte sie so sehen und vielleicht würde ein hoffentlich angeheiterter Ballbesucher weitergehen, wenn sie nur langweilig genug erschien. Doch die Schritte verharrten und kamen dann näher. Sheela starrte beharrlich gerade aus, hinaus aus dem Fenster des ihr unbekannten Klassenraums. Dann erkannte sie den Haarschopf, die Silhouette und den undeutsamen Ausdruck im Gesicht ihres Beobachters.
Alistair sah wahrlich keinen Deut besser aus als sie sich fühlte. Zerzaust, die Krawatte gelockert und offensichtlich angetrunken. Von dem herausgeputzten Quasi-Gentleman, der mit ihr getanzt hatte, war nichts mehr übriggeblieben.
Unter seinem Blick richtete sich Sheela langsam auf, schluckte hart. Einmal, zweimal. Es nützte nichts. Ihre Augen brannten wieder verräterisch. Alistairs trockener, unbewegter Ton machte es noch schlimmer.
„Du hast getrunken“, stellte sie schließlich ähnlich nüchtern fest und musste doch den Blick abwenden. Was sollte sie ihm denn sagen? Langsam erhob sie sich, fuhr sich ein letztes Mal über die feuchten Wangen, ehe sie versuchte zu der Frau zu werden, als die sie sich wohlfühlte. Die starke Sheela, die Kämpferin. Nicht das Häufchen Elend, das gerade nicht in der Lage war, eine Entscheidung zu treffen. „Ich weiß nicht, was ich dir erklären soll. Ich habe mich von dem Abend, von dem ganzen Ambiente zu etwas verleiten lassen, von dem ich nicht sicher sein kann, dass ich es nicht bereuen werde. Wir... funktionieren als Freunde.“ Gelogen. Das ist vollkommener Blödsinn und das weißt du, unterbrach sie eine kleine, widerlich schneidende Stimme in Gedanken. „Ich will das nicht für etwas riskieren, was alles nur komplizierter macht.“


[cf. Aula | Gedanken | Alistair | Antwort]

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Alistair Traynor

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Sa Jul 28, 2018 3:25 pm

Es war ungewohnt sie so zu sehen. In sich zusammengesunken und so verletzlich. Ein Impuls in ihm wollte ihn dazu anhalten die letzte Distanz zwischen ihnen zu überbrücken und sie in den Arm zu nehmen. Doch sein Stolz hielt ihn zurück. Wie so oft.
Das Schluchzen hatte Alistairs Aufmerksamkeit geweckt und überhaupt erst dazu bewegt, nicht einfach lautlos an der Tür vorbeizuhuschen. Als er Sheela nun ansah und musterte, sah er die noch feuchten Tränenspuren auf ihren Wangen. Kurz zuckte ein Muskel in seinem Augenwinkel, als würde er sogleich seine unbewegliche Miene verändern und ihr irgendetwas sagen. Doch er schwieg. Auch als sie sich aufrichtete und ihn ansah und erneut Tränen in ihren Augen schimmerten rührte er sich nicht. Unwissend ob er es nicht wollte oder nicht konnte. Vermutlich ein bisschen von beidem, denn immerhin war sie es gewesen, die ihn so plötzlich geküsst hatte und dann davongestürmt war. Zwar hatte er den Gedanken an einen Kuss zuvor selbst gehegt, aber er hatte die Beherrschung nicht verloren. Sheela offenbar schon und er würde gewiss nicht derjenige sein, der mit sich spielen ließ. Er war Alistair Traynor. Er machte die Regeln. Das war Gesetz und dagegen würde er nicht verstoßen, weil dieser kurze Kuss ihn doch etwas aus der Bahn geworfen hatte. Weil sich doch ein Teil in ihm geregt hatte, von dem er geglaubt hatte, er wäre endgültig abgestorben. Und dabei hatte er nie behauptet wirklich ein Herz zu haben. Zumindest nicht in dem Sinne wie es alle verliebten Dichter beschrieben. Sondern rein aus physischen Zwecken.
Die Brünette verwies auf seinen Alkoholkonsum, was Alistair nur mit einem Blick auf sein Glas quittierte, das schon wieder leer zu sein drohte. Er sah beinahe so an, als würde ihm erst jetzt auffallen, was er dort eigentlich in der Hand hatte, viel mehr wusste er aber nicht wie er auf diese Aussage reagieren sollte. Er war schon immer sehr trinkfest gewesen, spätestens nach der Ruction Scene. Das hatte sich jedoch bis heute nicht geändert, wenngleich er zeitweise beim Kater danach merkte, dass er eben doch auf die 30 zuging. Eine Entwicklung, die er äußerst kritisch beäugte.
Sheelas Worte, die er hörte während er noch immer das Tumbler-Glas betrachtete, entlockten ihm nur ein trockenes, lautloses Auflachen. Kopfschüttelnd drehte er das Glas in seinen Händen. Was sollte er dazu sagen? Er war niemand, der besonders sensibel war und alles, was ihm einfiel, trug vermutlich nicht dazu bei, um diesen Vorfall irgendwie zu entkräften. So dauerte es bis er sich schließlich räusperte, den Blick wieder hob und die Hände samt Glas auf die Tischkante stützte. „Ja, vermutlich ist das so.“ Er war also gefriendzoned worden. Gott, er würde literweise Whiskey brauchen um das runterzuspülen. Gefriendzoned von der Frau, die er einst geliebt hatte. Sie würde es also bereuen, ihm wieder näherzukommen. Sie wollte keine Beziehung mit ihm, wenn das ihre Freundschaft gefährdete. Wollte er das überhaupt? Von Beziehungen hatte er eigentlich die Nase voll und verdrehte schon genervt die Augen, wenn seine Eltern das Wort Ball, Frau oder nettes Mädchen nur in den Mund nahmen. Nein, er hatte sich eigentlich auf seine Karriere konzentrieren wollen. Nichtsdestotrotz konnte er es nicht haben, dass Sheela es war, die ihn wegstieß. Das war etwas, das er nicht gewohnt war. Und womit er nicht umgehen konnte. Freunde. Waren sie das überhaupt? War man befreundet, nur weil man im selben Cottage wohnte und sich regelmäßig sah? Gut, er würde wohl akzeptieren müssen, dass sie nicht mehr von ihm wollte, als diese Kindergartenfreundschaft.
Er nahm noch einen Schluck Whiskey, ließ seinen Blick schweifen, zum Fenster hinaus und schließlich zurück zu Sheela. Für den Bruchteil einer Sekunde flackerte der Schmerz in seinen Augen auf, den er rasch hinfortblinzelte. Auf was hatte er eigentlich gehofft? Dass es wieder werden würde wie früher vor ihrem Streit? Dass sie ihn noch einmal so ansah? Er schluckte, räusperte sich wieder. „Nun gut, ich fürchte, dann haben wir uns nicht mehr viel mehr zu sagen.“ Er presste die Zähne aufeinander bis seine Kiefermuskeln hervortraten und blickte verkrampft auf das verdammte Glas in seinen Händen. Was sollte er denn tun? Was sagen? Er kannte solcherlei Situationen nicht und er hatte nie an einem Menschen festhalten müssen. Zumal er aktuell nicht das Gefühl hatte, als wollte Sheela unbedingt an ihm festhalten. Würde er es akzeptieren können, sie mit einem anderen Mann zu sehen? Selbst nur der gute Kumpel zu sein, den man hin und wieder besuchte? Nein, er würde es nicht können. Das kratzte zu sehr an seinem Stolz. Alistair war sich relativ sicher, dass er den Kontakt zu Sheela einfach abbrechen und unterbinden würde, sobald ein anderer männlicher Part ins Spiel kam. Wollte er den nicht, dass sie glücklich wurde? Doch schon, aber nur mit ihm.
Trotzdem wandte er sich nicht zum Gehen, sondern blieb wo er war. Gegenüber von Sheela, deren Nähe er von Anfang an gesucht hatte, wie ihm nun bewusst wurde. Das Bild von ihr im Sari, als sie ihre Zimmertür öffnete und sie gemeinsam zum Ball gingen, tauchte vor seinem inneren Auge auf. Ihre Hand auf seinem Arm, als er sich über Vincent grämte. Ihre geschlossenen Augen und das zufriedene Lächeln auf ihren Lippen als sie tanzten.
Er durfte sich nicht verlieben. Nicht dieses Mal.
Aber vielleicht war es dafür schon zu spät.

{Sheela}

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Do Aug 09, 2018 9:09 pm

Das war der Todesstoß für ihn gewesen. Sheela konnte es sehen, sobald sie ihm gesagt hatte, dass sie ihn nur als Freund wollte. Ein Tor verschloss sich in seinem Inneren, der Dolch bohrte sich tief, tief in sein Ego. Wahrscheinlich hatte sie ihn mit diesen Worten für immer verloren, aber sie konnte sie nicht mehr zurücknehmen. Warum kämpfte er nicht um sie? Warum versuchte er nicht, jetzt um sie zu kämpfen, warum sagte er nichts weiter? Von wegen, sie hätten nichts mehr zu sagen!
Sheela wollte die Hände ringen, Alistair an den Schultern packen und schütteln. Wie konnte man so blöd sein? Wie konnte man so unfassbar dumm sein? Einen Moment lang verlor sie die Fassung und man konnte ihr ansehen, dass sie mit der Aussage des Blonden überhaupt nicht akzeptieren wollte. Die Ärztin atmete tief ein und aus, schloss ihre Augen kurz und öffnete sie dann wieder, um den Blick der Sturmaugen zu suchen. Ja, er hatte sich vor ihr verschlossen.
„Wir werden uns immer etwas zu sagen haben, Alistair Traynor“, sagte sie leise und seltsam heiser. Sie fühlte sich erschöpft und sehnte sich nach ihrem Bett, nach Ruhe und Frieden, danach, dass sie diesen Abend zurückspulen könnte. Sie wünschte sich, sie hätte Alistair nie geküsst, und gleichzeitig, dass sie nie damit aufgehört hätte. Wie konnte sie es nun wieder gut machen? Wie konnte sie ihm klar machen, dass sie ihn keinesfalls verstoßen hatte, dass sie ihn in ihrem Leben brauchte? Dass es ohne ihn einfach nicht das selbe war und dass sie… ja was eigentlich? Dass sie einfach nur Gewissheit gebraucht hätte, dass es ihm genauso ging.
Offensichtlich war das ja nicht so. Sonst hätte er jetzt etwas Anderes gesagt, oder? Oder war sein Ego so kindisch verletzt, dass es ihm nicht möglich war? Psychologie hätte sie studieren sollen, nicht Medizin! Anders konnte man aus diesem Kerl einfach nicht schlau werden.
„Du bist mir wichtig, aber du bist auch unberechenbar. Eine unbekannte Variable statt einer Konstante und das möchte ich trotz allen Nervenkitzels nicht“, erklärte sie sich schließlich weiter, obwohl sie ihn vielleicht hätte anschreien können: Kämpf um mich! Zieh jetzt nicht den Schwanz ein, du Idiot! Aber sie tat es nicht. Es war nicht ihre Art, sich derartig zu entblößen. Mehr als diese Hinweise konnte Alistair nicht von ihr erwarten.


[Alistair]

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Di Aug 14, 2018 2:35 pm

Der Impuls sie umarmen zu wollen ging nicht fort. Er blieb hartnäckig und krallte sich an Alistairs Empfinden fest, als würde ihn das vor dem Ertrinken in der kalten, harten Masse retten, die Alistair sonst erfüllte.
Alistair wollte ihre Nähe spüren, ihren Geruch einatmen, sein Kinn auf ihre Schulter legen und sie an sich ziehen. Allein das würde ihn beruhigen können, doch die Distanz zwischen ihnen machte all das nur schlimmer und er fühlte sich umso ruheloser. Sheela schien, angesichts seiner Worte, mit sich zu ringen, doch er kam nicht umhin, dass sich ein Funken Genugtuung in seine Ruhelosigkeit mischte und sie besänftigte. Sie hatte ihn fortgestoßen, da würde er nicht auf allen Vieren angekrochen kommen und um sie winseln. Was erwartete sie denn von ihm? Offenbar etwas Bestimmtes, denn so wie Sheela ihn anblickte, war seine Reaktion definitiv nicht das gewesen, was sie sich erhofft hatte. Kurzzeitig flammte ein Gefühl der Hilflosigkeit in Alistair auf. Was sollte er denn tun? Was erwartete sie? Warum war er nie auf solche Situationen vorbereitet worden? Sheela war eine der wenigen Menschen, die er nicht verletzen wollte, weder bewusst noch unbewusst und dennoch wurde ihm deutlich, dass er gerade auf dem besten Wege dazu war. Anders gesehen sprach auch der Stolz aus ihm, der ihm einflüsterte, dass sie ihn ebenso verletzt hatte und darauf auch keine Rücksicht nahm. Sie machte doch auch nicht den ersten Schritt und suchte seine Nähe, sondern war peinlich auf diese Distanz bedacht, die sie zuvor noch so unerschrocken durchbrochen hatte.
Ihre Worte hallten in seinem Kopf wieder, während er schweigend auf seine Schuhspitzen sah. Stimmte das? Würde er ihr noch etwas zu sagen haben, wenn sie sich erst endgültig gegen ihn entschieden hatte? Er verbannte Menschen gerne aus seinem Leben, wenn sie nicht mehr von Nutzen oder Freude für ihn waren. Sheela unerreichbar zu wissen, würde ihn nur dauerhaft quälen. „Wenn du es sagst.“, seine Worte klangen schnippischer als beabsichtigt, während er noch immer nicht den Blick hob, den die Inderin zuvor so intensiv gesucht hatte. Alistair war unschlüssig wie viele Worte sie nach diesem Abend noch wechseln würden, was sie einander noch zu sagen hatten. Es würde kaum wieder so werden, wie es vor dem Kuss gewesen war. Reine Freundschaft. Anfangs war das vermutlich so gewesen, aber Alistair vermutete innerlich, dass er mit Sheela so etwas wie reine Freundschaft nicht pflegen konnte. Vielleicht Freundschaft Plus, vielleicht nichts verbindliches, aber er wollte sie. Nicht nur als Freundin.
Ein bitter-belustigtes Aufatmen entwich ihm, als sie ihn als unberechenbar und Variable beschrieb. Langsam hob er nun doch den Kopf und so sehr er zuvor seine Emotionen versucht hatte zu bändigen, so spiegelten sich diese nun in seinem Blick wieder. Aufgebracht sah er sie an, in den grauen Augen tobte ein Sturm, der sich zu einem Unwetter sammelte. Alistair leerte das Whiskey-Glas in seiner Hand in zwei Zügen, knallte es auf den Tisch, stieß sich von diesem ab und stand nun nur wenige Zentimeter vor Sheela. „Das unberechenbar nehme ich mal noch als Kompliment, aber eine unbekannte Variable? Ich bitte dich! Dann lerne mich doch kennen, ich dachte eigentlich das hättest du schon. Du kennst mich so viel besser, als viele andere Menschen, die mir nahestehen. Erschreckenderweise manchmal sogar besser als ich mich selbst. Es hat einen Grund, warum du Ärztin geworden bist: Nicht nur, weil du ein elendiger Gutmensch bist und jedem helfen möchtest, sondern weil du den Menschen helfen kannst. Weil du sie verstehst. Weil du mich verstanden hast. Zumindest meistens.“ Er schluckte schwer, wandte kurz den Kopf ab. Er hatte sich in Rage geredet, das wusste er selbst, aber es stand noch so viel Unausgesprochenes zwischen ihnen. Als Alistair den Blick wieder hob, ruhte der Sturm, doch es war zu erkennen, dass es nur einen Tropfen brauchte, um ihn wieder in ein rasendes Gewitter zu verwandeln. „Mach mich doch zu einer bekannten Variable in deinem Leben und wenn es dich glücklich macht auch zu einer konstanten.“
Das Dämmerlicht, das in den Raum fiel, warf Schatten auf Wände und Tische und auf Alistairs Gesicht. „Du bist anders, als alles, was ich kenne, Sheela. Du bist nicht großgewachsen, dürr, schweigsam und so verdammt britisch, dass du dich den ganzen Tag hinter einer Teetasse versteckst. Du bist keine Frau, die mich Tag und Nacht anhimmelt. Keine von denen, die ich sonst mit aufs Zimmer nehme, um mich von dem abzulenken, was mir eigentlich fehlt. Jemand, dem ich vertrauen kann. Du ziehst mich an, weil du anders bist, äußerlich wie innerlich. Weil du etwas Besonderes bist.“
Seine Finger strichen beiläufig über ihren Handrücken und erneut kämpfte er gegen den Impuls, die einfach zu küssen. Einfach aufhören zu reden und sie zu küssen. Er konnte gut reden, aber nicht in einer Situation wie dieser, da schien ihm jedes Wort zu viel, zu weich, zu gebrechlich. Aber Sheela verlangte es, deswegen sprang er über seinen Schatten. Und stürzte sich vermutlich gleich damit ins Verderben. Doch ein Gentleman brach lieber sich selbst das Herz, als der Lady ihm gegenüber. Nur war Alistair nie ein Gentleman gewesen.
{Sheela}

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Di Aug 14, 2018 8:08 pm

Sheela sah die Gedanken förmlich durch Alistairs Kopf strömen und toben. Die Worte, die daraus resultierten, waren schließlich hart und schnippisch. Sie hinterließen einen Stich in der Magengegend der Medizinerin. Ihr Magen sackte mindestens eine Etage tiefer und sie hatte das Gefühl, als würde er nie wieder aus dieser Position herauskommen. Sie hatte Alistair verloren. Er war niemand, der kämpfen würde – wie hätte sie das erwarten können? Wahrscheinlich musste er nur in die nächste Bar gehen, seinen britischen Akzent auspacken und sich durch die Locken fahren, damit mindestens drei hagere Blondinen an seinem Hals hingen. Wie konnte sie erwarten, dass er, der sich nur für Affären und Freundschaft Plus interessierte, sich für sie einsetzen würde?

Wieder brannten Sheelas Augen und diesmal machte sie sich nicht einmal die Mühe, sich um ihren Maskara zu sorgen. Wenn die Tränen fließen würden, dann würden sie fließen. Dann würde Alistair wenigstens sehen, dass er ihr mindestens genauso weh getan hatte, wie sie seinem Ego. Und doch konnte sie das alles nicht so stehen lassen, setzte wieder an zu sprechen und entlockte ihrem Gegenüber so eine Reaktion, die sie viel eher von ihm gewöhnt war. Spott. Hatte der Brite zuvor noch zu Boden gesehen, hob er jetzt seinen Blick und find den ihren mit seinen Sturmaugen auf. Wahrlichen Sturmaugen. Unwillkürlich wich Sheela den Milimeter zurück, den die Bank, auf der sie saß ihr erlaubte.

Die Erinnerung an ihren Streit in Oxford brandete erneut in ihr auf. Das Schreien, die Tränen, das Schlagen der Türen. Dann Schweigen. Jahreslanges Schweigen, obwohl sie sich doch beide nie vergessen hatten. Kein anderer Mann hatte die Erinnerung an Alistair ganz vertreiben können – konnte sie ihm überhaupt vorwerfen, dass er sich nur auf Kurzlebiges einließ, wenn sie doch mit jedem anderen Studenten, Assistenzarzt und Geschäftsfreund ihres Vaters unter fünfzig nichts Anderes getan hatte?

Das Geräusch des Whiskeyglases ließ sie zusammenfahren. Doch sie wandte den Blick nicht von ihm ab.

Dann lern mich doch kennen, ich dachte eigentlich, das hättest du schon, hörte sie ihn sagen und schluckte. An den Vorwurf des elendigen Gutmenschens war sie gewöhnt, daher fiel dieser beinahe unten herunter. Aber dass er das Gefühl hatte, sie kenne ihn besser als er sich. Sheelas Herzschlag beschleunigte sich. Alistair hatte die Worte harsch ausgesprochen und der Whiskeygeruch aus seinem Mund machte es nicht besser. Und trotzdem konnte sie ihm nicht vorwerfen, er spreche im Rausch. Sie schaffte es nicht, auch nur einen Satz zu äußern. Als habe er ihre Stimmbänder gelähmt. Stumm starrte sie ihn an, starrte die Haare an, die ihm in die Stirn fielen und hätte fast die Hand gehoben, um sie zur Seite zu streichen, um seine Augen sehen zu können. Selbst auf dem Tisch liegend zitterten ihre Finger.

„Mach mich doch zu einer bekannten Variable in deinem Leben und wenn es dich glücklich macht auch zu einer konstanten.“

Die Überraschung ob dieser Worte musste wie ein Leuchtschild in ihrem Gesicht zu lesen sein. Doch Alistair ging nicht darauf an, er sprach weiter und mit jedem Wort bemühte sich Sheelas Herz mehr darum, ihren Brustkorb zu sprengen. Einzelne Worte hallten in ihrem Kopf wider, stumpfsinnig wie ein Echo. Er vertraute ihr? Sie war etwas Besonderes? Für Alistair ‚Eiszapfen’ Traynor?

Als seine Finger über ihren Handrücken strichen, kam es ihr so vor, als brenne die Berührung durch ihren ganzen Körper. Als sei sie wieder dreizehn und Händchenhalten der erste Schritt zu einer Schwangerschaft zu sein schien. Wie von selbst drehte sie die Hand, schien sie ihm zunächst zu entziehen. Nur um ihre Finger mit seinen zu verschränken.

„Ich habe Angst, wieder verletzt zu werden. Wie damals in Oxford“, flüsterte sie, den Mantel der willensstarken Frau abwerfend, und sprach vielleicht zum ersten Mal seit dem Tanz aus, was sie wirklich fühlte. Was sie wirklich fürchtete.


[Alistair]

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Mi Aug 15, 2018 2:50 pm

Wie schwer er atmete merkte er erst, als er schwieg, um Sheela Raum zu lassen, zu antworten. Das Hemd spannte unter jeder Bewegung seines Brustkorbs über diesem, als sei es zu eng. Darunter klopfte hämmernd sein Herz, das sich ausgerechnet jetzt zu Wort gemeldet hatte. Alistair holte tief Luft, versuchte durchzuatmen, doch egal, wie gut er sich vor wichtigen Präsentationen und Kundengesprächen beruhigen konnte, hier gelang es ihm nicht. Manisch flackerte sein Blick umher, ehe er sich fahrig durch die blonden Locken strich, die ihm in die Stirn gefallen waren und die Sheela so gedankenverloren angestarrt hatte. Er sah die Tränen, die in ihren Augen brannten und sich ihren Weg bahnten. Er sah, wie sie vor ihm zurückwich, wohlwissend, dass er sie so an schlimmere Zeiten erinnern mochte. Doch das war etwas von ihm – dieses ganz und gar nicht-britische, ungehaltene Temperament, das ihm oft das Gerücht eingebracht hatte, das Kind einer Affäre seines Vaters zu sein. Ein Bastard. Aber es war ihm egal. Er würde Sheela niemals Gewalt antun, das sollte sie wissen. So unzurechnungsfähig war er nicht. Nicht einmal im Rausch. Ganz gleich, was für schlimme Sachen er da schon gemacht hatte.
Schließlich öffnete sie ihre Hand, zog sie weg und tat es auch nicht, denn im nächsten Moment schlang sie ihre feingliedrigen Finger um die seinen. Sanft erwiderte Alistair den Druck, sah sie jedoch weiterhin an. Mit dem brodelndem Sturm in den Augen. Obwohl sie selbst aufgebracht sein musste, konnte er in ihren dunklen Augen kaum etwas erkennen, außer – Furcht? Hatte sie Angst? Vor ihm? Der überraschte Ausdruck, den seine zuvorigen Worte hinterlassen hatten, war verschwunden und stattdessen einer ernsten Miene gewichen. Bevor er fragen konnte, was los war, sprach sie auch schon aus, was sie bedrückte. Dies war genau das, was Alistair gefürchtet hatte. Dass sie sich der Vergangenheit nicht entsagen konnte. Er seuftzte auf und wandte den Blick ab, dachte nach, denn jedes folgende Wort würde er mit Bedacht wählen müssen. Und das, obwohl er nicht mal wusste, was genau er eigentlich von Sheela wollte. Dafür hätte er über sie nachdenken müssen und vor allem auch über sich und seine Zukunft. Etwas, das er in Bezug auf Liebschaften nicht gerne tat.
Gedankenverloren hob er seine Hand, deren Finger noch immer mit den ihren verschränkt waren, und führte sie zu Sheelas Wange von der er mit dem Daumen eine lose Träne strich. Noch einen Augenblick streichelte er darüber, ehe er die Hand wieder sinken ließ, ihre Finger betrachtete und schließlich wieder Sheelas Blick suchte. „Was möchtest du denn hören?“ Es klang keineswegs herausfordernd, viel eher – niedergeschlagen? „Oxford ist lange her, wir beide haben uns verändert, du vielleicht mehr als ich.“ Er rang sich ein schwaches, schiefes Lächeln ab. „Ich kann dir nicht versprechen, dass so etwas nie wieder passieren wird. Genauso wenig wie ich versprechen kann, dass morgen Weltfrieden herrscht. Ich kann dir nur sagen, dass es nicht meine Absicht ist, dich zu verletzen. Das war es nie.“ Wahre Worte. Immerhin würde er nicht zu Lügen greifen, ganz gleich wie ausweglos die Situation war. Doch so viel Ehrgefühl besaß er noch.
Alistair konnte nicht für sich selbst bürgen, er wusste, dass er dafür zu unberechenbar war. Auch für sich selbst. Vieles, was er getan hatte, hatte er mit Sheelas Sichtweise betrachtet, bereut, doch Reue zu zeigen war nicht seine Stärke. Also hatte er es nie eingestanden. Er wusste nicht, was in Zukunft war, ob er nicht wieder einen dummen Fehler aus dem Affekt heraus begehen würde, den er später bereute. Damals wie heute war es nicht seine Intention mutwillig andere zu schädigen. Meistens hatte es aus Ignoranz und Respektlosigkeit resultiert. Etwas, das er bei Sheela definitiv nicht hatte. Möglicherweise war sie also damals im Recht gewesen, andererseits hatten sie schon dort nie eine richtige Beziehung geführt, zumindest nicht nach Alistairs Maßstäben. Also hatte er sich auch nicht verpflichtet gefühlt, vor ihr Rechenschaft abzulegen, doch sie hatte ihn genug gekümmert, dass er begonnen hatte, sich wegen ihres Ritalinkonsums Sorgen zu machen. Etwas, das er nicht bereute. Jedoch einräumte, dass er es ihr vielleicht in einem anderen Tonfall hätte vermitteln sollen. Auch nach gescheiterten Versuchen.
„Was sollte denn passieren vor dem es sich lohnt Angst zu haben?“ Seine Stimme war sanft, behutsam und so zärtlich wie sein Finger zuvor an ihrer Wange. Alistair war nicht durch und durch ein schlechter Mensch. Immerhin konnte er mit Tieren. Er besaß Einfühlungsvermögen. Deswegen glaubte er auch nicht recht, dass Sheela Angst hatte, sie könnten sich wieder einmal über Ritalin und die Ruction Scene streiten. Natürlich: Sie war clean, seine Freunde waren immer noch die gleichen, doch sie waren beide gereift und seine Schlägerzeiten hatte Alistair längst hinter sich gelassen. Also musste da mehr sein.

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Fr Aug 17, 2018 5:00 pm

Der sanfte Druck, mit dem Alistair ihre Hand umfasste, tat so unendlich gut. Es war also wirklich keine zufällige Berührung gewesen, er wollte den Körperkontakt zu ihr, wich nicht davor zurück und hinterließ Sheela dadurch mit einem Gefühl des Vertrauens, das ihr erst die Kraft gab, überhaupt zu äußern, was sie sagen wollte. Sich der Wahrheit zu stellen.
Doch noch während sie die Worte äußerte, ehrlich zu sich und zu dem Mann ihr gegenüber war, merkte sie, wie kindisch das eigentlich war. Liebe barg Gefahren, vor denen einen kein Gedicht und kein Lied warnte, und die so viele Hollywoodfilme mit ihren rosa-roten Happy-Ends verschleierten. Zu lieben hieß Gefahr zu laufen, sich selbst zu verlieren, seelische Schmerzen zu erleiden, gegen die kein Medikament der Welt half, Minderwertigkeitskomplexe zu erfahren, sich klein und winzig zu fühlen, die eigene Welt in Scherben vorzufinden. Wenn die Liebe zerbrach, wenn eine Beziehung in die Brüche ging, ohne dass man selbst den Schlussstrich zog. Und selbst dann hingen immer noch kleine Teile des Gefühls in einem fest. Nie löste man sich ganz von der Vergangenheit, man konnte lediglich das Beste daraus machen. Hatte sie selbst diesen Punkt überschritten? War sie mit all den kurzen Liebeleien seit Oxford zu einer Person geworden, die sich von der Angst hatte leiten lassen, wieder verletzt zu werden? Von der Angst, wieder Tage lang in ein Kissen zu heulen und sich nur mit seinen eigenen Fehlern konfrontiert zu sehen? Von der Angst, so wütend auf einen Menschen zu sein, dass man ihn hätte umbringen können? Von der Angst vor der Verzweiflung? Sie hatte sich damals eingeredet, dass sie mit dem Bruch der Freundschaft zu Alistair gut klargekommen war. Sie hatte es erfolgreich verarbeitet, hatte sie sich gesagt und sich in die Arbeit gestürzt. Inzwischen war sie achtundzwanzig und hatte mit neunzehn zum letzten Mal einen Jahrestag mit einem Freund gefeiert. War sie vor den Gefühlen weggelaufen? War die Flucht in Unverbindlichkeiten letztlich das gleiche gewesen wie ihre Flucht zum Ritalin vor so langer Zeit?
Alistairs Hand an ihrer Wange riss sie zurück in die Gegenwart. Dass weitere Tränen geflossen waren, hatte sie nur am Rande bemerkt. Nun schluckte sie, wollte nicht, dass er seine warme Hand von ihrer Wange nahm. Sie wollte seine Worte glauben, sich in seinen so faszinierenden Augen verlieren, doch das ging nicht. Ihre Selbsterkenntnis hinterließ ein seltsames Gefühl in ihrer Magengegend. Vage erinnerte sie sich daran, wie es früher war, als man noch an Prinzen auf weißen Pferden geglaubt hatte. Alistairs Worte waren so mit Bedacht gewählt, so einschmeichelnd, dass sie sich fast dem Gedanken hätte hingeben wollen, dass er so jemand sein könnte. Aber sie wusste es besser und ihr Verstand hatte noch immer die Führung übernommen. Alistair war kein Prinz, der mit gezogener Lanze gegen Drachen anzog. Aber er war ehrlich zu ihr, das spürte sie und las sie an seinem Gesicht, an seiner Bemühung, nicht über ihre Gefühle hinwegzubrettern wie ein Elefant im Porzellanladen. Konnten sie gemeinsam und voneinander lernen? Er, ein Mensch mit Gefühlen und Rücksicht zu sein, und sie wieder Vertrauen zu schenken.
Freundschaft funktionierte nicht. Dazu war das Sehnen in ihrem Magen zu stark und ihr Herzschlag zu schnell. Ihn gehen zu lassen, keinerlei Beziehung zu ihm zu führen, war ebenso unmöglich, wenn sie sich am gleichen Ort aufhielten. Sie war nicht gewillt, wieder ihre Koffer zu packen, und Alistair konnte das aus Gründen, die sie immer noch nicht verstand, nicht. War ihr Gespräch über adlige Familien und seinen Bruder wirklich erst so kurze Zeit her? Eine Stunde vielleicht?
Langsam rutschte Sheela von der Bank, auf der sie saß, und stellte sich vor Alistair. So nah, dass sie glaubte, seinen Herzschlag zu spüren, und definitiv den Alkohol in seinem Atem riechen konnte. Tausend Argumente gegen sie beide schossen ihr durch den Kopf. Und verpufften.
„ Mich selbst zu verlieren. Wieder so wütend, hilflos und verzweifelt zu sein, wie damals. Einen wichtigen Menschen zu verlieren, dessen Wert man immer erst erkennt, wenn man ihn von sich wegstößt“ Sie schluckte, hob ihre freie Hand und legte sie auf die rasierte Wange Alistairs. Dass ihr eigener Atem so schwer ging wie seiner, merkte sie nicht. „Dich schon wieder zu verlieren.“ Einen Moment lang glaubte sie, nicht weitersprechen zu können, so hart schlug ihr Herz und so staubtrocken war ihr Mund plötzlich. Langsam stellte sie sich auf die Zehenspitzen, überbrückte die letzte Distanz zwischen ihren und Alistairs Lippen. Zum zweiten Mal an diesem Abend. Und wieder war der Kuss kurz, nur ein Hauch, ohne Alistair die Chance zu geben, ihn zu erwidern. Doch er reichte, um Sheela Hitzewellen über den Körper zu schicken und ihre nächsten Worte mit Gewissheit äußern können, auch wenn sie ihm noch die Möglichkeit gab, zu widersprechen: „Reine Freundschaft funktioniert kein bisschen, oder? “


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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Sa Aug 18, 2018 2:56 pm

Der Grund, warum Alistair lieber mit seinem Hund als mit seinem Bruder oder besten Freund über seine Probleme sprach, war der, dass der Hund zuhörte, ohne überflüssige Bemerkungen zu machen, die Stirn zu runzeln und die Nase zu kräuseln. Vielleicht würde Maja dies so manches Mal tun, wenn sie es denn könnte, aber die meiste Zeit blieb sie einfach bei ihrem Herrchen und rollte sich neben ihm zusammen, während er gedankenverloren durch ihr gelocktes Fell strich. Wie oft hatte ihm die Nähe dieses Hundes geholfen in den Schlaf zu finden und die düsteren Gedanken hinter sich zu lassen. Wie oft hatte ihre liebenswürdige Art ihm auch in Zeiten größter Sorge ein Lachen abgerungen. Manchmal vermisste er die Zeiten, in denen er einfach in den Stall zum Abschalten gegangen war. Als er sich noch nicht davor scheute, mit Pferden in Kontakt zu kommen, sondern einfach bei ihnen in der Box oder auf der Weide saß und ihnen zusah. Allein die Anwesenheit eines in sich ruhenden Tiers war beruhigend für seine so unbeständige und wankelmütige Art. Es hatte ihn geerdet. Wie gerne hätte er jetzt, in diesem Augenblick, Maja bei sich gehabt. Einfach, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren.
Sheela hatte Alistair nicht direkt geerdet, sondern eher beflügelt. Beflügelt nachgiebiger zu sein, gelassener. Nach ihrer „Trennung“ war er mehrmals darauf angesprochen worden, dass er die Wochen zuvor weitaus weniger gereizt gewesen war. Weitaus umgänglicher, friedvoller. Wie er diese Kommentare doch gehasst hatte und die Kollegen, die sie ihm zuwarfen, hatte er mit Arbeit überhäuft, sodass sie lieber den Mund hielten und seine Nähe mieden. So wie sie es sonst auch immer getan hatten. Er hatte bereits damals, so frisch nach ihrem Streit geahnt, dass Sheela Spuren bei ihm hinterlassen hatte. Dass er sie nicht einfach, wie alle anderen Frauen, vergessen und in eine Schublade packen konnte. Dass sie ihn verändert hatte. Wahrhaben wollen hatte er es trotzdem nicht.
Und nun stand er hier vor ihr, fühlte sich so hilflos wie damals nach ihrem großen Streit und rang mit sich, um sie jetzt nicht vor den Kopf zu stoßen. Dabei wäre das vielleicht besser. Sie hatten doch unterschiedliche Ziele. Er wollte Ablenkung, sie wollte eine Beziehung. Es war nicht mehr wie damals und sie konnten schlecht dort weitermachen, wo sie aufgehört hatten. Oder? Eine Beziehung mit Sheela, konnte er sich das vorstellen? Prinzipiell schon, doch ähnlich wie sie hatte er seine Bedenken, dass das wirklich funktionieren würde. Sie zogen einander zwar magisch an und er konnte nicht behaupten, dass sie an Attraktivität für ihn eingebüßt hatte, doch sie waren nunmal so grundverschieden. Immerhin musste er sich keine Gedanken darum machen, dies seinen Eltern zu berichten, wenn Vincent erstmal mit der Tür ins Haus fiel und seinen neuen Lover vorstellte. Wenigstens etwas Gutes hatte diese Schwulseinsache. Egal, mit wem er eine Beziehung führte, es war immerhin eine Frau.
Alistair schob die Gedanken beiseite, die viel zu weit in die Zukunft griffen. In seinem Kopf überschlug sich alles, er wusste kaum, wo er anfangen, welchen Gedankenschnipsel er verfolgen sollte. Es war das reinste Chaos und das nervte ihn. Er brauchte Whiskey, anders hielt er das nicht mehr länger aus. Diese ganze Gefühlsduselei machte ihn wahnsinnig. Wollte er wirklich eine Beziehung? Dann hatte er soetwas regelmäßig, diese ganze seelische Aufruhr. Eine Beziehung bedeutete immerhin Arbeit, sie verlangte Pflege. War er dazu bereit? Er war bereit dazu, Sheela nicht einfach so gehen zu lassen, das wurde ihm klar, als sie vom Tisch rutschte und so dicht vor ihm stand, dass sein Alkoholatem von ihr zurückgeworfen wurde und ihm ins Gesicht schlug. Doch das war egal, er hatte genug Kater gehabt, um diesen Geruch nicht mehr als belästigend zu empfinden. Ihre Hand an seiner Wange ließ ihn kaum merklich zusammenzucken. Er hatte Körperkontakt nie gescheut, schon gar nicht mit Frauen, und doch war es – ungewohnt so berührt zu werden. So – zärtlich. Mit Begierde konnte er umgehen, aber mit dieser Art von Zuneigung…
Langsam nickte er auf ihre Worte hin. Der Brite konnte die Waliserin verstehen. Mehr als gut. Er schluckte einige Male, weil er nicht wusste, was er darauf sagen sollte. Es rührte ihn, dass sie ihn nicht verlieren wollte, doch das würde er kaum laut aussprechen. Eine sarkastische Bemerkung, wie er sie sonst machte, hielt er jedoch hier für unangemessen und Sheela nicht würdig. Sie hatte mehr verdient. „Das verstehe ich. Aber - vielleicht würdest du mich ja dieses Mal nicht wegstoßen, dann verlierst du mich auch nicht.“ Er lächelte leicht, wobei sich schon ein Grinsen daruntermischte, das so typisch für ihn war. Leicht arrogant, aber nicht so überheblich wie sonst, weil es durch den zärtlichen Ausdruck in seinen Augen abgemildert wurde. Alistair umfasste Sheelas Hand an seiner Wange, nahm sie jedoch nicht weg. Es hatte Nächte gegeben, da hatte er sich nach diesen Berührungen gesehnt, denn schon damals hatte er gemerkt, dass es nicht nur Verlangen war, das Sheelas Berührungen leitete. Es hatte immer eine Spur Zuneigung darin gelegen. Vielleicht etwas zu viel, als es ihm lieb gewesen war, aber er hatte sich wohl damit gefühlt. Es hatte ihm gut getan.
Ihre Frage entlockte ihm ein leises Lachen. Reine Freundschaft. Kopfschüttelnd hob er den Blick und sah sie wieder an. Ein Glitzern in den Augen. „Reine Freundschaft – Nein, dafür sind wir nicht gemacht.“ Er löste seine Hand von der ihren, strich ihr eine der dunklen Strähnen hinters Ohr und legte seine Hand dann um ihren Hals und zog sie zu sich. Ihr flüchtiger Kuss hatte ihm den Rest Selbstbeherrschung genommen, den er noch gehabt hatte. Also gab er sich einen Ruck und wagte es, sie einfach zu küssen. Wirklich zu küssen, so als hätten sie einander nicht seit Jahren nicht mehr gesehen, so als hätte es nie einen Streit gegeben und wenn doch, dann wäre dies die Versöhnung. Innehaltend legte er seine Stirn gegen die der 10cm kleineren Frau. „Auf Freundschaft Plus würde ich mich vielleicht noch einlassen.“ Die für ihn typischen Lachfalten umspielten seine Augen. Das war es, was ihm all die Jahre gefehlt hatte, was auch Maja nicht hatte ausfüllen können: Es war einfach Sheela gewesen. So wie sie war.
{Sheela}

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Di Aug 21, 2018 12:12 pm

Normalerweise hätten Alistairs Worte schon dafür gesorgt, dass Sheela wieder auf Abstand ging. Denn unter anderen Umständen und mit wesentlich weniger Körperkontakt hätte sie begonnen, mit ihm zu diskutieren, ihm vor Augen zu führen, dass sie keinesfalls allein daran Schuld trug, dass es in Oxford so kategorisch schief gegangen war. Auch der arrogante Unterton in seinem Grinsen sollte sie auf die Palme bringen, doch nun entlockte er ihr nicht einmal das Heben einer Augenbraue. Sie würde sich nicht auf diese Grundsatzdiskussion einlassen, die wohl den gleichen Charakter haben würde wie die aus der Serie Friends zwischen Ross und Rahel. Und die beiden hatten zum Schluss schließlich auch ihr Happy End gefunden. Also blieb Sheela still, konzentrierte sich weniger auf die Worte als auf das Gefühl von Alistairs Hand auf ihrer, die noch immer an seiner Wange nach, und auf das Gefühl der Begierde, das in ihr wuchs. Ihr Kuss war ihr so natürlich vorgekommen und zugleich so schwer zu beenden. Sie ahnte, dass sie kurz davor war, Dummheiten zu machen, und dass es ihr egal war.
So sehr sie auch ein Kopfmensch war, so sehr sie es genoss, wenn nur Rationalität ihre Entscheidungen leitete und sie nicht von so lächerlichen Dingen wie Furcht oder Leidenschaft gelenkt wurde, so sehr wollte sie sich nun von der kleinen Stimme lösen, die ihr sagte, dass es mit Alistair immer ein Kampf sein würde. Selbst wenn er sich endlich eingestehen könnte, dass er eigentlich weder so rücksichtlos noch so arrogant war, wie er sich verkaufte, würden sie nie in unendlicher Harmonie leben. Sie würde ihn nie ganz so sein lassen können, wie er war. Immer würde es etwas zu ändern geben und sie hatte genug weibliche Freunde, um zu wissen, dass das kein Grundstock für irgendetwas war. Immer würden sie versuchen, sich zu profilieren, in Diskussionen zu gewinnen und wahrscheinlich würden sie sich irgendwann so verletzen, dass sie sich wirklich verletzen würden. Aber wäre es das bis zu dem Zeitpunkt nicht wert? Könnte sie in einer harmonischen, langweiligen Beziehung überhaupt glücklich werden oder würde sie sich nach Streitgesprächen und Kabbeleien sehnen?
Alistairs Hand in ihrem Haar, an ihrem Hals und dann seine Lippen auf ihren nahmen ihr den Gedanken ab. Ihrem Herz blieb keine Zeit, sich zu beruhigen, und in ihrem Magen rauschte es. Sie war oft geküsst worden. Aber selten so. Automatisch schlang sie die Arme um seine Mitte, überbrückte die letzten Zentimeter Abstand. Seine Wärme hüllte sie ein, ebenso sein Geruch, sein Geschmack. Als er sich schließlich von ihr löste und ihr doch so nah blieb, waren ihre Knie weich.
Selbst seine Worte, die aussagten, wovor sie vor Minuten noch Angst gehabt hatte, dass es nämlich ein Revival von Oxford werden würde, nur Jahre später und ohne Drogen, prallten unverstanden an ihr ab. Sie würde morgen mit ihm reden, vielleicht. Noch immer brannte ihr Körper und wieder stahl sie sich einen Kuss, ließ die Hand unter sein Jackett gleiten, fühlte den zarten Stoff seines Hemdes und den Körper darunter.
„Für heute reicht mir das“, flüsterte sie an seinen Lippen und konnte nicht verhindern, dass sie in den Kuss hinein lächelte.


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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Do Aug 23, 2018 11:21 am

Ihr Augenrollen konnte Alistair förmlich sehen, obwohl Sheela seine sich langsam wieder zeigende überhebliche Art in keiner Weise quittierte. Es war ja auch nicht böse oder verletzend gemeint gewesen und dennoch wusste er genau, wie sehr sie dieses Verhalten von ihm auf die Palme bringen konnte. Nicht selten hatte er sie damit aufgezogen.
Womöglich war dies ein Vorteil, wenn man sich schon länger kannte und bereits einmal viel Zeit miteinander verbracht hatte: Man wusste, wie man den anderen zu nehmen hatte, wie man mit ihm umgehen musste, welche Knöpfe man drückte, um seinen Willen zu bekommen. Und doch war Sabotage sonst zwar Alistairs Spezialgebiet, doch bei Sheela hatte sie nie so wirklich angeschlagen. Vielleicht, weil er es wenn nur halbherzig versucht hatte. Vielleicht, weil sie viel zu klug dafür war, um auf soetwas hereinzufallen.
Stattdessen schien sie aber seiner Anziehungskraft genauso erlegen wie er der ihren, denn sobald er seine Lippen auf ihre legte, zog sie sich an ihn und umschlang seine Hüfte. Ein wohlwollendes Lächeln mischte sich in den Kuss, in dem so viele Erinnerungen und Verheißungen lagen. Alistair fühlte sich mehr als deutlich an Oxford erinnert, als diese Küsse ihm einen regelmäßige Ablenkung von nörgelnden Dozenten und quälenden Deadlines waren. Als er sie sich nicht hatte mühsam erarbeiten müssen, sondern einfach genommen hatte. Es schien so lange her zu sein und doch weckte dieser Kuss alle Erinnerungen, die er an die Nächte von damals hatte – oder auch die Tage. Einfach an die Treffen mit Sheela. Dabei hatte alles so harmlos auf einem Festival angefangen!
Ihre Hand glitt unter sein Jacket und strich über das seidene Hemd. Überdeutlich spürte der Blonde die Wärme, die von dieser Hand ausging und konnte nicht verhindern, dass sich seine Muskeln kurzzeitig reflexartig anspannten, ehe sie bereit waren, die Wärme zuzulassen. Er spürte auch ihr Lächeln, als sie ihn noch einmal küsste, und merkte, dass er dies wunderschön fand. Schließlich gab sie zu, dass ihr dies für den heutigen Abend reichte, woraufhin Alistair nur argwöhnisch die Augenbraue in die Höhe zog. „Heißt das also, dass du mich jetzt schon verlässt und deiner Wege gehst?“ Gespielt empört sah er sie an, während seine Hände über ihren Rücken strichen. Sie standen noch immer so nahe, dass sie sich aneinander hätten lehnen können, kaum Luft zwischen ihnen. „Ich bin solcherlei Zurückweisung nicht gewohnt und ich bin nicht bereit sie einfach so zu akzeptieren, Verma.“ Schalkhaft grinste er sie unverschämt an, während die grauen Augen unverhohlen glitzerten und Sheelas Blick festhielten.
Leicht ruckartig zogen seine Hände, als sie auf ihren Hüften angelangt waren, sie komplett an sich und er fing ihren aufgrund des Rucks etwas vorgebeugten Kopf mit einem Kuss auf. War dies ein Spiel? Vielleicht, aber es war immerhin eines, das Alistair weitaus besser spielen konnte, als diese Gefühlsduselei. Er war nicht bereit, Sheela einfach so davonkommen zu lassen. Er wollte sie hier bei sich haben, in seinen Armen. Wollte ihre Lippen spüren, diese Nähe, diese Leidenschaft. Er wollte nicht darüber nachdenken, warum ausgerechnet Sheela diese Emotionen in ihm weckte, dieses Bedürfnis, sie nicht zu verlieren. Aber es war ihm auch egal, solange er sie nur länger berühren konnte. Er ließ sich nach hinten gegen den Tisch sinken, zog sie mit sich. Zwischen zwei Küssen war da nur ein Murmeln. „Was machst du nur mit mir?“

{Sheela}

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   So Aug 26, 2018 4:28 pm

„Ja, natürlich“, erwiderte Sheela nah an Alistairs Lippen mit einem neckenden Unterton in der Stimme. Ihr war nicht aufgefallen, dass man ihre letzten Worte so doppeldeutig verstehen konnte. Doch nun, da ihr Gegenüber ihr diesen Weg vor Augen geführt hatte, wurde es ihr so deutlich, als habe jemand eine Lampe in ihrem Kopf angezündet. Umso mehr genoss sie es nun, ihre Hand über seinen muskulösen Rücken wandern zu lassen, einen kurzen Moment zu verweilen, wenn sie ein Zurückweichen der Muskeln merkte, nur um sich dann streichend weiter zu arbeiten. Dass seine Hände ähnliches mit ihr machten, war ihr nur zu bewusst. Jedes Streicheln bestand aus reinster Hitze.
„Ich werde gleich ins Cottage gehen, mir eine gute Zeitschrift schnappen und anschließend schlafen gehen. Der Abend war wirklich aufregend genug“, grinste sie und schnappte nach Luft, als Alistair sie an sich zog. Sie hatte diese Spiele vermisst. Das Necken zwischen Küssen, die Kabbeleien, die kaum mehr ausgesprochen, sondern mehr gehaucht waren, weil ihrer beider Hände ihre ganz eigenen Wege gingen. Oft hatte es früher so angefangen. Sie hatten über irgendetwas geredet – Dozenten, Vorlesungen, die Peinlichkeiten von Freunden und Bekannten auf der letzten Party – und hatten sich irgendwann irgendwie herausgefordert, bis für weitere Worte keine Luft mehr gewesen war. Vielleicht hatte es damals auch Einiges von der Spannung ausgemacht, dass sie dem, was sie teilten, keinen Namen gegeben hatten. Denn es hatte auch Momente der Ruhe gegeben, der Zärtlichkeiten, die doch schnell zu mehr geworden waren. Wäre ihr Streit nicht gewesen – was hätte aus ihnen werden können? Oder wäre es unausweichlich gewesen, dass es zu einem solchen Abend hatte kommen müssen? Jahre später und Kilometer weit weg von England?
Sheelas Finger verkrampften sich im Stoff von Alistairs Hemd, zogen ihn nur noch näher zu sich, während sie seinen Kuss leidenschaftlich erwiderte. Wellen der Erregung überfielen sie und, als sie sich schließlich kurz voneinander trennen mussten, wusste Sheela, dass der Teil mit ‚ins Cottage gehen‘ der einzige nicht gelogene war. Sein Murmeln ließ sie ihn nur noch näher an sich ziehen, nicht jedoch, um ihn erneut zu küssen, sondern um ihn zu umarmen, die Lippen nah an seinem Ohr. „Wirst du sehen“, wisperte sie, ehe sie an seinem Ohrläppchen knabberte, ihn los ließ. Wie selbstverständlich ergriff sie seine Hand. „Zu dir oder zu mir?“, neckte sie ihn mit glänzenden Augen.


[Alistair | tbc. Cottage 4?]

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   So Aug 26, 2018 9:51 pm

Wenn auch unbewusst, so genoss er doch die Berührungen, die er so präsent durch den dünnen Stoff des Hemds hindurchspürte. Behutsam strichen Sheelas Hände über seinen Rücken, verharrten hier und da, setzten schließlich ihren Weg fort. Wohlige Schauer liefen ihm die Wirbelsäule hinab und verstärkten das Prickeln, das ihre Berührungen hinterließen. Alistair schnaubte empört, als Sheela neckend zugab, dass dieser Abend nun beendet war. Das würde er gewiss nicht zulassen. Er war noch nicht bereit, sich jetzt alleine in sein Zimmer zurückzuziehen oder gar Vincent unter die Augen zu treten. Wenn er nur an seinen Bruder dachte, begann sein Blutdruck wieder zu steigen. Das letzte Wort war in dieser Angelegenheit noch lange nicht gesprochen und er würde mit Vincent noch ordentlich darüber diskutieren. Bis sein Bruder einsah, was er da eigentlich anrichtete.
Einzig Sheela herausfordernder Blick und ihre Hände unter seinem Jacket verscheuchten diese Gedanken und hielten ihn im Hier und Jetzt fest. Inzwischen wurde Alistair immer wärmer, was nicht nur an dem dicken Stoff des Jackets sondern sicherlich auch an der Menge Whiskey lag, die er sich zuvor einverleibt hatte. Die leicht berauschende Wirkung des Alkohols konnte er auch nicht verleugnen, aber er war gewiss noch bei Sinnen. Sog jede noch so kleine Mimik und Gestik der dunkelhaarigen Frau begierig in sich auf. Er hätte vor sechs Jahren wohl niemals geglaubt, dass diese offenherzige Inderin ihn einmal so in ihren Bann ziehen würde. Doch es war geschehen, bevor er sich dagegen hatte wehren können, und nun stand er hier, die Arme um sie geschlungen und mit einem Lächeln auf den Lippen. Und er wollte es nicht missen. Viele Erinnerungen an ihre Zeit in Oxford hatte er verbannt, weil sie zu schmerzlich gewesen waren, aber jetzt stürzten sie allmählich wieder auf ihn ein. Ihr neckischer Umgangston, die anzüglichen Blicke, wenn sie sich auf den Gängen der Seminargebäude begegnet waren. Das Tuscheln der anderen, die vermutlich neidisch auf diese Verbindung waren. Die durchzechten Nächte und auch die verregneten Tage, die sie damit verbrachten, irgendwie all die lateinischen Knochen- und Muskelnamen in den Kopf zu bekommen. Am Ende von Sheelas Lernsession hatte Alistair nicht selten das Gefühl gehabt, jetzt selbst Arzt werden zu können. Ihr Ehrgeiz hatte sie immer erst aufhören lassen, wenn alles perfekt saß. Erst dann war sie zu anderen „Aktivitäten“ übergegangen bzw. hatte sich darauf eingelassen. Diese Hartnäckigkeit und Disziplin hatte der Brite bewundert. Sheelas Ehrgeiz und ihr Bestreben nach Perfektion hatten ihm durchaus imponiert, wenngleich er für seinen eigenen Studiengang weitaus weniger gelernt hatte.
Wie sie nun so vor ihm stand, wurde ihm überdeutlich bewusst, was sie beide hinter sich gelassen hatten. Dennoch war Sheela auch jetzt noch ehrgeizig in ihrem Beruf und hatte diese zarte Seite an sich, die er immer hatte beschützen wollen. Die sich gezeigt hatte, als ihr die Tränen über die Wange liefen, die er vollkommen hinfortgestrichen hatte. Ihr Flüstern an seinem Ohr ließ ihn auflachen. „Dein Vorsatz hat ja wahnsinnig lange gehalten. Aber ich werde dir dieses Vorhaben natürlich nicht ausschlagen und werde dir liebend gerne folgen, wohin du mich auch führst.“ Eigentlich wollte er nur möglich viel Distanz zwischen sich und dem Zimmer seines Bruders haben, der gewiss auch früher oder später aufs Cottage flüchtete. Und ihrer beider Zimmer lagen nun einmal nebeneinander, sodass Alistair bereitwillig mit zu Sheela gehen würde. Ganz gleich, was für ein Bild das auf sie werfen würde. Es war vermutlich seiner eigenen Disziplin zuzuschreiben, dass er nicht wie viele andere Kerle sabbernd und lechzend auf dem Boden lag und an Sheelas Rocksaum hing. Aber als Traynor bewahrte man sich eben auch in solchen Situationen Niveau, wenngleich er es sich nicht nehmen ließ, Sheelas empfindliche Halsseite entlang zu küssen.

Als wären sie ein ganz normales Ballpaar überquerten sie den Hof, über den noch die Tanzmusik aus der Aula strömte. Alistairs Augen glänzten, wenn er einen Seitenblick auf seine Begleitung warf, und unwillkürlich beschleunigten sich seine Schritte, je näher sie dem Cottage kamen. Kurzzeitig hielt er inne und lauschte vor der Tür, ob er Vincents Stimme vernahm, doch alles blieb ruhig. Sein Bruder war also entweder noch nicht zuhause oder auf seinem Zimmer. Beides kam Alistair sehr entgegen, als er leise den Schlüssel ins Schloss steckte und aufsperrte. Drinnen war es dunkel, nur unter Vincents Türspalt schimmerte ein Lichtstrahl hervor, was Alistair kurz angespannt innehalten ließ. Doch sobald er Sheela sah, wie sie zu ihrer Tür schlenderte und sich nach ihm umsah, zog ihn ihr Blick magisch an. Ein wohlwollendes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus, ließ ihn seinen Bruder vollends vergessen und die Schuhe abstreifen, ehe er ihr folgte.
Sobald die Zimmertür hinter ihnen ins Schloss fiel, gab es für den Blonden kein Halten mehr und er legte seinen letzten Rest Beherrschung ab, schloss zu Sheela auf , umfasste wieder ihre Hüften und drehte sie zu sich herum. Fordernd legten sich seine Lippen auf ihre und ein leises Aufatmen entwich ihm, als er endlich wieder ihre Nähe spürte und sich an sie drängte. „Ich würde es nie zugeben, aber ein Teil von mir hat dich vermisst.“
{Sheela | -> COTTAGE 4}

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BeitragThema: Re: Unterrichtsraum 3   Mo Sep 10, 2018 1:23 pm

» Plot 12: Come Back Home
Lasst uns feiern


Für die wenigen Mitarbeiter und Lehrer, die ihre Sommerferien auf dem Hof verbracht haben, waren die letzten Wochen viel zu ruhig: die Schüler waren alle über die Ferien nach Hause gefahren, und auch die meisten Auszubildenden haben die Sommerferien für etwas anderes genutzt. Es ist schon seltsam, den Hof menschenleer zu sehen, ohne Pferde in den Stallungen und Hunden auf dem Hof. So wird es endlich Zeit, dass alle wieder zurückkehren, auf in ein neues Schuljahr.

Es ist Samstag. Im Laufe des Tages sind alle Schüler wieder auf dem Reitinternat zurückgekehrt. Die neuen Stundenpläne wurden eingesammelt, zumeist die alten Boxen bezogen, bevor es auf die neuen Zimmer ging. Die meisten waren in eine andere Stufe versetzt worden, sodass es ganz neue Strukturen und Zimmergemeinschaften geben wird, die man erstmal wieder finden muss. Nachdem es den ganzen Nachmittag gab, um in Ruhe wieder anzukommen, gibt es am Abend ein gemeinsames Abendessen in der Kantine. Alle Bewohner der Ranch kommen zusammen, um sich wiederzutreffen - und die neuen Mitschüler und Mitarbeiter in ihrer Mitte zu begrüßen. Danach wird es weiterhin Freizeit geben; nur Reiten ist tabu, damit die Pferde sich nach den Reisestrapazen erholen und den Stress abbauen können.

## Freitag, 09. August 2014 ;; 18:00
## sonnig, leicht schwül, 27°C
## bespielbare Orte: fürs erste Zimmer und Kantine
## Essen ist von 18:00 bis 19:00 - das bedeutet, dass die Schüler entweder schon in der Kantine sind, oder in kürzester Zeit dort ankommen



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Unterrichtsraum 3
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